Auszüge aus
ISRAEL und PALÄSTINA
Im Folgenden können Sie in Leseproben aus dem Originaltext schmökern. Doch bitte bedenken Sie: Was auf dieser Internet-Seite grau und uniform aussieht, ist im echten Buch natürlich viel lebendiger gestaltet und zum Lesen - auch Diagonallesen - viel besser geeignet als die relativ langen Zeilen dieser Seite. Aber wir wollen Ihnen ja nur einen Eindruck von unterschiedlichsten Informationen vermitteln, die Sie in dem Reiseführer vorfinden werden. Und wenn Sie genau wissen wollen, welche Themen auf den 448 Seiten behandelt werden, dann können Sie ganz zum Schluß dieser Seite einen Blick auf das Original-Inhaltsverzeichnis werfen.
Inhalt:
Ein ungewöhnliches Stück Orient
Was man alles unternehmen kann
Die Top-ten-Ziele der Region
Ankunft und Einreise
Alleinreisende Frauen, Homosexuelle
Als Tourist in Jerusalem
Sehenswertes in Jerusalem
Unterkünfte (Ausschnitt aus der Liste zu Jerusalem)
Vom Jaffator zum Tempelberg
Tel Aviv - Über eine Stadt, die nie schläft
Sonnenstadt Elat
Reisen in palästinensischen Gebieten
Inhaltsverzeichnis (des Reiseführeres)
Ein ungewöhnliches Stück Orient
Reisen im Nahen Osten, mitten hinein ins Pulverfass? Viele werden sich erinnern, dass der Präsidentschaftswechsel in den USA zur Jahreswende 2008/2009 von Israel genutzt wurde, den Gazastreifen schwer zu bombardieren, und Israel von dort mit vergleichsweise harmlosen Raketen beschossen wurde. Harte Zeiten für Optimisten. Man stellt sich als Autor daher die Frage, ob man dem Leser Israel und Palästina guten Gewissens als Reiseland empfehlen kann.
Statistisch betrachtet sind Touristen nicht oder kaum stärker gefährdet als zu Hause oder in anderen Gebieten der Welt. Man muss dieses Risiko ganz nüchtern sehen, vielleicht auch die Tatsache, dass man im Heiligen Land eher aus purem Zufall in eine Gefahr für Leib und Leben verwickelt werden kann. Doch wer schützt Sie zu Hause gegen Raser auf der Autobahn oder einen brutalen Raubüberfall? Lesen Sie bitte mehr zum Thema Sicherheit auf Seite 54. Außerdem hat es mit den Mechanismen des Nachrichtengeschäfts zu tun, dass wir vor allem über Hitzköpfe und Terroristen informiert werden, statt über den friedliebenden Großteil der Bevölkerung.
Die überwiegende Mehrheit der Israelis und Palästinenser sind in der Tat freundliche und hilfsbereite Menschen, die Gäste schätzen und denen das Gastrecht etwas bedeutet. Der kulturelle Schmelztiegel, der Israel zweifelsohne ist, hat zu Weltoffenheit und zum Interesse am fremden Besucher geführt. Dies zeigt sich vielleicht weniger aufdringlich als in vielen orientalischen Ländern – eine manchmal vielleicht wachsende, manchmal aber auch spontan-herzliche Angelegenheit, die sich im Bus, auf der Straße oder bei zufälligen Begegnungen ergibt.
Die Schmelztiegelrolle ist vor allem Israel zugefallen, denn die Juden strömten aus aller Welt herbei, um ins gelobte Land zurückzukehren. So trifft man auf alle denkbaren Hautschattierungen zwischen den schwarzen äthiopischen Juden bis hin zu blonden, blauäugig-stupsnasigen Menschen, die aus Nordeuropa zuwanderten. Schon dieses Menschengemisch unterschiedlichster geografischer Herkunft macht Israel so interessant.
In der zunehmend isolierten Westbank stellt sich die Situation natürlich anders dar, vom Gazastreifen, der Touristen derzeit nicht offen steht, ganz zu schweigen – doch der Effekt ist ganz ähnlich. Wer sich in ein Gebiet begibt, in dem der Tourismus weitgehend zum Erliegen gekommen ist, obwohl man dort doch so sehr darauf angewiesen wäre, kann sich der sowieso schon sprichwörtlichen orientalischen Gastfreundschaft sicher sein!
Aber nicht nur die Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan sind einen Besuch wert. Auf einer Fläche von der Größe Hessens drängen sich historische und kulturelle, aber auch landschaftliche Eindrücke in einer Vielfalt zusammen, wie sie kaum ein anderes Stück Erde so kompakt aufzuweisen hat. Jericho im Jordangraben gehört zu den ältesten bekannten Stadt- bzw. Gemeinschaftsansiedlungen der Menschheit. Vor etwa 10 000 Jahren taten sich dort Jäger und Sammler zusammen und bauten eine befestigte Siedlung.
Doch Jericho ist nur der Anfang. Es gibt eine ganze Reihe Orte, deren Geschichte zwar nicht so weit zurückzuverfolgen ist, die aber bereits auf ein paar Jahrtausende vor der Zeitenwende zurückblicken können. Besucherinnen und Besucher haben also mehr als genug Gelegenheit, sich alte und uralte Steine oder Gemäuer anzuschauen und dabei über die menschliche Vergänglichkeit nachzudenken.
Das so genannte Heilige Land ist der Ursprung dreier Religionen: Judentum und Christentum entstanden hier und wurden ganz entscheidend geprägt – so entscheidend, dass der Prophet Mohammed aus ihnen schöpfte, als er den Islam formulierte. So stellt Jerusalem die drittheiligste Stadt der Muslime dar, und für Juden ist die Westmauer ihres ehemaligen Tempels (hebräisch Kotel, auch Klagemauer genannt) in der Jerusalemer Altstadt das wichtigste Ziel der ganzen Welt.
Der Hügel Golgatha und das Grab Christi, ebenfalls in der Altstadt Jerusalems gelegen, die Bethlehemer Geburtskirche und die Verkündigungskirche in Nazareth sind heilige bzw. historisch die bedeutsamsten Stätten der Christenheit.
Während der letzten beiden Jahrtausende fand also – salopp formuliert – ein Wettbewerb zwischen den drei Religionen in diesem so genannten Heiligen Land statt. Zählt man jedoch die Toten, Verstümmelten, die Zerstörungen an Besitz und Natur aufgrund dieser Rivalitäten, dann kann man die Gegend eigentlich nur als unheiliges bzw. unheilvolles Land bezeichnen. Laut hebräischer Bibel schlugen bereits die alten Israeliten grausame Schlachten gegen die Vorbesitzer des Landes, wurden jedoch ihrerseits von neuen Eroberern furchtbar verprügelt, vertrieben und wieder zurückgelassen. Nicht minder schlugen die Christen auf die Juden ein, weil sie in letzteren „Gottesmörder” sahen. Die Muslime gingen bei und nach ihrer Schnelleroberung des Nahen Ostens kaum weniger zimperlich mit den ihnen doch nahe stehenden Anhängern der Buchreligionen um. Der Boden des Nahen Ostens ist wahrlich durch und durch mit Blut getränkt.
Schaut man aus der Luft auf diese so kleine und doch für die Entwicklung der modernen Menschheit so bedeutsame Fläche, dann sieht man ihr die vielen Schlachten gar nicht an, traut sie ihr eigentlich überhaupt nicht zu. Denn der Norden Israels, d.h. Galiläa, lässt den Betrachter ob seiner fast lieblichen Hügellandschaft wirklich staunen; eine Landschaft, die heute über weite Flächen saftiggrün bewaldet ist oder landwirtschaftlich genutzt wird. Auch Judäa, das bereits über halb wüstenhafte Gebiete verfügt, wirkt nicht abweisend. Die im Westen noch grünen und weiter südöstlich schon eher braunen Hügel machen von der Form her einen eher sanften Eindruck. Der Negev, die Wüste ganz im Süden, ist inzwischen so erschlossen, dass man ihn nicht mehr zu fürchten braucht.
Der Jordangraben mit Toten Meer, der tiefstgelegenen Fläche der Erde, bietet die landschaftliche Sensation schlechthin. Die wüstenhaften Gebirge Jordaniens im Osten ragen steil, aber nicht unnahbar in den Himmel. Auch sie waren seit Menschengedenken dort besiedelt, wo sich landwirtschaftlicher Anbau betreiben lässt.
Andererseits führt die Reise in eine hoch industrialisierte Welt, die ihren Preis hat. In Israel werden Sie kaum weniger Geld ausgeben können als bei einem Urlaub in Mitteleuropa. Doch die Kosten lassen die Besucher offenbar kalt. Auch mit stockendem Friedensprozess und aussichtsloser Nachrichtenlage verzeichnete Israel 2008 einen der höchsten Besucheranstürme. An der Spitze der besuchten Orte liegt Jerusalem, gefolgt von Elat am Roten Meer – zuerst die Pflichtübung, dann das Vergnügen.
Was man alles unternehmen kann
Israel und Palästina bieten den Besuchern eine unglaubliche Vielfalt an Unternehmungen, sportlichen Betätigungen und auch Erholungsmöglichkeiten:
- Besichtigungstouren nach den unterschiedlichsten Kriterien: Religiös (jüdisch, christlich, islamisch), historisch und kulturhistorisch (u.a. jüdisch, griechisch, römisch, christlich, muslimisch-arabisch, israelisch), landschaftlich (fruchtbar, wüstenhaft, gebirgig)
- Teilnahme an nahezu ständig und überall stattfindenden kulturellen Veranstaltungen (Konzerte, Theateraufführungen, Festivals, Folklore-Veranstaltungen etc.)
- Der Kunst in Künstlerkolonien, Galerien, Ausstellungen und Museen nachspüren
- Baden im Mittelmeer, im See Genezareth, im Toten und im Roten Meer
- Tauchen und Schnorcheln vor allem im Roten Meer
- Windsurfen, Wasserski fahren, Rudern, Segeln
- Drachenfliegen von diversen hohen Bergen oder Hängen
- Wandern, Schlauchboot fahren auf dem oberen Jordan
- Trekking in der Wüste
- Tennis, Golf, Radfahren
- Marathon um den See Genezareth oder in Tel Aviv
- See-Genezareth-Wettschwimmen und ‑Marathon, Jerusalem-Marsch
- Kuren am Toten Meer bzw. in seiner unmittelbaren Umgebung
- Hobbyarchäologie in Israel betreiben
- Vögel beobachten – vor allem Zugvögel auf der Durchreise
Die Top-ten-Ziele der Region
Obwohl Israel als Reiseziel handlich und kompakt ist, bietet das kleine Land andererseits so viele faszinierende Ziele, dass man schon einige Zeit benötigt, um wenigstens die wichtigsten anzufahren; zwei Wochen sollten das Minimum sein. Wer dann noch einen Abstecher nach Jordanien einlegen will, sollte drei Wochen als geringsten Zeitbedarf vorsehen. Andernfalls hetzt man mit heraushängender Zunge von einem Ort zum nächsten.
Die Top-Ten-Ziele der Region
1. Jerusalem
Diese Stadt ist mit Sicherheit der Höhepunkt einer jeden Reise nach Palästina. Für ein flüchtiges Kennenlernen sowohl der Altstadt (ein Tag) als auch der wichtigsten anderen Sehenswürdigkeiten wie des Israel Museums oder der Holocaust-Gedenkstätte Yad VaShem sind zwei Tage als das absolute Minimum einzuplanen.
2. Tiberias, See Genezareth
Tiberias mit seinem See Genezareth ist eine sympathische Mittelstadt, der See allen Christen vom Wirken Jesu her wohlbekannt. Der mitteleuropäische Besucher ist erstaunt ob der Fruchtbarkeit, der lieblichen Uferstreifen und nicht zuletzt wegen der vielen Plätze, die er sich aus den Beschreibungen des Neuen Testaments vermutlich anders vorstellte. Eine Rundreise um den See lässt sich an einem Tag bewältigen. Diese Tour lässt sich auch mit einem Golantrip verbinden.
3. Das Tote Meer
Israel und Jordanien teilen sich den tiefstgelegenen See der Erde, in dem eine hochkonzentrierte Salzbrühe jegliches Leben im Keim erstickt. Die Ufer bieten herrliche landschaftliche Reize, kleine Süßwasseroasen und Heilbäder. En Gedi und En Bokek bieten Kurmöglichkeiten, zusätzlich wartet Massada, einst ein jüdischer Schicksalsberg, auf Besucher. Für eine Rundreise von Jerusalem ist ein Tag anzusetzen.
