Aktuelle Informationen für Israelreisende

zum Reiseführer

ISRAEL und PALÄSTINA, 3. Auflage 2010

 

Letzte Änderung 19.08.2010


 

In der Ausgabe TW 55, 06/2009 von

TourismWatch

- Informationsdienst Dritte-Welt Tourismus (www.tourism-watch.de) -

erschien als Anhang der folgende Apell an Israel-Besucher, den wir hier vollinhaltlich wiedergeben: 

              
Israel, Pilgertourismus und Palästina Anregungen für Pilger und Reiseveranstalter

Im Interesse der "Gerechtigkeit für alle" ruft die Ecumenical Coalition on Tourism (ECOT) Pilger sowie Reiseveranstalter als Organisatoren von Pilgerreisen dazu auf, diese Reisen nicht von den Lebenszusammenhängen - der Situation der palästinensischen Bevölkerung - abzukoppeln.
ECOT bittet Pilger eindringlich, bei der Planung von Besuchen im Heiligen Land die folgenden Fragen und Anliegen ernsthaft in Betracht zu ziehen:

  1. Wer kontrolliert letztlich tatsächlich den Tourismus in Palästina? Besucher können nicht frei nach Palästina reisen. Das Visum, das man braucht, um nach Palästina einzureisen, wird von israelischen Behörden ausgestellt. Deren mangelndes Feingefühl gegenüber Personen, von denen sie meinen sie hätten Verständnis für das palästinensische Volk, ist bekannt und dokumentiert.
  2. Welche Art von Besuchen der heiligen Stätten in Palästina, wie z.B. der Geburtskirche, ist überhaupt erlaubt? Ist es zu rechtfertigen, dass die Pilger in israelischen Bussen und Fahr­zeugen nach Palästina hinein und wieder herausgekarrt werden, ohne dass dabei wirklich die Möglichkeiten besteht, mit der einheimischen palästinensischen Bevölkerung in Kontakt zu kommen, während den Einheimischen zugleich der Zugang zu Einnahmen aus dem Tourismus verwehrt bleibt?
  3. Warum werden die Reisen so arrangiert, dass die Pilger schließlich in israelischen Unter­künften untergebracht sind und ihnen davon abgeraten wird, in palästinensischen Hotels zu übernachten - zum Nachteil der palästinensischen Wirtschaft? Dies zeigt, wie schwierig es ist, längere Aufenthalte in Palästina zu organisieren. Solche Aufenthalte aber würden es erst ermöglichen, die Realität, Geschichte und Kultur des palästinensischen Volkes zu verstehen und beurteilen zu können. So könnte der Tourismus dazu genutzt werden, an den derzeitigen Ungerechtigkeiten etwas zu ändern (vgl. Verhaltenskodex für Tourismus im Heiligen Land im TW 53, Anhang)
  4. Wie verlässlich sind die Informationen und Ratschläge, die die Pilger von israelischen Tourismusanbietern über die Menschen in Palästina bekommen? Werden negative Klischeevorstellungen von den Palästinensern und Arabern dadurch noch verstärkt?
  5. Angesichts der Art und Weise, wie der Tourismus derzeit von der israelischen Regierung reguliert wird, müssen sich Pilger die Frage stellen, ob ihre Pilgerreise womöglich dazu dient, die politische und wirtschaftliche Herrschaft Israels zu stärken, auf Kosten der Palästinenser?

Diese Überlegungen können eine Reflexionsgrundlage für Pilger im Heiligen Land sein, sind aber auch für andere Reisende relevant. Viele Pilger reisen ins Heilige Land, weil dies die Region ist, in der Jesus lebte, lehrte und starb. Ein Besuch der historischen Stätten der Vergangenheit ist eine wertvolle Erfahrung. Eine Pilgerreise wird enorm bereichert, wenn sie den Pilgern hilft, mit den Menschen in Beziehung zu treten, die heute dort leben.
Die Einsichten, die daraus entstehen, können an die Menschen im Heimatland weitergegeben werden. Somit kann dies dazu beitragen, in der globalen Staatengemeinschaft politische Handlungskonzepte zu befördern, die zu dauerhaftem Frieden und Veränderungen im Heiligen Land führen. In diesem Sinne würde die Pilgerreise einen echten Beitrag zum Frieden in der Welt leisten.
Quelle: Pressemitteilung der Ecumenical Coalition on Tourism (ECOT) vom 4.7.2009 (gekürzt)
Weitere Informationen: www.ecotonline.org/attachments/010_ECOT Media Release for June 2009 World Week for Peace in Palestine Israel.pdf

