Auszüge aus

ÄGYPTEN INDIVIDUELL

 

Im Folgenden können Sie in Leseproben aus dem Originaltext schmökern. Doch bitte bedenken Sie: Was auf dieser Internet-Seite grau und uniform aussieht, ist im echten Buch viel lebendiger gestaltet und zum Lesen - auch Diagonallesen - viel besser geeignet als die relativ langen Zeilen dieser Seite. Aber wir wollen ja nur einen Eindruck von unterschiedlichsten Informationen vermitteln, die Sie in dem Reiseführer vorfinden werden. Und wenn Sie genau wissen wollen, welche Themen auf den 704 Seiten der 16. Auflage behandelt werden, dann können Sie auch einen Blick auf das Original-Inhaltsverzeichnis werfen (am Ende dieser Schmökerecke).


Inhalt dieser Seite:

Ankunft Kairo-Flughafen
Per Omnibus oder Sammeltaxi unterwegs
Übernachten
Die Menschen
Täglich Freud und Leid
Alexandria: Atarinviertel 
Siwa kennenlernen
Kairo: Stadtzentrum

Kairo: Khan el Khalili Bazar und umliegende Souks
Pyramiden von Giseh
Als Fußgänger in Kairo
Luxor: Hintergrund
Luxor: Im Karnak-Tempel
Theben-West: Königsgräber
Kreuzfahrt auf dem Nassersee nach Abu Simbel
Weiße Wüste
Hurghada
Sinai: Überblick
Sinai: Ras Muhhamed
Dahab, Beduinendorf
St. Katharin
Auf dem Weg nach oben
Inhaltsverzeichnis von ÄGYPTEN INDIVIDUELL

 

Ankunft Kairo Flughafen

Falls Sie länger, als in Ihrem Pass steht, im Land bleiben wollen, müssen Sie Verlängerung AufenthaltserlaubnisIhre Aufenthaltserlaubnis verlängern lassen. Tun Sie dies rechtzeitig in einer Großstadt (Passfoto notwendig). In Kairo im Mogamma-Gebäude am Midan Tahrir im 1. Stock an den Schaltern 40-50. Die Prozedur ändert sich relativ häufig, man findet immer einen hilfsbereiten englisch sprechenden Menschen, der erklärt, wie es funktioniert. In anderen Städten ist dies beim Police Department möglich.

Es gibt zwei internationale Terminals: Terminal 1 (Old Terminal) und – leider 3 km entfernt – einen neueren Terminal 2 (häufig noch als New Terminal bezeichnet). Im Terminal 1, Hall 1, ist die Egypt Air zu Hause, neben Nahost-Airlines wie Royal Jordanian, Syrian, Sudan Air etc.. Terminal 2 beherbergt vor allem europäische Linien; hier findet man auch die Autovermieter. Im Domestic Terminal (auch als Terminal 3 bezeichnet), der ein Stück rechts vom Terminal 1 (davor stehend) liegt, werden Inlandflüge, hauptsächlich von Egypt Air, abgewickelt.

Mindestens stündlich fährt tagsüber und abends ein Pendelbus zwischen Terminal 1 und 2 (wichtig: Dieser wird auf den Hinweis-Tafeln in der Ankunftshalle nur als C.A.A.-Bus bezeichnet). Er ist grün-weiß angepinselt, ein unscheinbares Schild Terminal 1 bzw. 2 deutet auf seine Funktion.

Man kann ebenso mit den öffentlichen Bussen, die an beiden Terminals halten, hin und her fahren. Doch nachts ist dieser Trip schwierig. Da der Pendelbus nicht mehr fährt, muss man für die 2,5 km ein Taxi teuer bezahlen. Da die meisten Einzelreisenden auf dem Internationalen Flughafen in Kairo-Heliopolis ankommen, hier noch ein paar Worte zum Weg in die Stadt.

Vom Terminal 1 fährt der normale Stadtbus Nr. 400 (tags alle 20, nachts alle 40 Minuten) über Midan Ramsis bis zum Midan Abdel Minin Riyad (zwischen Ramses Hilton Hotel und Rückseite des Ägyptischen Museums) ins Zentrum. Fahrzeit ca. 1 Stunde. Bequemer können Sie vom Terminal 1 oder 2 per Minibus Nr. 27 zu Pt 50 alle halbe Stunde zum Midan Abdel Minin Riyad fahren (Fahrzeit z.B. mittags ca. 1 Stunde). Wenn Sie direkt nach Alexandria oder in andere Städte weiterreisen wollen, können Sie am Flughafen gleich mit einem der Fernbusse starten.