4. Haifa, Akko und Obergaliläa
Zu den landschaftlich am schönsten gelegenen Städten der Region gehört Haifa auf dem Karmel-Gebirgsrücken mit seinem Wahrzeichen, der goldenen Kuppel des Bahai-Mausoleums. Eine knappe Autostunde nördlich liegt Akko, die alte Hafenstadt und das letzte Refugium der Kreuzfahrer. Wegen ihres pittoresken alten Stadtbildes ist Akko heute einer der Hauptanziehungspunkte im nördlichen Israel. Für beide Städte muss man mindestens einen Tag ansetzen.
5. Elat
Elat ist vor allem wegen der Lage am Roten Meer mit seinen phantastischen Korallenbänken und seiner Unterwasserwelt einen Besuch wert. Elat, das Touristenrefugium am Roten Meer schlechthin, bietet jede Menge Attraktionen, z.B. den trockenen Einstieg in die Unterwasserwelt. Ein Tag geht mit Schwimmen/Schnorcheln/Tauchen und kurzen Ausflügen in die Wüstenberge schnell vorüber.
6. Die Mittelmeerbadeküste
Von Ashkelon im Süden bis Rosh HaNikra im Norden ziehen sich – mit kurzen Unterbrechungen – herrliche Sandstrände an der Mittelmeerküste entlang. Wer Trubel am Strand liebt, bleibt am Gordon Beach von Tel Aviv oder an einem der Strände von Haifa, aber man kann auch recht einsame Plätze abseits der angesagten Badestrände finden.
7. Tel Aviv und Umgebung
Tel Aviv ist das Wirtschaftszentrum Israels, noch dazu an einem hübschen Mittelmeerstrand gelegen. Neben der Hektik der Großstadt bietet es jede Menge und jegliche Art von Unterhaltung, von Kunst bis Club Culture. Es gibt aber auch einiges zu sehen, allem voran das Erez Israel Museum und die uralte, idyllische Hafenstadt Jaffa. Wer sich nicht am Strand aalen will, kommt mit ein bis zwei Tagen aus.
8. Die palästinensischen Gebiete
Die touristisch weniger erschlossene Westbank ist gerade deshalb ein reizvolles Reiseziel. Alles nicht allzu weit von Jerusalem entfernt: Jericho, die Oase im Jordangraben und eine der ältesten Städte der Welt, das quirlige Ramallah, wo am meisten „los“ ist, Nablus und Hebron – ursprünglich geblieben, aber auch gut, um von den Absurditäten des Nahostkonfliktes zu erfahren, und natürlich Bethlehem mit einer der ältesten Kirchen, in der der Geburt Jesu gedacht wird. Zwei bis drei Tage sind kaum knapp bemessen.
9. Die Kraterlandschaft von Mizpe Ramon
Israel besteht zu zwei Dritteln aus der Negev-Wüste. Ziemlich mittendrin liegt der riesige Erosionskrater (Maktesh) Ramon, der wie ein Bilderbuch aus der Entstehungszeit der Erde anmutet. Für Trekkingtouren durch diese ungewöhnliche Landschaft wären der Standort Mizpe Ramon sowie zwei Tage Zeit das Richtige.
10. Beer Sheba und Umgebung
Im nördlichen Teil des Negev liegt die „Wüstenhauptstadt“ Beer Sheba mit ein paar Sehenswürdigkeiten, und auch die Umgebung hat historisch und landschaftlich einiges zu bieten. Für all das sollte man schon zwei Tage ansetzen.
11. Der Rest
Die Top-Ten der Region stellen nur die wirklich herausragenden Sehenswürdigkeiten dar. Auf dem Weg von einem zum anderen Platz liegen weitere zahlreiche historische oder landschaftliche Leckerbissen, an denen der Eilige meist vorbeifahren muss, die aber dem Genießer sehr viele tiefe und erlebnisreiche Einblicke in das Heilige Land bescheren – von Ausflügen nach Jordanien oder zum Katharinenkloster auf dem Sinai gar nicht zu reden. Daher haben wir im Folgenden zwei Routenvorschläge zusammengestellt:
Pilgerreisen
Israel ist das Pilgerziel für Christen schlechthin, täglich landen hier viele Pilgergruppen und machen sich auf den Weg zu den heiligen Stätten der Christenheit. Viele jüdische Stätten sind für die Pilger ebenso interessant wie die Plätze, die mit dem Leben und Sterben von Jesus verbunden sind. Die Spannweite reicht von der Geburtsstadt Bethlehem bis zum See Genezareth, an dessen Ufern Jesus aufwuchs, um schließlich seinen schweren Weg zum Hügel von Golgatha nach Jerusalem zu gehen. Das israelische Fremdenverkehrsbüro verteilt eine vorzügliche Karte mit detaillierten Angaben. Alle dort genannten Orte von Bedeutung sind auch in diesem Führer beschrieben.
Reiserouten
14-Tage-Rundreise für Eilige
Die folgende Rundreise – bei der aus Zeitgründen auf einen Sinai-Besuch verzichtet wird – ist nur bei genauer Planung und eiserner Disziplin durchführbar.
1 Tag Tel Aviv
1 Tag Tel Aviv – Haifa mit Besuch von Caesarea, Megiddo und dem Karmel
1 Tag Haifa mit Besuch von Akko
1 Tag Haifa – Nazareth – Tiberias
1 Tag Tiberias und See Genezareth
1 Tag Tiberias – Bet Shean – Jerusalem
3 Tage Jerusalem mit Bethlehem
1 Tag Jerusalem – Jericho – Totes Meer – Massada – Beer Sheba
1 Tag Beer Sheba – Mizpe Ramon – Elat
2 Tage Elat
1 Tag Elat – Ashkelon – Tel Aviv
Drei- bis Vier-Wochen-Rundreise für Genießer
Wer drei oder vier Wochen auf eigene Faust in der Region herumreisen will, kann an das obige Programm entweder Badetage hängen oder aber zusätzliche Besichtigungen einlegen:
1 Tag Tel Aviv – Ashkelon – Tel Aviv
1 Tag Nahariya und Nordwestgaliläa
1 Tag Bethlehem und Hebron
1 Tag Ramallah und Nablus
Zusätzlich werden für diverse Abstecher leicht noch ein oder zwei Tage hinzukommen.
Für Reisende, die gern alle Eintragungen auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste nachvollziehen und in ihrer Planung berücksichtigen möchten, hier eine alphabetische Liste der gewürdigten Orte und das Jahr der Aufnahme in die Liste: Akko: Altstadt (2001), Avdat: nabatäische Wüstenstadt an der Weihrauchstraße (2005), Beer Sheba: biblischer Tel (2005), Elusa (Haluza): nabatäische Wüstenstadt an der Weihrauchstraße (2005), Haifa und West-Galiläa: Heilige Stätten der Baha’i (2008), Hazor: biblischer Tel (2005), Jerusalem: Altstadt und Mauer (1981), Mamshit: nabatäische Wüstenstadt an der Weihrauchstraße (2005), Massada (2001), Megiddo: biblischer Tel (2005), Shivta: nabatäische Wüstenstadt an der Weihrauchstraße (2005), Tel Aviv: die Weiße Stadt in Bauhaus-Architektur (2003).
Ankunft und Einreise
Derzeit gibt es zwei internationale Flughäfen im Reisegebiet, Ben Gurion bei Tel Aviv und Ovda im Bereich von Elat. Das ist zu wenig. Ende der 1990er-Jahre wurde für Elat ein Joint Venture mit Aqaba in Jordanien weit voran gebracht, vermutlich vergeblich. Drei Alternativen werden diskutiert, alle haben Nachteile vor allem für die Umwelt: näher an Elat bei Timna, in Nevatim bei Beer Sheba oder bei Megiddo in der Jesreel-Ebene, Nähe Haifa. Man darf gespannt sein. Soviel ist sicher: Gaza Airport ging nie in Betrieb, und das wird bis auf Weiteres so bleiben.
Ein Tipp für Leute, die zum ersten Mal ins Ausland fliegen: Wer noch mit Filmen fotografiert, sollte erst nach der Ankunft in Israel einen Film in die Kamera einlegen. Falls Sie das Gehäuse bei der Flughafenkontrolle öffnen müssen, wäre der Film ruiniert.
Ben Gurion Airport
Eine Liste mit weiterführenden Informationen über alle Airports findet sich unter www.iaa.gov.il/Rashat/en-US, Informationen wie z.B. Orientierungskarten für Ben Gurion unter www.ben-gurion-airport.com. Wenn möglich, vermeiden Sie den Shabbat (Samstag) als Ankunfts-/Abreisetag, weil der öffentliche Verkehr auf ein Minimum reduziert ist und häufig teure Taxis anstelle von Bussen angeheuert werden müssen.
Vor der Ankunft – im Flieger oder auf dem Schiff – wird man Ihnen ein Formular aushändigen, in dem die üblichen Fragen nach Name, Geburtsdatum etc. zu beantworten sind. Gleichzeitig wird nach einer Anschrift in Israel gefragt. Geben Sie Ihre erste Unterkunft an. Sollten Sie noch nichts gebucht haben, schreiben Sie eins der großen Hotels, z.B. das Dan Panorama im Charles Clore Park in Tel Aviv, hin. Niemand prüft die Angabe nach, schließlich können Sie sich ja auf dem Weg zum Hotel anders entschieden haben und woanders einchecken.
Wenn Sie noch in arabische Staaten außer Ägypten oder Jordanien reisen wollen, kann ein israelischer Einreisevermerk im Pass eine unüberwindliche Einreisehürde sein. Daher empfiehlt sich, am Passschalter ausdrücklich um keinen Stempel zu bitten. Sie bekommen dann ein gestempeltes Blatt in den Pass gelegt, das Sie bis zur Ausreise aufheben müssen. Achtung: Da alle Einreisenden aus Kontrollgründen sowieso ein gestempeltes Blatt in den Pass gelegt bekommen, das jedoch 20 Meter weiter postwendend wieder eingesammelt wird, muss man auf zwei gestempelten Blättern bestehen! Wenn Sie nämlich später nicht nachweisen können, dass Sie ein Touristenvisum haben, wird bei der Automiete keine Steuer erlassen und man bekommt z.B. an Checkpoints ein Problem. Alternativ kann man sich zu Hause einen zweiten Pass ausstellen lassen, was zwar Geld kostet, aber vielleicht Ärger erspart.
Flugreisende treffen normalerweise auf dem Tel Aviver Flughafen Ben Gurion (in Israel auch mit dem Akronym Natbag bezeichnet) ein, Charterflüge gehen von Europa auch direkt nach Elat. In der Regel verläuft die Ankunftsprozedur relativ unkompliziert und zügig. Während man auf die Gepäckausgabe wartet, kann man im Ben Gurion Airport noch vor der Zollabfertigung Geld tauschen (siehe weiter unten), um später nicht zahlungsunfähig vor dem Taxi zu stehen. Allerdings ist der Kurs ungünstiger als in der Stadt. Gleich neben den Geldwechslern warten Damen der Touristeninformation darauf, Ihnen einiges an Papier in die Hand zu drücken; erwarten Sie aber nicht, dass komplizierte Fragen dort eine Antwort finden.
Sollten Sie Schwierigkeiten haben, sich am Ben Gurion Flughafen oder darüber hinaus zurechtzufinden, dann können Sie beim Voluntary Tourist Service, einem ehrenamtlichen Touristen-Hilfsservice, um Unterstützung bitten. Im Flughafen stehen von 6 bis 20.30 Uhr Helfer zur Verfügung; fragen Sie beim Tourist Information Office.
Wer nach Elat weiterfliegt, muss – mit Glück – nur am Ben Gurion Flughafen mit dem Shuttlebus zum weniger frequentierten Domestic-Terminal fahren. Ungünstiger ist die Situation, wenn man vom Inlandsflughafen Sde Dov nach Elat fliegt. Er liegt am nördlichen Stadtrand von Tel Aviv. Während der Woche verkehren Busse, am Shabbat geht ein Taxi ganz schön ins Geld. Eine weitere Alternative zum Flug nach Elat bietet der Jerusalemer Flughafen, vor allem wenn man sich zunächst die Hauptstadt ansieht.
Busse von Mazada Tours aus Ägypten kommen an deren Head Office in Tel Aviv, 141 Ibn Gvirol St an. In Jerusalem: 15 Yafo St, www.mazada.co.il/English.
Ovda Airport
Ovda, der zweite internationale Flughafen Israels, gehört den Militärs, wird jedoch für Charterflüge nach Elat wegen des völlig überlasteten Innenstadt-Flughafens dort mitbenutzt. Er liegt etwa 60 km nördlich von Elat in der Wüste. Normalerweise werden Charter-Passagiere mit Bussen von und zum Flughafen transportiert. Es gibt aber auch Taxis für die Strecke. Von der Bürokratie her läuft alles so ab wie im Ben Gurion Airport auch. Selbst ein Tourist Information Office ist vorhanden.