 

1 Alles über Reisen in Israel und Palästina

2 In Israel und Palästina zurechtkommen

3 Land und Leute

4 Jerusalem

5 Tel Aviv und Umgebung

6 Die Mittelmeerküste

7 Galiläa und der Golan

Nazareth

Nach Redaktionsschluss schrieb uns Kareem Hamad an, der neues Guesthouse und Restaurant namens Alatabeh in einem alten Gebäude eröffnet hat. Auf der Website  www.alatabeh.com und mitgeschickten Fotos macht es einen so guten Eindruck, dass wir es hier nicht verschweigen wollen, obwohl wir es erst bei der Recherche für die nächste Auflage checken können.

8 Der Süden

9 Palästina - künftiger Staat der Palästinenser

Betlehem

Zur Geburtskirche schreibt eine Leserin: Um in die Grotte zu kommen, muss man sich rechts in lange Schlangen einreihen, Gruppen, Busladungen voller Gäste. Wenn man aber nur zu zweit oder allein kommt, kann man zum Ausgang der Grotte links gehen, und wird dort zu zweit eingelassen, wenn die vorherigen rauskommen, dürfen die nächsten rein. Das ist deutlich entspannter und sehr viel kürzere Wartezeit, es gibt aber keinen Hinweis in der Kirche darauf.

 

 

Aktuelles

Letzte Meldung

 

ISRAEL UND PALÄSTINA

ist Ende August 2010 komplett aktualisiert in der 3. Auflage erschienen. Dieser Führer berichtet fundiert über alles Sehenswerte zwischen Mittelmeer und Jordan, insbesondere auch über Ziele auf der sog. Westbank, dem eingemauerten Lebensraum der Palästinenser. Viele Hintergrundinformationen tragen zum Verständnis sowohl der Sehens- würdigkeiten als auch der politischen Situation bei.
Mehr Informationen finden Sie hier.


JORDANIEN -

5. Auflage erschienen

Seit 22.03.10 wird die fünfte, überarbeitete und aktualisierte Auflage dieses bei Jordanien-Reisenden beliebten Führers ausgeliefert. GPS-Angaben für viele Orte erleichtern das Navigieren für Selbstfahrer. Informationen zum Aktivurlaub wie z.B. zum etwas abenteuerlichen Canyoning oder - als Kontrastprogramm - zum Besuch christlicher, in der Bibel benannter Orte und viele Tipps mehr bietet dieser bewährte Führer - klicken Sie doch hier für mehr Informationen.


ÄGYPTEN - Das Niltal von Kairo bis Abu Simbel

liegt seit Ende 2009 in der 3. durchgehend aktualisierten und überarbeiteten Auflage vor.

Hier findet der Leser die neuesten Informationen zu Sehenswürdigkeiten im Niltal, die im vergangenen Jahrzehnt nur sehr schwierig wegen (angeblicher) Terrorismusgefahr zugänglich waren. Seit der Aufhebung der Beschränkungen Ende 2008 können Besucher weitgehend ungehindert auch entlegene Orte besuchen - dieser Führer zeigt die Wege.

Siehe auch nähere Infos und Leseproben.


17. Auflage von ÄGYPTEN INDIVIDUELL

Gegen Ende 2009 erschien die komplett überarbeitete und aktualisierte neue 17. Auflage der "Bibel der Ägyptenreisenden".
2 1/2 Monate gründlicher Recherchearbeit in Ägypten stecken ähnlich wie in den voran- gegangenen Auflagen auch in den 732 Seiten dieses Reiseführers.

ÄGYPTEN INDIVIDUELL ist jetzt durchgehend farbig gestaltet. Das erhöht deutlich die Über- sichtlichkeit und den Gebrauchsnutzen.

(Siehe auch Leseproben)


Aus einem Leserbrief: "oh you travel with tondok? than I don't have to explain you more about our culture - it's the best book", sagte der direktor vom elephantine-museum - das war wirklich eine gänsehaut wert (siehe Leserbriefe).