Wäre der Friedensprozess nicht ins Stocken gekommen, gäbe es jetzt einen Großflughafen vor der Tür von Elat, nämlich den von Aqaba. Erste Probeflüge und -abfertigungen fanden bereits im November 1997 statt, aber derzeit ist eine Wiederaufnahme des Projekts unwahrscheinlich.
Ein dritter Flughafen, der Gaza International Airport, wurde zwar 1998 eröffnet, ist aber noch nie benutzt und inzwischen völlig zerstört worden, daher also touristisch bedeutungslos (siehe S. 452).
Zoll
Zollfrei können eingeführt werden: bis zu 1 Liter Spirituosen und 2 Liter Wein, bis zu 250 Zigaretten oder Tabak pro Person, persönliche Bekleidung, Foto- und/oder Filmkamera, Radio, Fernglas etc., Geschenke bis zu einem Wert von $ 150 pro Stück.
Sicherheitskontrollen
Die Probleme Israels lernt der Reisende schon vor dem Abflug auf dem Heimatflughafen kennen. Vor allem, wenn man mit EL AL unterwegs ist, wird man einer äußerst peniblen Gepäckkontrolle und bis weit in die Privatsphäre reichenden Fragen ausgesetzt. Wenn das Durchleuchten des Koffers irgendwelche Zweifel erweckt, muss er total ausgeräumt werden, jedes einzelne Inhaltsstück wird überprüft und eventuell erneut geröntgt. Man muss sich klarmachen, dass die Sicherheitsvorkehrungen letztlich auch der eignen Person gelten und daher geduldig ertragen werden sollten. Der hohe Zeitbedarf erfordert in der Regel, dass man bei EL AL-Flügen oder anderen ähnlich vorgehenden Gesellschaften, z.B. Lufthansa, am besten drei Stunden vor Abflug erscheinen muss. Andere Linien gehen mit diesem Problem großzügiger um.
Schlimmer noch kann es Auto- oder Wohnmobilfahrern bei der Ankunft ergehen. Im Ankunftshafen oder beim Grenzübergang aus den arabischen Nachbarländern kommen die Sicherheitsleute auf die seltsamsten Ideen. Als wir uns vor Jahren bei der Einreise von Ägypten her weigerten, die Innenverkleidungen abzuschrauben, rückte einer der forschen jungen Männer mit einer Bohrmaschine an...
Vom Flughafen weiterkommen
Von Ben Gurion geht es per Bus oder Zug nach Tel Aviv, Egged-Bus 5 bringt einen zunächst Richtung Airport City – an der El Al Junction aussteigen. Von dort geht es mit Bus 475 weiter (So-Do ca. 5-22 Uhr, Fr bis ca. 16, Sa ab ca. 18 Uhr, tagsüber alle 20-30 min, ₪ 13) zum neuen Tel Aviver Busterminal am HaHagana-Bahnhof. Von dort gibt es Anschluss in alle Himmelsrichtungen, www.egged.co.il. Die drei Zugverbindungen Richtung Tel Aviv bzw. Nahariya haben den Vorteil, dass sich der Abfahrtbahnhof gleich unterhalb des Ankunftterminals befindet, und alle drei Tel Aviver Bahnhöfe bedient werden: HaHagana, HaShalom und Tel Aviv Savidor Merkas. Per Zug geht es außerdem schneller und ohne Umsteigen, nur die hebräische Beschriftung an Automat und Gleisen kann einen aufhalten – Leute fragen hilft weiter (So-Do rund um die Uhr, tags etwa halbstündig, nachts und Fr/Sa stündlich, Fr bis ca. 14, Sa ab ca. 19.30 Uhr, ₪ 14, Fahrkartenautomaten an den Ausgängen 1 und 3, www.rail.co.il)....
Alleinreisende Frauen, Homosexuelle
Obwohl Israel ein mit nahezu allen westlichen (Pseudo)Freiheiten gesegnetes Land ist, können alleinreisende Frauen in Schwierigkeiten geraten. Allerdings muss frau nur in wenigen Gegenden mehr auf sich aufpassen als zu Hause, bzw. sich zurückhalten. Es geht im Wesentlichen um die palästinensischen Gebiete, weil dort jüngere Frauen grundsätzlich nicht oder nur sehr selten allein auf der Straße zu sehen sind; es gehört zur Selbstverständlichkeit einer Araberin, nur in Begleitung einer älteren Frau oder eines männlichen Familienangehörigen aus dem Haus zu gehen. Alleingehende Frauen werden als “Freiwild” betrachtet und häufig bis ständig angemacht.
Normaltouristinnen sollten in der Altstadt Jerusalems und auch in Ostjerusalem aufpassen, die Altstadt von Akko hat einen zweifelhaften Ruf und auch Nazareth soll ärgerlich sein. Wer in die palästinensischen oder andere israelisch-arabische Gebiete reist, sollte sich nicht aufreizend anziehen, also eher bedeckende als betonende Kleidung tragen.
Eine Leserin schreibt, da besonders die Altstadt und Teile Ostjerusalems für alleinreisende Frauen schwierig seien, sollte frau sich lieber einer Gruppe anschließen. Zweckmäßig sei, einen imaginären Partner per Foto und so etwas wie einen Ehering vorweisen zu können und nicht oder nur selten zu erzählen, dass sie allein unterwegs ist. Starrer Blick und zügiger Schritt sind in Jerusalem und anderen Großstädten angebracht. Anmache sollte total ignoriert werden, bei Handgreiflichkeiten sollte frau sich laut und energisch wehren und Hilfe eher bei älteren Männern als bei Frauen suchen (Verständigung siehe S. 20).
Diese Hinweise sollten keine Frau abhalten, allein nach Israel zu reisen. Es geht hier nur darum, Sie auf mögliche Probleme aufmerksam zu machen.
Als Tourist in Jerusalem
Jerusalem, die 850 m hoch gelegene Stadt mitten im schroffen Mittelgebirge – wie konnte man eine Stadt dort gründen, wo es kaum eine ebene Fläche gibt, wo es immer keuchend bergauf oder nahezu rutschend bergab geht! Sicher bietet eine solche Lage auch diverse Vorteile – sei es nur der Ausblick in nahezu alle Richtungen. Aber auch die ständige Verfügbarkeit von Wasser spricht für den Platz, günstige Verteidigungsmöglichkeiten und, nicht zuletzt, die angenehme kühle Brise im Sommer (die allerdings im Winter in beißende Kälte umschlagen kann).
Was aber macht dieses Fleckchen Erde so attraktiv, dass es seit 3000 Jahren von Aposteln, Herrschern, Religionsstiftern, Rittern und Knechten umkämpft, umworben oder brutal zerstört und immer wieder aufgebaut wurde? Mit großer Sicherheit gibt es viele ähnliche geografisch und versorgungsmäßig gleich günstige oder sogar viel besser gelegene Plätze im Nahen Osten, die sich für eine Stadtgründung eignen. Eine schlüssige Antwort, warum es nun unbedingt die geografischen Koordinaten Jerusalems sein mussten, gibt es nicht; abgesehen von den vielen teilschlüssigen Antworten.
Wie auch immer es zur Auswahl dieser Lokation gekommen sein mag, heute ist die Ansammlung von gelbgrauen Steinhäusern (auch wenn sich neuerdings dahinter Beton verbirgt) ein faszinierendes, liebenswertes, zur Nachdenklichkeit anregendes und ständig herausforderndes Gebilde. Jerusalem – bis vor etwa 160 Jahren zwischen den hohen Mauern der Altstadt eingefangen – ist aber heute auch eine Art Wildwuchs auf den Bergen ringsum und daher geografisch vielleicht etwas schwieriger zu verstehen als manche andere Stadt.
Man muss sich in Erinnerung rufen, dass es bis zur Eroberung der Westbank nur eine Ausdehnungsrichtung gab, und zwar nach Westen. Schon die ersten Siedlungen außerhalb der Altstadt entstanden westlich der Mauern. So ist heute ein deutliches Gefälle von Wohlstand und Architektur von West nach Ost auszumachen. Östlich der Altstadt liegen die alten arabischen Dörfer, eng an die Berghänge geklebt, ungepflegte Straßen, einfache Häuser, wenig Komfort. Auch die jüdischen Siedlungen nordöstlich der Altstadtmauer machen einen eher ärmlichen Eindruck, während die neuen jüdischen Siedlungen – die zum Ärger der Palästinenser die Stadt nahezu völlig einkreisen – besser ausgestattet sind. Doch die Viertel im Westen und Südwesten sind gepflegt, modern wie überall in der westlichen Welt.
Die Altstadt selbst ist ein einziges Abenteuer der Sinneseindrücke, eine Schaubühne der Religionen und Rassen, eine Lebensgemeinschaft unterschiedlichster Menschen verschiedenster Herkunft auf engstem Raum. Diese Quadratmeile von alten und uralten Häusern, Palästen, Kirchen, Synagogen, Moscheen und Klöstern wird von einem unentwirrbaren Knäuel von Gassen und schmalen Sträßlein durchzogen. Überdachte Basare lassen kaum einen Blick zur Orientierung zu, man kann sich zu Beginn nur an bergauf oder bergab informieren; denn das Terrain fällt von Norden her zum Tempelberg hin stetig ab; geht man also bergauf, kommt man schließlich (meistens) an der Nordmauer mit ihren Toren an.
Und doch ist diese Altstadt nicht der große orientalische Basar, wie es der von Damaskus oder der Khan AlKhalili von Kairo ist. Einerseits scheinen die Souks von Jerusalem sauberer, aber deutlich steriler und von der Stimmung her nüchterner zu sein. Die Händler handeln nicht mehr in dem Maß wie es die Tradition des Orients will, schnelles Absahnen ohne großes Palaver ist angesagt. Wer einen Touristen in den Fängen hat, versucht die Klammer eisern zu schließen und den Auszubeutenden nur noch als Skelett entkommen zu lassen. Das gilt vor allem für die Kitsch- und Souvenirabteilung; in den Souks fürs tägliche Leben kommt noch viel eher ein Schwatz über die Kinder, Enkel und Urenkel des Basari zustande.
Morgens gegen 9 Uhr klappern die ersten Eisentüren, und einige Händler öffnen, eher missmutig, ihren kleinen Laden. Der eigentliche Betrieb beginnt frühestens um 9.30 Uhr. Abends gegen 18 Uhr klappern die Eisentüren erneut, und die Altstadt klappt zusätzlich die Bürgersteige hoch. Selbst die meisten der Restaurants versuchen noch schnell, die letzten halbwarmen Speisen an den Gast zu bringen und schließen wenig später. Zwar kann man auch um 20 Uhr vielleicht noch ein paar offene Shops finden (und dabei vielleicht sogar ein Schnäppchen machen), aber die Luft ist raus, die Atmosphäre zerfallen. Es beginnt die Zeit, in der die Altstadt etwas unheimlich wird und Frauen besser nicht allein durch das Halbdunkel gehen.
Aber die Altstadt ist nicht Souvenirmarkt allein. Sie ist genauso religiöser Kommerz. Da gibt es die Priester der unterschiedlichsten Konfessionen – vom schwarzen christlichen Äthiopien bis hin zu den blassen römisch-katholischen Profis -, die sich um den Gottesdienst in der Grabeskirche so streiten, dass das Gebäude eher zusammenfällt, als dass dringendst notwendige Restaurationen vorankämen. Da gibt es die Pilgerscharen, die, angeleitet von einem Mönch oder Priester, mit dem aufgeschulterten Kreuz die vierzehn Passionsstationen durcheilen. Da legt sich während der muslimischen Gebetszeiten die Geräuschkulisse der betenden Mullahs von den Minaretten der Stadt aufs hektische Getriebe. Und da sind die arroganten Felsendom- und AlAqsa-Wärter, die zwischen muslimischen und heidnischen Schuhen brutal unterscheiden und im Winter die Heiden zur Strafe erstmal auf den kalten Fliesen barfuß marschieren lassen.
Sicher und mit Recht fokussiert sich das touristische Interesse zunächst auf die Altstadt. Aber außerhalb dieses Kristallisationspunktes gibt es mindestens ebenso viel zu sehen und zu erleben. Eine der leichtesten Übungen – und der erfreulichsten – ist die Schatzgrube des Israel-Museums, dessen große archäologische Abteilung allerdings erst ab Mai 2010 wieder zu sehen ist. Sehr schwierig dagegen stellt sich für Deutsche und Österreicher der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad VaShem dar. Wer hier die Zeugnisse der Gräueltaten unserer Väter und Großvätergeneration sieht und hört, der traut sich nicht ans Tageslicht, möchte sofort abreisen, kann dem Taxifahrer, der auf dem Heimweg ins Hotel von Deutschland schwärmt, nicht glauben. Doch es vergehen nur ein paar Stunden mit den alle Sinne herausfordernden Eindrücken Jerusalems, dann verblasst das Holocaust-Geschehen in der Erinnerung, und man traut sich wieder unter die Menschen.
Jerusalem ist eine so seltsame Mischung aus Empfindungen, Gefühlen, Stimmungen, Herausforderungen. Man muss diese Stadt mit viel Zeit, am besten mehrmals erleben, auch zu unterschiedlichen Jahreszeiten, um das Spiel von Licht und Schatten, oder nur die vielen typischen und unterschiedlichen Gerüche wahrzunehmen.
Praktische Informationen
Touristische Informationen S. 163
Öffnungszeiten Sehenswürdigkeiten S. 164
Wichtige Adressen S. 165
Wichtig zu wissen S. 165
Sicherheit in Jerusalem S. 166
Verkehrsverbindungen S. 167
Was man unternehmen kann S. 168
Nightlife S. 169
Ausflüge S. 170
Shopping S. 170
Essen und Trinken S. 172
Übernachten S. 174
Besuchszeiten von Sehenswürdigkeiten
Besonders am Wochenende, aber auch an anderen Tagen kann es in Jerusalem passieren, dass man vor geschlossenen Türen steht – eine gute Besuchsplanung hilft, dies zu vermeiden. Damit Sie einfacher Pläne schmieden können, finden Sie eine übersichtliche Zusammenfassung der Öffnungszeiten zu Beginn der Praktischen Informationen S. 164
Sehenswertes in Jerusalem
Altstadt
****Grabeskirche, schön und/oder erhaben kann man die Grabeskirche nicht nennen, dennoch vermittelt sie Rückbesinnung, regt wegen ihrer historischen Bedeutung zum Nachdenken, aber auch zum Meditieren und Beten an, S. 147
****Tempelberg mit AlAqsa-Moschee und Felsendom, das Bau-Ensemble auf dem Moria-Hügel besitzt große Ausstrahlung, der Felsendom zählt zu den schönsten islamischen Bauwerken, die AlAqsa-Moschee ist ebenfalls sehr sehenswert, S. 139
****Western Wall Tunnel ermöglicht Einblicke in mehrere Jahrtausende jüdischer und Jerusalemer Geschichte, S. 137
***Jerusalem Archaeological Park/Ofel Garden, sehr interessante Ausgrabungsstätte, gute Einblicke in Tempel- und Stadtgeschichte, S. 138
***Jüdisches Viertel, durch Kriegseinwirkungen stark zerstört, daher neu und stimmungsvoll aufgebaut, wobei interessante historische Relikte zutage kamen; ein Besuch lohnt sich (Burnt House, Tempel Modell, Wohl Museum, Cardo Maximus), S. 150
***Westmauer (Klagemauer), wichtigste religiöse Stätte der Juden, gewaltiges Mauerwerk aus Herodes’ Zeiten, S. 136
***Zitadelle, Tower of David, mächtiger Gebäudekomplex, gutes Display, gute Informationen, S. 133
**Anna-Kloster und -Kirche, schöne Kreuzfahrerkirche in erholsamem Garten, Teich Bethesda, S. 143
**Via Dolorosa, fast jeder alte Kreuzgang vermittelt mehr vom Leiden Jesu als der vom geschäftigen Alltagsleben geprägte Weg der Schmerzen, der zum Standardprogramm der christlichen Pilger gehört, S. 143
**Stadtmauerspaziergang, guter Überblick über die Altstadt, S. 133
*Armenisches Museum, mit Sinn für Nostalgie macht das etwas verstaubte Museum durchaus Spaß, S.156
*Damaskustor, das fotogene, weil mächtigste Tor der Altstadt mit buntem Treiben und Relikten der Römerzeit, S.160
In direkter Umgebung der Altstadt
***Davidsstadt, der über 2700 Jahre alte Hiskia-Tunnel mit Warren-Schacht ist die
sehenswerteste Attraktion der Davidsstadt, S.158
***Ölberg, toller Blick auf die Altstadt, religionshistorisch interessanter Spaziergang nach Gethsemane, S.128
**Berg Zion, für Christen dürfte der Abendmahlssaal von Bedeutung sein, daneben beeindruckt das bauliche Ensemble, das hier im Laufe der Jahrhunderte entstand, S. 157
**Rockefeller Archaeological Museum, wichtige Funde aus vielen Epochen sind hier ausgestellt, doch das Israel Museum wird ab August 2010 wieder deutlich mehr bieten, S. 163
*Garden Tomb (Gartengrab), die als “alternative” Kreuzigungsstätte bekannte Anlage besticht vor allem durch den gepflegten Garten, S. 162
Westjerusalem
****Israel Museum mit dem Shrine of the Books und dem Jerusalem-Modell aus der Zeit des Zweiten Tempels, eines der ganz großartigen und bedeutenden Museen Israels und des Nahen Ostens, für das man ab Mai 2010 wieder besser zwei als einen Tag einplanen sollte, S. 172
****Yad VaShem, die wichtigste und ergreifendste Holocaust-Gedenkstätte Israels mit Historischem Museum, Kunstmuseum, Memorial Hall, Kindergedenkstätte und Tal der Gemeinden, S. 174
***Bible Lands Museum, von der Konzeption her interessant, da Zeitepochen über große geografische Gebiete dargestellt werden, S. 174
***Supreme Court, das von der Architektur her ungewöhnlichste Gebäude der Stadt mit hoher Symbolkraft für die Rechtsprechung, S. 171
**Bloomfield Science Museum, das “Museum zum Anfassen”, in dem Naturgesetze praktisch veranschaulicht werden, S. 172
*Ticho Museum, dieses hübsche kleine Museum der gleichnamigen Malerin sei hier auch wegen seines angeschlossenen Cafés erwähnt, S. 164
Unterkünfte (Ausschnitt aus der Liste zu Jerusalem):
Luxushotels
Das Gebäude des PALACE HOTEL von 1929, Ecke King David/Agron St, soll von Hilton in ein Waldorf-Astoria verwandelt werden – wenn denn mal die Finanzkrise überwunden wäre, www.thepalacejerusalem.com
KING DAVID, 23 King David St, Tel 6208888, Fax 6208880, www.danhotels.com/Luxury-Hotel-Jerusalem; gerühmt als das schönste Hotel Israels (siehe auch S. 170),
mF E+B $ 470-760, D+B $ 490-780, Royal Suite ab $ 3900
DAVID CITADEL, 7 King David St, Tel 6211111, Fax 6211000, www.thedavidcitadel.com; 1998 als Jerusalem Hilton eröffnetes Luxushotel, gut gelegen zwischen Altstadt und Weststadt-Zentrum, viele Veranstaltungen und reger Restaurantbetrieb,
Preis für die Royal Rabin Suite per Mailanfrage E+B $ 390-560, D+B $ 420-580
AMERICAN COLONY, 23 Nablus St, Tel 6279777, Fax 6279779, www.americancolony.com; (siehe auch S. 163), stimmungsvolle, erholsame Oase in einem ehemaligen türkischen Paschapalast und späteren Prominenten- und Pressehotel
mF E+B $ 370-390, D+B $ 440-480, Pasha-Räume D+B $ 510-620, Suiten bis $ 890
LEONARDO PLAZA (früher SHERATON), 47 King George St, Tel 6298666, Fax 6321667, www.fattal.co.il; viele Haredim, Rezeption unterbesetzt E+B ab $ 225, D+B ab $ 240
MAMILLA, 11 Shlomo HaMelekh St, Tel 5482222, Fax 5482220, www.mamillahotel.com; brand-neu, edles Design im ehemals arabischen Viertel, Bar auf dem Dach
E+B $ 290-375, D+B 309-395, Suiten bis $ 2800
MOUNT ZION, 17 Hebron St, Tel 5689555, Fax 6731425, www.mountzion.co.il;
mF E+B $ 232-390, D+B $ 250-410, Suiten (bis zu 10 Personen) bis $ 3000
REGENCY JERUSALEM, 32 Lehi St, Tel 180 0800234, Fax 5815947, www.regency.co.il; vortreffliche Lage auf dem Mount Scopus E+B $ 160-180, D+B $ 180-220, Suiten $ 340-720
AMBASSADOR, Nablus St (etwas verbaut zur Har HaZetim St), Tel 5412222, Fax 5828202, www.jerusalemambassador.com; 15 Minuten Fußweg zur Altstadt E+B $ 150-165, D+B $ 170-185
Hotels anderer Kategorien – Altstadt
GLORIA, 33 Latin Patriarchate St, unweit vom Jaffator, Tel 6282431, Fax 6282401, www.gloria-hotel.com; eigener Parkplatz, guter Blick vom Restaurant, sehr ruhig, gerade renoviert und gut eingerichtet, sauber, freundlich und hilfsbereit, Waage für das Fluggepäck in der Lobby, AC/Heizung, preiswert, wesentlich besser als z.B. Christ Church Guest House, WLAN, mF E+B $ 120, D+B $ 150
KNIGHT’S PALACE, Latin Patriarchate, Neues Tor, Tel 6282537, Fax 6275390, www.knightspalace.com; ein ehemaliges Priesterseminar wurde zum stimmungsvollen Pilgerhotel mit Einrichtung umgebaut (vom Hotel Gloria gemanagt), sehr sauber, AC/Heizung, mF E+B $ 110, D+B $ 140
CHRIST CHURCH GUEST HOUSE, Jaffator östlich der Zitadelle, Tel 6277727, Fax 6282999, www.cmj-israel.org; eigener Parkplatz, aus verschiedenen älteren Gebäuden zusammengeschachtelt, stimmungsvoll in Architektur und Nutzung der alten Architektur, teilweise recht laut, Unverheiratete nur in Einzelzimmern, Zimmer teilweise ziemlich eng, mF E+B ₪ 280-320, D+B ₪ 440-480
GREEK CATHOLIC PATRIARCHATE HOSPICE, St. Dimitri St (im Gebäude des Patriarchates), Tel 6282023, Fax 6286652, www.mliles.com/melkite/indexmelkiteotherholylandpatriarch.shtml; wie alle Hospize zweckmäßig eingerichtet, sehr sauber, Heizung E+B $ 58, D+B $ 80
EAST NEW IMPERIAL HOTEL, Jaffator (zweites Haus links), Tel 6282261, Fax 6271530;
www.newimperial.com; eines der ältesten Hotels in modernem Sinn, 1880 gebaut, u.a. logierte Kaiser Wilhelm hier, leider verrät der bescheidene Eingang nichts von der Nostalgie, die bereits das Treppenhaus sowie die Lobby ausströmen; die Zimmer entstanden durch Abtrennungen und sind manchmal bescheiden, dennoch gute Atmosphäre, freundlich-hilfsbereiter Besitzer, toller Ausblick vom Dach fast über die gesamte Stadt, große Küche zum selber Kochen, Internetzugang,
mF E+B $ 55, D+B $ 85, 3er $ 120
ARMENIAN CATHOLIC GUEST HOUSE, Via Dolorosa, 36, Tel 6260880, Fax 6261208, armenianguesthouse@hotmail.com; sehr freundlich eingerichtet, erstaunlich große Räume, TV, WLAN,
mF Dorm pP € 22, E+B € 55, D+B € 74, 3er € 90
CASA NOVA PILGRIM’S HOSPICE, 10 Casa Nova St (Nähe Neues Tor), Tel 6282791, Fax 6264370; keine Kreditkarten, von den Franziskanern unterhaltenes Hospiz, solide eingerichtet, sehr sauber, schöner Esssaal, Heizung, Einlass bis 23 Uhr, mF E+B $ 50, D+B $ 80
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Vom Jaffator zum Tempelberg
Das Jaffator öffnet den Eingang von Westen, also vom uralten Hafen Jaffa her. Es wird von den Juden Sha’ar Yafo und von den Palästinensern Bab AlKhalil genannt. Westlich vor dem Tor liegt die jüdische Neustadt von Jerusalem, dahinter nach Norden das Christliche und nach Süden das Armenische Viertel. Damit Kaiser Wilhelm II. und sein Tross bei seinem Besuch 1898 standesgemäß in die Altstadt einreiten konnten, schlugen die Türken eine Öffnung rechts neben dem ursprünglichen Jaffator in die Mauer, über die sich die heutigen Bewohner insofern freuen, weil sie den Autozugang ermöglicht. Im Moment wird hier allerdings heftig gebaut, sodass der Zuweg in die Altstadt noch schwieriger ist als sowieso schon. Zum Jaffator fahren die Busse 1, 20, 38.
Gleich neben der Mauerbresche erhebt sich die sehenswerte ***Zitadelle. Ihre Ursprünge legten die Hasmonäer im 2. Jh vC, große Teile gehen jedoch auf Herodes zurück, der die Anlage ca. 24 vC als Sicherung seines nebenan liegenden Palastes erbauen ließ. Als die Römer 70 nC die Stadt eroberten, zog eine Garnison in die Festung ein. Später verfiel die Anlage, sie wurde nacheinander von den Kreuzfahrern, Mamluken und Türken wieder aufgebaut. Im 14. Jh erhielt sie den Davidsturm anstelle des ehemaligen Phasaelturms.
Heute beherbergt die Zitadelle das interessante ***Tower of David Museum (Davidsturm-Museum, So-Do 10-16, Sa -14, Juli/Aug Sa-Do -17, Fr 10-14, englischsprachige Führung jeweils 11 Uhr, ₪ 30, Kinder die Hälfte. Öffnungs- und Anfangszeiten wechseln immer mal: Tel 6265310, www.towerofdavid.org.il). An manchen Abenden wird eine gute Sound and Light Show zur Geschichte Jerusalems geboten (für draußen warm genug anziehen, bei Regen fällt’s aus, 45 Minuten, Mo/Mi/Do/Sa 19 & 20, Sa 30 min später, Sommer 21.30, ₪ 50, Kinder 40, kombinierbar mit Tagesticket, Reservieren empfohlen: Tel 6265333). Das Museum schildert mit hervorragenden Displays sowohl die Geschichte der Zitadelle als auch die der Stadt. Im Garten kann man Ausgrabungen betrachten, vom Davidsturm und den Mauern bieten sich immer wieder neue Ausblicke auf die Altstadt und Westjerusalem.
Gegenüber der Zitadelle erhebt sich die Anglikanische Kirche (Christ Church) im neugotischen Stil, die erste protestantische Kirche des Nahen Ostens; sie wurde 1849 eingeweiht. Direkt um sie herum gibt es eine Reihe anderer protestantischer Einrichtungen wie Missionsstationen und das einstmals erste moderne Hospital Jerusalems. Das Gebäude rechts der Kirche war der Sitz des britischen Konsuls und ist heute ein von der Innenarchitektur her stimmungsvolles Hospiz. Schließlich gibt es hier die auf Seite 184 genannte christliche Informationsstelle.
Obwohl das Armenische Viertel gleich nebenan liegt, wollen wir diese historischen Stätten zunächst rechts liegen lassen und der David St (Souk AlBasar) nach Osten folgen, die vom Tor aus praktisch geradewegs in das Herz der Altstadt führt. Hier geht es mitten hinein in das Basarleben, vordergründig findet hier Orient in seiner schillernden Vielfalt und seinen uralten Traditionen statt. Tatsächlich handelt es sich um brutalen Kommerz, dem Sie Ihren gesunden Verstand und viel Misstrauen sowohl in Preise als auch in qualitative Aussagen oder Altersangaben entgegensetzen sollten. Bereits hier, am Beginn der vielen Souks, kann man sich unzählige Souvenirs andrehen lassen – wenn Sie Ihr Geld in der Altstadt verprassen wollen, schauen Sie sich zunächst um und kaufen Sie erst beim zweiten oder dritten Besuch.
Beiderseits der David St breitet sich der Souk AlBasar aus. Ungefähr in der Hälfte der Straße liegt links der Souk Aftimos, an der dritten Querstraße nach links ausgeschildert. Diese Straße (Muristan St) führt übrigens zur nahe gelegenen Grabeskirche (siehe S. 147). Gehen Sie die David St bis zu ihrem Ende, d.h. dort, wo man auf eine T-Kreuzung stößt. Die drittletzte Straße kurz vor dieser Kreuzung rechts ist praktisch die Verlängerung des von Nord nach Süd verlaufenden, sehr lebendigen Souk Khan EzZeit, die hier als ElHussor St ausgeschildert ist und ab der St. Mark’s St dann Habad St heißt.
Die vorletzte Straße führt rechts zum Cardo Maximus, der aus römischer Zeit stammenden, wieder freigelegten Hauptstraße (siehe S. 154). Doch gehen Sie bis zur letzten Querstraße weiter, um dann an der T-Kreuzung rechts abzubiegen und gleich in die nächste, die Silsileh St (hebräisch HaShashelet – Kettenstraße), links hinunterzugehen; also die Richtung der David St etwas versetzt beizubehalten. Nördlich dieser Gasse, die den Spuren einer mamlukischen Verbindungsstraße folgt, liegt das Muslimische Viertel, das am dichtesten besiedelte der Altstadt.
Gleich zu Beginn steht links die aus der Kreuzfahrerzeit stammende, gut erhaltene Karawanserei Khan AsSultan (auch Wakala), in der sich durchreisende Händler samt Reittieren einmieten und gleichzeitig ihre Waren verkaufen konnten. Nach der Abzweigung der Misgav Ladakh St kann man rechts einen Blick auf eine ehemalige Koranschule namens Tashtamuriya werfen oder aber ein paar Schritte in diese Gasse hineingehen und vom ersten Platz links bereits die West(Klage)mauer betrachten. Wenn Sie die Silsileh St immer weiter wandern, würden Sie am Ende der Straße vor einem der großen Tore zum Tempelberg stehen; Sie dürfen aber nicht hinaufgehen, denn Nichtmuslimen ist nur noch der Eintritt durch das Bab Mughrabi gestattet. Dort würden Sie das Gebäude des Mamluken Tankisiya anschauen können, der sich 1312 vom Sklaven zum Gouverneur von Damaskus aufschwang, 1342 jedoch hingerichtet wurde. Doch wir wollen einen kurzen Umweg einlegen und ein Stück zuvor rechts in die Western Wall Road (so ausgeschildert) (hebräisch HaKótel St) abbiegen, um zur Westmauer zu gelangen.
Sie werden – nach der unvermeidbaren Sicherheitskontrolle – auf einem erstaunlich großen Platz in der Altstadt ankommen; ursprünglich reichte die Bebauung bis vier Meter an die Mauer heran. Die (arabischen) Häuser wurden 1967 nach der Eroberung Jerusalems durch die Israelis abgerissen, wohl nicht zuletzt aus Sicherheitsüberlegungen. Denn auf der anderen Seite erhebt sich eine der Stützmauern des Tempelbergs, hier heißt sie ***Westmauer (hebräisch HaKótel; d.h. Westmauer, der Begriff Klagemauer ist heute eher verpönt). Dieser Mauerteil lag dem Allerheiligsten des Zweiten Tempels am nächsten, hier beten die Juden und manche klagen vielleicht über den Verlust des Tempels. Das heilige Mauerstück – das erst in der Nach-Kreuzfahrerzeit seine heutige Bedeutung erlangte – ist nur 48 m lang und 18 m hoch, rechts beten die Frauen, links, durch ein Gitter getrennt, die Männer. Wer einen Wunsch an Gott hat, schreibt ihn auf einen kleinen Zettel und steckt ihn in die Mauerritzen. In der Praxis handelt es sich um eine große, offene Synagoge.
Die Zettel in den Ritzen enthalten Gebete und Wünsche an Gott, sie werden zweimal jährlich auf dem Ölberg vergraben. Juden von außerhalb können ihre Anliegen auch per Fax oder Mail an fromme Institutionen übermitteln, die sie dann in die Ritzen stopfen. Die Zettel sind tabu, sodass es ein großer Affront war, als 2008 der Zettel des damaligen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama von einem Studenten herausgefischt und einer Tageszeitung zum Abdruck verkauft wurde.
Hier herrscht ständiges Kommen und Gehen, am Freitagabend ist Hochbetrieb: Vor allem streng orthodoxe Juden mit dem leicht ins Genick geschobenen schwarzen Hut „schütteln“ sich im Gebet vor der Mauer, Soldaten mit der MP auf dem Rücken, Schüler oder Hausfrauen kommen, für ein schnelles Gebet, an diesem heiligen Platz vorbei. An Samstagen (weniger am Montag und Donnerstag) finden hier Bar Mizwa-Zeremonien statt. Auf den direkten, durch eine kleine Mauer abgegrenzten Bereich vor der Westmauer wird niemand ohne Kopfbedeckung – am Eingang auszuleihen – eingelassen, Frauen müssen schulterbedeckende Kleidung tragen. Zum Platz fahren die Busse 1, 2 und 99, www.thekotel.org.
Leicht unangenehm sind Leute, die gewissermaßen als Kampf-Segner an der Westmauer unterwegs sind. Jemand kommt direkt auf Sie zu, fragt nach Ihrem Namen, spricht eine etwa zwei Sekunden dauernde Beracha, einen Segen, auch für Ihre Kinder und Verwandten, falls Sie deren Namen auch verraten. Danach will er für diesen ungebetenen, eigentlich ja netten Service Geld von Ihnen, natürlich für ein ganz wichtiges soziales Projekt und an diesem heiligen Ort möglichst hoch. Überlegen Sie sich schon mal eine passende Antwort, falls Sie diese Form der Geldmacherei nicht schätzen.
Links der Mauer ist ein Brückenbogen des antiken Zufahrtsweges zum Tempelplatz erhalten, er ist nach seinem Wiederentdecker Wilson’s Arch benannt, aber von den Häusern links am Platz überbaut. Seine Basis beherbergt jetzt eine Synagoge für die Betenden, in deren Eingang an der Westmauer sich die schwarzbefrackten orthodoxen Juden hinein- und herausdrängen wie Bienen am Schlupfloch zum Korb. Dort müssen Sie auch hinein, um den gewaltigen Bogen bewundern zu können (für Frauen ist dieser Eingang verboten, aber es gibt einen extra Frauenbalkon mit anderem Zugang).
Ganz in der Nähe (neben den Toiletten) liegt auch der Eingang zum ****Western Wall Tunnel (Kótel Tunnel; ausgeschildert Western Wall Heritage), dessen Besuch leider etwa acht Wochen im Voraus bei The Western Wall Heritage Foundation unter Tel 6271333, 159 95158888 oder www.thekotel.org gebucht werden muss (nur geführte Besichtigungen, So-Do 7-abends, Fr -12, ₪ 30, Kinder 15). Das Telefon ist häufig besetzt. Die Tourist Information am Jaffa Gate schickt Interessenten alternativ zu Zion Walking Tours, dort muss man sich einer Stadtführung anschließen, und es wird etwa fünffach teurer. Der Tunnelweg an der Mauer entlang gehört zu den durchaus eindrucksvollen Erlebnissen, die Jerusalem zu bieten hat. Allerdings eignet sich die etwa einstündige Tour durch zum Teil sehr feucht-warme, häufig sehr enge Gänge weniger für Menschen, die unter Klaustrophobie leiden.
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5. Tel Aviv und Umgebung
Über eine Stadt, die nie schläft
Tel Aviv bedeutet Frühlingshügel. Die größte Stadt Israels kokettiert ein bisschen mit diesem Begriff, denn sie verkörpert den Aufbruch in die neue Zeit wie keine andere in diesem Land. Seit ihrer Gründung 1909 ist sie förmlich explodiert; heute beherbergt die zweitgrößte Stadt Israels 400 000, der Großraum Tel Aviv über 3,2 Millionen Menschen, hier werden Wirtschaft und das moderne Leben des Landes ganz entscheidend angetrieben. Diese Stadt ist 24 Stunden lebendig, getreu dem Satz: „In Jerusalem wird gebetet, in Haifa gearbeitet und in Tel Aviv gelebt.“
Am heftigsten lebt man am Freitagabend, dann ist laut einem Hotelier „die Hölle los” – am Samstagvormittag „sind die Helden müde“ und kommen erst nachmittags wieder richtig in Schwung. Die einschlägigen Straßen gleichen Müllhalden, weil den Nachtmenschen alles aus der Hand fällt und die Müllabfuhr am Shabbat nicht arbeiten darf. Ab 19 Uhr öffnen samstags bereits viele Geschäfte. Für die nicht wenigen Angestellten beginnt die Arbeitswoche tatsächlich, wie im jüdischen Kalender vorgesehen, am Samstagabend. Doch für die Yuppies, für das Establishment, das diese Metropole Tag und Nacht antreibt, beginnt das richtige Leben erst um Mitternacht, wenn die angesagten Lounges und Clubs öffnen und man die Freunde trifft, mit denen man nachmittags surfen war. Schließlich ist die Hälfte der Einwohner zwischen 20 und 30 Jahre jung, und sie kommen oder sind Abkömmlinge aller Nationen, in denen Juden leben oder lebten – Irak, Russland, Usbekistan, Polen, Jemen, Deutschland, USA …
Tel Aviv schläft wenig, diese Stadt misst sich, etwas überheblich vielleicht, mit dem Leben in Paris, London oder New York. Wer sich nicht die halbe oder ganze Nacht in Restaurants und Diskos um die Ohren schlägt, sitzt surfend vor dem Bildschirm oder knobelt neue Software aus. Rund 1000 Computerfirmen sorgen dafür, dass sich der Ruf der Stadt vom israelischen Silicon Valley festigt und die Freaks einen Job finden – Tel Aviv zählt weltweit zu den zehn wichtigsten HighTech-Städten. Aber auch TV-Studios, Plattenfirmen oder Werbeagenturen geben der Stadt den Touch von Moderne, Unbändigkeit und Dynamik. Oder die Mädchen, die hübschesten der Welt, balancieren auf hohen Plateauschuhen oder Stilettos grazil und elegant um die Löcher in den Bürgersteigen herum, tragen ihre Reize an den endlosen Stränden zur Schau, damit die Surfer auf den Wellen sich nicht zu weit ins Meer wagen.
Tel Aviv ist nicht prüde. Die erste Love Parade fand zwar erst 1998 statt, ist aber wie die Gay Pride eine feste Institution. 2008 schließlich öffnete Israels erstes Sex-Festival seine Pforten. Die sogenannte „Zweite Bürgermeisterin” ist zumindest im Ausland bekannter als der erste Bürgermeister, sie war einmal ein Mann, nennt sich Dana International und holte 1998 als Popsängerin mit dem Schlager „Viva la Diva“ den Grand Prix d’Eurovision nach Israel, besser nach Tel Aviv. Das hat ihr die Szene bis heute nicht vergessen. In Jerusalem würde sie gesteinigt, die Ultraorthodoxen verunglimpfen sie als „Stimme Satans”. Aber Tel Aviv ist frei und selbstbewusst genug, auch den Extremen den Freiraum zum Atmen und Lebensraum zu ermöglichen.
Man muss das alles ein bisschen im Kopf haben, wenn man auf dem Ben Gurion Flughafen vom Himmel fällt und in Tel Aviv landet. Denn eine Schönheit ist diese Stadt keineswegs. In Eile gewachsen, fast möchte man meinen, für jedes Einwandererschiff wurde wieder ein Stück hinzugebaut, macht die Masse der Häuser, abgesehen vom Bauhaus-Weltkulturerbe wenig her. Der Salzwasserwind von Westen her lässt die Häuser früher altern als anderswo, angereichert von einer Luftverschmutzung, die nach Erkenntnissen der Analytiker zu den schlimmsten der Welt zählt und im Jahr rund 1100 Opfer fordert.
Gerade in Tel Aviv fällt auch die „Jalousien-Architektur“ der älteren israelischen Häuser sehr deutlich auf. Die schattenspendenden und in Zeiten, bevor man sich Klimaanlagen leisten konnte, dringend nötigen Jalousien bedecken meist die gesamte Fensterfront einschließlich der Balkone oder Veranden. Diese Lamellen-Fassaden lassen die Häuser ziemlich uniform, geradlinig und einfallslos aussehen. Bei den neueren Bauten hingegen lassen die Architekten ihre Fantasie spielen; sowohl beim Einfamilienhaus wie auch bei den Stadthochhäusern sieht man interessante bis ungewöhnliche Lösungen.
Wer von der Fassade der Luxushotelburgen in Strandnähe nach Westen wandert und nicht die modernen Bürohochhäuser ins Visier nimmt, der stößt immer wieder – selbst an der Strandpromenade – auf verfallende Hausruinen und “Trümmergrundstücke”. Eher stolpert man über die holprigen Bürgersteige, als dass man leichten Schrittes dahinlaufen könnte, und den ziemlich allgegenwärtigen Hundekot sollte man im Auge behalten. Tel Aviv zeigt wie keine andere israelische Stadt zwei Gesichter: Wenn man am Shabbat durch die leeren Straßen wandert, fällt das abgehärmte, ja morbide Fassadengesicht besonders krass ins Auge, doch ab Sonntagmorgen treibt einen die Hetze und Dynamik der Geldmaschine vorwärts, verdeckt alles und lässt keinen Augenblick der Betrachtung zu.
Aber Tel Aviv ist nicht nur die Hauptstadt von Kommerz und Freizeit, sondern auch die der Musik, Kunst und Kultur. Gute zwei Dutzend Theater, Konzertsäle, Mehrzweckbühnen, Museen und noch mehr Galerien bieten jede Menge Abwechslung für die vielen Kunstfanatiker der Stadt. Darüber hinaus halten viele Tel Aviv inzwischen für Weltspitze in der Modebranche. Wenn auch die meisten kulturellen Veranstaltungen bald ausgebucht sind, so findet sich doch für den Fremden häufig noch ein Platz. Doch die meisten Besucher kommen wegen der meilenlangen Strände in die Großstadt am Meer, sie wollen sonnenbaden, schwimmen, surfen oder sich sonstwie vergnügen.
Selbst in der Historie hat die Stadt mit dem 4000 Jahre alten Jaffa, den Ausgrabungen am Tel Qasile und den Museen eine Menge zu bieten. Und wer am Tag noch nicht genug unternommen hat, kann sich in den Kneipen und Pinten, den Discos und Nachtclubs bis zum frühen Morgen amüsieren.
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Sonnenstadt Elat
Elat – sozusagen Schwesterstadt des jordanischen Aqaba – besitzt nur 11 km Küste am Roten Meer, aber nahezu ewigen Sonnenschein und trockenes, eher heißes Klima. Die 49 000-Einwohner-Stadt ist der einzige Hafen Israels am Roten Meer, mehr aber ein quirliges Touristenzentrum, das nahezu 365 Tage im Jahr, Tag und Nacht, in Betrieb ist. Rund 11 000 Hotelzimmer stehen für Besucher bereit, mit steigender Tendenz und Wettergarantie: Sonnenschein quasi vom 1. Januar bis zum 31. Dezember; selbst im Winter erreichen die Tagestemperaturen noch gute 20 Grad. Attraktionen sind aber auch die urgewaltige Felslandschaft, an die sich die Stadt anlehnt, wie auch der Küstenstreifen am Roten Meer.
Wenn man den im Stadtzentrum liegenden Stadtflughafen einbezieht, zeichnet sich fast schon ein Bild der Stadt. Westlich des Airports zieht sich das Zentrum Elats den Berg hinauf mit einem großen Kanyon Shoppingcenter, Post, Busterminal etc. Östlich des Flughafens beginnt das Wadi Arava mit dem Sandstrand, der North Beach genannt wird, an dem sich die feudalen und etwas weniger vornehmen Hotels teils am Strand, teils um eine Lagune angesiedelt haben. Fährt man von Norden auf die Stadt zu, so sehen diese Hotelburgen wie Wellenbrecher aus, die das Wadi vor den Fluten des Roten Meers schützen. Der Nordstrand, das Ende des Golfs von Elat, macht dann einen scharfen Bogen nach Süden. Gleich an der Ecke steht ein weiteres, mächtiges Shoppingcenter, die Mall HaYam. Bald folgen in Richtung Süden die Hafenanlagen, ein Stück weiter südlich beginnt der von Korallen gesäumte Küstenstreifen, der Elat wegen seiner wunderbaren Unterwasserwelt ebenfalls berühmt macht (und der quasi erst an der Südspitze des Sinai endet).
Vermeiden Sie Elat während des Passahfestes und während des Laubhüttenfestes – Daten siehe S. 64. Ganz Israel stürzt sich während dieser Zeit (meist je eine Woche) auf die Stadt, alles ist überfüllt und überteuert. Eigentlich sollte man sagen, trotz Steuerfreiheit über-überteuert, denn Elat ist ohnehin schon ein kostspieliger Platz – also nicht unbedingt für sparsame Menschen für längere Zeit zu empfehlen. Aber Tanken lohnt sich.
Der stockende Friedensprozess hat übrigens ein für Elat nicht unwichtiges Projekt zum Stillstand gebracht: einen gemeinsamen Flughafen mit Aqaba, auf dem bereits 1997 probeweise Flüge abgefertigt wurden. Vielleicht wird mal in der Gegend von Timna ein rein israelischer Flughafen gebaut.
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Kennenlernen
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Hier liegt der **North Beach, ein schöner flacher Sandstrand und der beliebteste in Elat. Er unterteilt sich in eine Reihe von Einzelstränden, die meist nach den dahinter liegenden Hotels benannt sind. Fast überall kann man Liegestühle mieten, findet Duschen und viele gleich gesinnte Sonnenanbeter. An drei Stellen sind Lebensrettungsschwimmer stationiert. Parallel zum Wasser verläuft die Promenade, die besonders abends zum Leben erwacht, auf der man bummelt und sich zeigt. Im Osten endet die Promenade quasi am Herod’s Hotel. Man kann aber über den dortigen Kanal hinweg weitergehen (oder zwischen dem Herod’s und der King’s City weiterfahren) und kommt dann der jordanischen Grenze schon ziemlich nahe. Der Sunbay Beach in diesem Abschnitt ist nicht so überlaufen. Auch die East/Peace Laguna, zu der sich der eben erwähnte Kanal landeinwärts ausweitet, bietet Badestrand mit Wasser aus dem Golf zum Baden und Zelten mit vergleichsweise wenig Publikum. Nördlich hinter der Hotelfassadenfront der ersten Reihe (ausnahmslos 5*Herbergen) siedelten sich etwas weniger prestigeträchtige, aber immer noch teure Unterkünfte an, zum Teil um die westliche Elat Lagune mit den Jacht-Liegeplätzen, zum Teil aber auch ohne direkten Wasserblick oder -anschluss.
Der Themenpark *King’s City ist ein Vergnügungsgelände vor allem für Familien mit Kindern, das thematisch lose von Informationen über antike Geschichte und Gestalten des Alten Testaments zusammengehalten wird – z.B. wird das Leben König Salomos durch eine Bootsfahrt erschlossen, nicht gerade das typische Fortbewegungsmittel im alten Israel. Die fantasievolle Annäherung an die Vergangenheit bietet weiterhin die interessante, eher naturkundliche Höhle der Illusionen und der Weisheit. Ein Panoptikum mit biblischen Gestalten ist dagegen weniger spektakulär als die Höhle, in der sich die Wachsfigur-Szenen befinden. Ansonsten wartet eine Vielzahl kulinarischer Angebote, falls das trotz des Eintrittspreises noch drin sein sollte; So-Do 9-1 (Kasse bis 22), Fr bis 1 Std. vor Sabbatbeginn, nach Sabbatende bis 1 Uhr nachts, ₪ 118, Kinder ₪ 95, Tel 6304444, www.kingscity.co.il.
Wenn Sie am oben genannten Kreisel HaArava/Durban St nach rechts bergauf in die Yotam St abbiegen, dann liegt linker Hand das bereits seit 1968 sogenannte New Tourist Center mit Shops und Hotels. Außerdem ballen sich hier Kneipen, Restaurants und Kurzweilangebote aller Art, die sich vor allem an Teenager wenden. Beispielsweise finden sich außerhalb dieser Altersgruppe nur wenige Teilnehmer an der stockfinsteren Zu-Fuß-Geisterbahn Nightmare, weil Herz- und Fußkranke vermutlich ahnen, dass hier ein Alptraum Wirklichkeit werden könnte – die „Gespenster“ legen es nämlich auf nicht gerade harmlose Schockeffekte an und zeigen sich besonders um das weibliche Publikum bemüht; www.nightmare.co.il (hebräisch). Ebenfalls Kontakt zu jungen Damen, aber nur für Erwachsene und vermutlich weniger aufregend, ermöglicht der Stripclub GoGo, erreichbar über einen der Hintereingänge des New Tourist Center, Tel 050 5262333. Die nächste Striptease-Party kennt angeblich Tel 054 6170418.
Auf der anderen Seite der Yotam St gibt es harmlosere Unterhaltung: die Pyramide des IMAX-Kinos mit üblichen 3D-Filmen und mindestens einem Meeresfilm (www.imaxeilat.com) und nebenan das historische Museum mit Stadtgeschichte seit 1949, das mitten in dem ganzen Fun-Getöse ringsum etwas deplatziert wirkt; Mo-Do 10-20, Fr 10-14, Sa 12-20, ₪ 10, www.eilat-history.co.il (hebräisch). Gleich daneben befindet sich zu selben Öffnungszeiten die Elat Art Gallery mit lokalen Kunstobjekten aller Art, Eintritt frei.
Daher soll es lieber tagsüber weiter auf der HaArava St – die später Mizrayim (= Ägypten) St heißt – nach Süden Richtung Tabah gehen.
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9. Palästina – künftiger Staat der Palästinenser
Reisen in palästinensischen Gebieten
Man muss kein Held sein, um Palästina zu bereisen, obwohl vermutlich mehr als 95 Prozent der Israelis von einem Besuch der palästinensischen Gebiete abraten würden. Da ist etwa die Erinnerung an die entsetzten Blicke eines distinguierten älteren Juden auf die Frage nach der richtigen Linie nach Jericho an einer Taxi-Umsteigestelle. Er warnte eindringlichst vor den Gefahren und bat, doch in sein Auto einzusteigen und schnellstens nach Jerusalem zurückzukehren. Trotz dieser Warnung war es ein angenehmer Aufenthalt bei interessanten Gesprächen in Kaffeehäusern in Jericho und Ramallah. Eine Leserin schrieb, dass israelische Soldaten am Kontrollpunkt vor Jericho sie mit dem Argument abgewiesen hätten, es seien Unruhen in der Stadt. Sie nahm die Umgehungsstraße und versuchte ihr Glück von Norden her – und erlebte eine friedliche, freundliche Stadt.
Israel scheint derzeit die Barrieren innerhalb der besetzten Gebiete zu reduzieren und dafür die Hürden gegenüber Palästina zu erhöhen. Dies ermöglichte sogar seit 2009 einen kleinen Wirtschaftsaufschwung in der nördlichen Westbank, auch wenn der „Boom“ ohne politische Freiheit nicht lange vorhalten wird. Immerhin können sich nun auch Europäer freier bewegen. Dazu tragen ebenso neue Ortsschilder bei, die die Orientierung sehr verbessern.
Üblicherweise passiert dem Normalbürger nichts in den palästinensischen Gebieten. Doch wenn irgendwo ein kleiner Funke eine Explosion auslöst, gerät ein Israeli schneller in eine prekäre Situation als ein Ausländer. Allerdings entlädt sich der Hass meist gegen die Soldaten als Vertreter der Besatzungsmacht. Als ganz normaler Tourist wird man von der palästinensischen Bevölkerung sehr freundlich und sehr offen willkommen geheißen. Es ist deutlich zu spüren, dass sich die Menschen über ausländische Besucher freuen.
Unangenehm bis gefährlich können jüdische Siedler werden (siehe S. 97), die sich – beschützt von der Armee – quasi in einem rechtsfreien Raum bewegen und dies die Palästinenser spüren lassen. Besonders aktiv sind die Jugendgruppen der sogenannten Hilltop Youth (hilltop: die Siedlungen liegen meist auf Hügelkuppen) mit einer unangenehmen Mischung aus rechtsradikal-religiösen Ansichten und Gewaltbereitschaft, was jedoch Begeisterung für biologische Landwirtschaft und Hippie-Klamotten nicht ausschließt. Die Non-Government Organisation Btselem versucht Übergriffe wenigstens per Video zu dokumentieren, www.btselem.org. Ziehen Sie also besser nicht das neue Palästinensertuch an, sondern bleiben Sie als Tourist erkennbar: Kamera vor dem Bauch, Frauen am besten in Hosen. Das steigert die Chance, bei Zwischenfällen ungeschoren davonzukommen.
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Besuch eines Flüchtlingslagers
Die Leichtigkeit Ramallahs geht verloren bei der Besichtigung eines Flüchtlingslagers. In Jerusalemer Hostels (z.B. PETRA) werden solche Trips angeboten, oder man erkundigt sich bei den auf S. 412 genannten Anbietern („Touren“). Bei einem Besuch wird man die heutige Wirklichkeit der Lager sehen und damit einen Eindruck vom Leben der Vertriebenen gewinnen. Vielleicht auch eher die Verzweiflung verstehen, mit der sich die Palästinenser gegen den Verlust ihres Eigentums, ihrer Lebensqualität und gegen eine widerrechtlich agierende Besatzung wehren (siehe auch Kasten S. 101).
Zunächst einmal ist ein Refugee Camp (Flüchtlingslager) kaum von ärmeren arabischen Vierteln zu unterscheiden. Die Zeiten, als die Flüchtlinge noch in Zelten, später in armseligen kleinen Einraumhäuschen hausten, sind längst vorbei. Die Palästinenser sind viel zu unternehmerisch, um über Generationen ihr Leben in Hütten zu verbringen und von UNO-Rationen abhängig zu sein. Zwar gehört der Boden immer noch der UNO, aber den Notunterkünften von einst entwuchsen mehrstöckige Häuschen oder Häuser. Die Bewohner gehen – soweit sie nicht arbeitslos sind – einer Beschäftigung nach, die Kinder studieren oder sind zumindest schulisch wie alle Palästinenser gut ausgebildet.
Am Eingang von Refugee Camps wie dem des AlAmari, westlich an der Straße nach Jerusalem gelegen, findet man häufig Heldenverehrung von Intifada-Kämpfern, die durch israelische Einwirkung ihr Leben verloren. Je mehr Israelis jemand umbrachte, desto stärker wird er verehrt, selbst wenn er für jeden Mord lebenslang verurteilt und das Haus der Familie dafür von den Israelis niedergewalzt wurde. Die PA baut dann jedem der Brüder ein eigenes Apartment in der Nähe. Gern werden auch junge gelähmte Intifada-Kämpfer vorgeführt, denen israelische Soldaten ganz bewusst das Rückgrat brachen oder gebrochen haben sollen.
Deprimiert fährt der Besucher wieder davon; deprimiert vor allem, weil der schier unlösbare Konflikt so deutlich bewusst wird: Männer, die hier verehrt werden, weil sie sich gegen die jahrzehntelange Besatzung wehrten und Soldaten der Besatzungsarmee töteten, werden 16 km weiter südlich als terroristischer Paria betrachtet und für den Rest des Lebens eingekerkert. Der blanke Hass auf die Juden, der aus den Erklärungen des Führers im Flüchtlingslager sprüht, findet sich umgekehrt wieder, wenn man in Jerusalem z.B. rechtsgerichtete jüdische Publikationen liest oder auf rassistische Siedler trifft – vielleicht nicht so direkt, sondern subtiler.
Inhaltsverzeichnis (des Reiseführeres)
Buch-Konzeption . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
1 Alles über Reisen in Israel
und Palästina . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Verstehen und Verständnis . . . . . . . . . . . . . . 15
Ein ungewöhnliches Stück Orient . . . . . . . 15
Was man alles unternehmen kann . . . . . . 16
Vorbereiten der Reise, sich informieren . . . . .17
Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Karten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Verständigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Internet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Israel - allgemeine Informationen . . . . . . . 22
Israelische Seiten – Reisen . . . . . . . . . . . . 23
Palästinensische Seiten . . . . . . . . . . . . . . . 23
Touristische Informationen . . . . . . . . . . . . . . 24
Einige Fluglinien nach Tel Aviv . . . . . . . . . 24
Teilorganisierte Reisen . . . . . . . . . . . . . . . 25
Papierkram – Pass, Visum. . . . . . . . . . . . . . . 26
Reiseziele und -routen . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Was man außerdem noch unternehmen
kann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Klima und Reisezeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Ausrüstung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Kleidung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Fotografi eren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Ausrüstung für Camper . . . . . . . . . . . . . . . 34
Ausrüstung für Radfahrer . . . . . . . . . . . . . 35
Anreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Wie man gesund bleibt . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Ankunft und Einreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
2 In Israel und Palästina
zurechtkommen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Ankunft und Einreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Einreise/Abstecher
nach Jordanien oder Ägypten . . . . . . . . . . . . 42
Sich in Israel informieren . . . . . . . . . . . . . . . 44
Sich fortbewegen – unterwegs in Israel und
Palästina . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Busse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Eisenbahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Taxi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Mietwagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Autofahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Per Fahrrad unterwegs . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Hitchhiking, Trampen . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Organisierte Touren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Ein Platz für die Nacht. . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Hotel-Beschreibungen in diesem Buch . . . 52
Übernachten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Essen und Trinken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
Alleinreisende Frauen, Homosexuelle . . . . . 59
Geld und Währung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Shopping, Öffnungszeiten . . . . . . . . . . . . . . . 62
Feier- und Festtage in Israel . . . . . . . . . . . . . 63
Jüdische Feiertage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Islamische und
palästinensische Feiertage . . . . . . . . . . . . 68
Christlich-orthodoxe Feiertage . . . . . . . . . 69
Telefon, Internet, Post, Elektrizität . . . . . . . . 70
Unterhaltung, Sport. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
3 Land und Leute . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
Geschichte Palästinas . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
Der Präsident und sein Land . . . . . . . . . . . . . 76
Israelitische Epoche . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
Juda . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
Zwischenspiel der Perser . . . . . . . . . . . . . . 80
Hellenistische Epoche . . . . . . . . . . . . . . . . 80
Hasmonäer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
Römische Epoche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
Christen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
Arabisch-islamische Epoche . . . . . . . . . . . 84
Kreuzfahrer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
Mamluken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
Osmanen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
Mandat der Engländer . . . . . . . . . . . . . . . . 87
Israel – Staat der Juden . . . . . . . . . . . . . . . . 87
Kurze, aber ereignisreiche Geschichte . . . 87
Die Zukunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
Der heutige Staat Israel . . . . . . . . . . . . . . . 91
Palästina –
künftiger Staat der Palästinenser . . . . . . . . . 93
Vorbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Historischer Abriss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Streitpunkt Siedlungen . . . . . . . . . . . . . . . 97
Menschenrechte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
Was hätten wir in Deutschland getan,
wenn… . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Wasserrecht – Wassernot . . . . . . . . . . . . 102
Menschen in Israel und Palästina. . . . . . . . 103
Die streng orthodoxe Jüdin . . . . . . . . . . . 105
Hebräisch, die erneuerte alte Sprache . . 106
Die Palästinenser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
Tscherkessen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
Drei monotheistische Religionen . . . . . . . . 108
Judentum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
Christentum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110
Islam . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
Landschaften Israels . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
Flora und Fauna . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117
Wirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
4 Jerusalem und Umgebung . . . . . . . 121
Jerusalem muss man erleben . . . . . . . . . . . 121
Als Tourist in Jerusalem . . . . . . . . . . . . . 122
Jerusalem kennenlernen. . . . . . . . . . . . . . . 125
Die Kreuzritter erobern Jerusalem . . . . . 126
Ausblicke auf die Stadt . . . . . . . . . . . . . . 128
Vom Ölberg zum Zionstor . . . . . . . . . . . . . 128
Die Altstadt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
Die Souk-Straßen der Altstadt . . . . . . . . 134
Vom Jaffator zum Tempelberg . . . . . . . . . 134
Tempelberg mit Felsendom . . . . . . . . . . . 139
Über die Via Dolorosa zur Grabeskirche . 142
Die Via Dolorosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
Die Grabeskirche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147
Dem Rummel entgehen . . . . . . . . . . . . . . 147
Umgebung der Grabeskirche . . . . . . . . . . 150
Von der West(Klage)mauer zum Jaffator 150
Krank durch Jerusalem . . . . . . . . . . . . . . 152
Umgebung der Altstadt . . . . . . . . . . . . . . . . 157
Berg Zion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
Die Stadt Davids . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158
Vom Damaskustor nach Norden und Osten 160
Westjerusalem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163
Beiderseits der Yafo Street . . . . . . . . . . . 163
Orientierung unter Ultraorthodoxen . . . . 166
Besuch beim Rebben . . . . . . . . . . . . . . . . 168
Das moderne Stadtzentrum . . . . . . . . . . . 168
Regierungsviertel, Israel Museum . . . . . . 171
Herzl Berg und Yad VaShem . . . . . . . . . . 174
Umgebung von Jerusalem . . . . . . . . . . . . . 178
Jerusalem – Tel Aviv . . . . . . . . . . . . . . . . 178
Abu Gosh . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
Praktische Informationen . . . . . . . . . . . . . . 181
Besuchszeiten von Sehenswürdigkeiten . 182
Internet-Cafés . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184
Wichtige Adressen für den Notfall . . . . . 184
Sicherheit in Jerusalem . . . . . . . . . . . . . . 185
Verkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 186
Post, Banken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 188
Was man unternehmen kann . . . . . . . . . . . 188
Nightlife . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189
Ausfl üge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190
Shopping . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190
Essen und Trinken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192
Übernachten in Jerusalem . . . . . . . . . . . . . 195
5 Tel Aviv und Umgebung . . . . . . . . . . 201
Über eine Stadt, die nie schläft . . . . . . . . . 201
Tel Aviv kennenlernen . . . . . . . . . . . . . . . . . 202
Ein kurzer Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . 206
Die Strände . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206
Südlich des Zentrums . . . . . . . . . . . . . . . 208
Nördlich des Zentrums . . . . . . . . . . . . . . . 212
Der Norden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214
Östlich des Stadtzentrums . . . . . . . . . . . . 216
Jaffa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217
Praktische Informationen . . . . . . . . . . . . . . 219
Internet Cafés . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
Verkehrsverbindungen . . . . . . . . . . . . . . . 220
Airlines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221
Eisenbahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221
Taxis in Tel Aviv . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
Mietwagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
Straßennetz von Tel Aviv . . . . . . . . . . . . . 222
Nützliche Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . 223
Was man unternehmen kann . . . . . . . . . . . 224
Essen und Trinken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228
Übernachten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 230
Bat Yam . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
Kholon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
Umgebung von Tel Aviv . . . . . . . . . . . . . . . . 234
Yarkon Nationalpark & Tel Afeq . . . . . . . 235
Mode‘in . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 236
Lod / Lydda . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 236
Ramla . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 237
6 Die Mittelmeerküste . . . . . . . . . . . . 239
Süd- und südwestlich von Tel Aviv . . . . . . . 239
Rishon LeZion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239
Yavne, Rekhovot und Maskeret Batya . . . 239
Ashdod . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 241
Ashkelon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 242
Von Ashkelon nach Süden und Osten . . . . . 246
Ein Abstecher nach Beer Sheba . . . . . . . 246
Yad Mordekhai . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 246
Östlich von Yad Mordekhai . . . . . . . . . . . 246
Von Ashkelon Richtung Hebron
oder Jerusalem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 247
Lakhish . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 247
Bet Guvrin und Tel Maresha . . . . . . . . . . 248
Von Tel Aviv nach Haifa . . . . . . . . . . . . . . . 250
Herzliya . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 250
Netanya . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 253
Sharon-Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 255
Caesarea . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 258
Kibbuz Ma’agan Mikhael . . . . . . . . . . . . . 262
Zikhron Ya’akov . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 262
Dor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 263
Nakhal Me’arot . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 263
En Hod . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 263
Karmel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 264
Atlit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 264
Haifa – schönste Stadt Israels . . . . . . . . . . 265
Die Unterstadt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 268
Die Mittelstadt Hadar . . . . . . . . . . . . . . . 270
Oberstadt Karmel Center . . . . . . . . . . . . 271
Der Glaube der Baha’i . . . . . . . . . . . . . . . 272
Praktische Informationen . . . . . . . . . . . . . . 274
Wichtige Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . 276
Badestrände, Sport . . . . . . . . . . . . . . . . . 277
Essen und Trinken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 278
Übernachten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 279
Umgebung von Haifa. . . . . . . . . . . . . . . . . . 280
Karmel Nationalpark . . . . . . . . . . . . . . . . 281
Drusendörfer Isfi ya und Daliyat AlKarmel 281
Die Drusen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 282
Abstecher nach Bet Shearim – Zippori –
Yodfat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 282
Zippori Nationalpark . . . . . . . . . . . . . . . . 283
Yodfat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 284
Nördliche Goldküste:
Haifa – Akko – Rosh HaNikra . . . . . . . . . . . 285
Akko (Acre) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 285
Nes Ammim . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292
Nahariya . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292
Akhsiv . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 294
Montfort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295
Rosh HaNikra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295
Galiläa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 297
Nahariya – Safed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 297
Ye khi’am Nationalpark . . . . . . . . . . . . . . 297
7 Galiläa und der Golan . . . . . . . . . .. . 297
Ma’alot Tarshikha . . . . . . . . . . . . . . . . . . 298
Tefen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 298
Khosen Junction . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 299
Nationalpark Bar’am . . . . . . . . . . . . . . . . 299
Jish (Gush Khalav) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 300
Meron . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 300
Safed/ Zefat / Tzfat . . . . . . . . . . . . . . . . . 300
Rabbi Isaak (Yizkhak) Luria – HaAri . . . . . 302
Stadt am See: Tiberias . . . . . . . . . . . . . . . . 304
Der Jordan und der See Genezareth . . . . 306
Praktische Informationen . . . . . . . . . . . . . . 309
Essen und Trinken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 310
Übernachten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 311
Rund um den See Genezareth (Kinneret) . . 312
Ginossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312
Berg der Seligpreisungen . . . . . . . . . . . . 314
Tabgha . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 314
Kapernaum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 315
HaYarden (Jordan) Park . . . . . . . . . . . . . 316
Kursi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 316
En Gev . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 318
HaOn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319
Hammat Gader . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319
Bet Gabriel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319
Kibbuz Deganya Alef . . . . . . . . . . . . . . . . 320
Yardenit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 320
Von Tiberias zum
Mount Tabor und nach Nazareth . . . . . . . . 321
Tabor / Har Tabor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 322
Nazareth . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 323
Kafr Kana . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 326
Von Tiberias nach Norden und zum Golan . 328
Korazim (Korasim) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 328
Amiad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 330
Rosh Pina . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 330
Tel Hazor / Khatsor . . . . . . . . . . . . . . . . . 330
Hula-Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 332
Hula Nature Reserve . . . . . . . . . . . . . . . . 332
Kiryat Shmona . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 332
Metulla . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333
Hurshat Tal Nature Reserve . . . . . . . . . . . 334
Tel Dan Nature Reserve . . . . . . . . . . . . . . 335
Golan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 336
Banias/Nakhal Hermon Reserve . . . . . . . 336
Festung (Qala’at/Mivzar) Nimrod . . . . . . 338
Moshav Neve Ativ . . . . . . . . . . . . . . . . . . 338
Majdal e-Shams . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 339
Birket (See) Ram . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 339
Mas’ada . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 339
Kibbuz Merom Golan . . . . . . . . . . . . . . . . 339
Qazrin (Katzrin) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 340
Ya’ar Yehudiya Nature Reserve . . . . . . . . 341
Gamla . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 341
See Genezareth – Bet Shean – Megiddo . . 342
Old Gesher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 343
Kreuzfahrerburg Belvoir . . . . . . . . . . . . . . 344
Bet Shean . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 344
Bet Alfa, Gilboa-Berge . . . . . . . . . . . . . . . 349
Gan HaShlosha (Sakhne) Nationalpark . . 349
Bet Alfa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 349
Berg Gilboa / Har Gilboa . . . . . . . . . . . . . 349
Das Ende der Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . 350
Ma’ayan Harod Nationalpark . . . . . . . . . 350
Afula . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 351
Tel Megiddo Nationalpark . . . . . . . . . . . 351
Jesre’el-Tal bzw.-Ebene . . . . . . . . . . . . . . 351
8 Der Süden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 353
Jerusalem – Totes Meer – Arad . . . . . . . . . 353
Qalya/Kalia Beach . . . . . . . . . . . . . . . . . 353
Qumran . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 353
Das Tote Meer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 356
En Feshkha/Enot Zukim Nature Reserve . 357
Mezoke Dragot, HaHeteqim Nature
Reserve . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 358
En Gedi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 358
Massada . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 361
En Boqeq . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 364
Neve Zohar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 365
Sodom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 365
Arad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 367
Tel Arad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 369
Beer Sheba und Umgebung . . . . . . . . . . . . 369
Umgebung von Beer Sheba . . . . . . . . . . . 373
Rahat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 375
Beer Sheba – Mizpe Ramon – Elat . . . . . . . 375
Dimona . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 375
Mamshit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 376
HaMaktesh HaKatan . . . . . . . . . . . . . . . . 377
HaMaktesh HaGadol . . . . . . . . . . . . . . . . 378
Shivta . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 379
Sde Boqer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 380
En Avdat Nationalpark . . . . . . . . . . . . . . . 381
Avdat Nationalpark (Oboda) . . . . . . . . . . 382
Mizpe Ramon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 383
Kibbuz Lotan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 387
Kibbuz Yotvata . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 388
Hai Bar Yotvata Reserve . . . . . . . . . . . . . 388
Timna Park . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 388
Elat und Umgebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 390
Umgebung von Elat . . . . . . . . . . . . . . . . . 397
Praktische Informationen . . . . . . . . . . . . . . 399
Essen und Trinken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 404
Übernachten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 404
9 Palästina – künftiger Staat
der Palästinenser . . . . . . . . . . . . . . . . 407
Reisen in palästinensischen Gebieten . . . . 407
In arabischer Umgebung unterwegs . . . . 408
Jerusalem – Ramallah – Nablus – Jenin . . 409
Nebi Samwil / Nabi Samuel . . . . . . . . . . 410
Ramallah . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 410
Besuch eines Flüchtlingslagers . . . . . . . . 413
Bet-El/Beitin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 415
Birzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 415
Nablus / Shkhem . . . . . . . . . . . . . . . . . . 416
Samaria / Shomron . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Jenin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 421
Jerusalem – Jericho . . . . . . . . . . . . . . . . . . 422
AlAsariya (Bethanien) . . . . . . . . . . . . . . . 422
Ma’ale Adummim . . . . . . . . . . . . . . . . . . 423
Hauszerstörungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 424
Museum of the Good Samaritan . . . . . . . 424
Mizpe Yerikho . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 425
Jericho . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 426
Jerusalem – Bethlehem – Hebron . . . . . . . 431
Rachels Grabmal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 432
Bethlehem / Bet Lekhem . . . . . . . . . . . . 432
Weihnachten in Bethlehem . . . . . . . . . . . 436
Übernachten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 438
Abstecher von Bethlehem aus . . . . . . . . . . 439
Mar Saba . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 439
Herodeion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 440
Hass auf allen Seiten . . . . . . . . . . . . . . . . 441
Hebron / Khevron / AlKhalil . . . . . . . . . . . 442
Gazastreifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 448
UNRWA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 448
Menschen in größter Not helfen . . . . . . . 450
Gaza City . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 450
Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 453
10 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 453
Minilexikon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 454
Bibelstellenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . 456
Schreiben Sie uns bitte, . . . . . . . . . . . . . . 467
Index . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 468
Reise Know-How Verlag Tondok . . . . . . . 477
Ortsnamen in arabischer und
hebräischer Schrift . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 478
Kilometer- & Fahrtzeit-Tafel . . . . . . . . . . . . 480
Karten und Pläne
Jerusalem gesamt . . . . . . . vorderer Umschlag
Israel und Palästina. . . . . . . hinterer Umschlag
Reiserouten in Israel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Eisenbahnlinien in Israel . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Palästinas, Historischer Überblick . . . . . . . . 75
Routen des Ersten Kreuzugs . . . . . . . . . . . . . 85
Aufteilung der Westbank . . . . . . . . . . . . . . . 99
Jerusalem, Altstadt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133
Jerusalem, Christliches Viertel . . . . . . . . . . 135
Jerusalem, Altstadt:
Tempelberg, Via Dolorosa . . . . . . . . . . . . . . 139
Jerusalem, Grabeskirche . . . . . . . . . . . . . . 148
Jerusalem, Altstadt:
Armenisches und Jüdisches Viertel . . . . . . 151
Jerusalem, Westjerusalem . . . . . . . . . . . . . 165
Jerusalem, Yad VaShem . . . . . . . . . . . . . . . 175
Hotels in der Altstadt und Ostjerusalem . . 195
Tel Aviv, Zentrum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Tel Aviv, Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215
Jaffa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217
Ashkelon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243
Bet Guvrin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249
Herzliya . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 252
Netanya . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 254
Caesarea . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 260
Caesarea Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 261
Haifa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 267
Haifa Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281
Akko. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287
Nahariya . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 293
Safed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 300
Tiberias, Zentrum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 307
Nazareth . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 325
Metulla . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333
Banias . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 337
Bet Shean . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 345
Nationalpark Bet Shean . . . . . . . . . . . . . . . 346
Meggido . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 351
Qumram . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 354
En Gedi Nationalpark . . . . . . . . . . . . . . . . . 358
Massada . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 363
Beer Sheba . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 371
Mizpe Ramon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 384
Timna Park . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 388
Umgebung von Elat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 393
Elat, Zentrum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 395
Ramallah . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 411
Nablus Zentrum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 417
Nablus Übersicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 419
Jericho, Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 427
Hisham-Palast . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 428
Bethlehem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 434
Geburts- und Katharinenkirche . . . . . . . . . . 435
Hebron, Altstadt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 443
Haram AlKhalil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 444
Gazastreifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 449
Inhalt
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