Daneben betreibt das Unternehmen CTA klimatisierte Busse quer durch die Stadt: Die Linie 356 fährt zwischen Flughafen (beide Terminals) alle 20 Minuten von 6.30-23.30 Uhr zum Midan Abdel Minin Riyad und weiter zum Mena House Hotel bei den Pyramiden. Der Fahrer kümmert sich um das Reisegepäck, das zusätzlich zu bezahlen ist. Neuankommenden kann diese mit £E 5 preiswerte Fahrt gegenüber den Auseinandersetzungen mit Taxifahrern nur empfohlen werden.

Taxifahrten in die Stadt bucht man am besten am Ausgang des Terminals, Verhandlungen mit Taxifahrern sollte ein Neuankömmling tunlichst nicht eingehen, denn er wird mit Fantasiepreisen bedient. Auch die Touristinformation am Flughafen hilft weiter. Eine Fahrt zum Midan Tahrir, also ins Stadtzentrum, sollte für ca. £E 50 bis maximal £E 70 (je nach Tageszeit) zu haben sein.

Im Sammeltaxi – falls vorhanden – kostet der Platz ca. £E 10. Verhandelbare Festpreise von ca. £E 80 verlangen die staatlichen Limousinen von Msr Travel, deren Fahrer kontrolliert werden und die für unsichere Neuankömmlinge zu empfehlen sind. – Falls Sie kein Taxi sehen, gehen Sie zu Departure und versuchen Sie dort Ihr Glück.

Wenn Sie all den Ärger mit Taxifahrern, Omnibussen etc. sparen wollen, dann können Sie sich neuen Ärger einhandeln, indem Sie sich selbst ins Verkehrsgewühl stürzen und bereits am Flughafen einen Leihwagen mieten...

 

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Per Omnibus unterwegs

Busfahrten bieten gegenüber der Eisenbahn den Vorteil, dass man u.U. auch außerhalb der Haltestellen aus- und (mit etwas Glück) wieder zusteigen kann. Die großen Überland-Buslinien sind relativ pünktlich, Stehplätze gibt es nur in Ausnahmefällen. Die Komfort-Skala reicht bis zu Airconditioning, bequemen Sesseln, Video, Snack-Bar, Toilette. Auch wenn Reisebüros Buskarten beschaffen und Vorausbuchungen erledigen, sollte der Kostenbewusste dies selbst tun, denn die Agenturen schlagen bis zu 100 Prozent Bearbeitungsgebühr auf den Fahrpreis.
Viele Leute beklagen sich über “Eiseskälte” und unerträglich laute Videos in Fernbussen, manchmal drei nacheinander; unbedingt wird Oropax für solche Reisen empfohlen. Die Fahrer regeln allerdings auf Bitten die Lautstärke herunter. Nachtbusse sind schneller, aber teurer.
Weiterhin bedienen Minibusse Ziele im näheren Umkreis der Orte, wenige fahren lange Strecken. Fast überall starten sie in oder in der Nähe der Bus-Terminals zu meist festgesetzten Zeiten wie stündlich oder halbstündlich. “Marktschreiern” gelingt es, den Verkehrslärm zu übertrumpfen und die Fahrziele auszurufen.
Sammeltaxis (arabisch Servies), die zwischen nahezu allen Orten verkehren, stellen eine gute Alternative zum Bus dar. Früher waren es PKWs (meist Peugeot), heute steigt man in der Regel in Minibusse fernöstlicher Bauart (enge Sitze!). Häufig verkehren auf entlegeneren Strecken – aber auch in Theben-West - Pickups, auf deren Ladefläche einfache Bänke befestigt sind. Will man aussteigen, klopft man entweder an die Rückscheibe der Fahrerkabine oder stampft mit dem Fuß auf den Boden oder bittet einen anderen Fahrgast, den Fahrer zu verständigen.
Die Abfahrplätze liegen meist im Ortszentrum in der Nähe der Bushaltestellen, unterwegs winkt man sie einfach heran. Sie fahren nur dann ab, wenn der Wagen voll ist (oder man für die fehlenden Passagiere mitzahlt). Fahrpläne gibt es nicht; das Warten auf einen vollen Wagen dauert selten länger als eine halbe Stunde.
Der Fahrpreis liegt etwas höher als beim Bus (etwa 10-15 Piaster pro 10 km); man sollte vor dem Einsteigen den Fahrpreis aushandeln. Man muss auch hier damit rechnen, dass mehr als von den Einheimischen gefordert wird. Sinnvoll ist, dass man sich für längere Strecken mit anderen Reisenden zusammentut (Peugeot-Taxi hat sieben Plätze) und dann unabhängig von Warterei ist.
Tipps zum Busfahren
Die Angaben in den Busfahrplänen, die in diesem Buch bei den jeweiligen Orten aufgeführt sind, stammen aus eigenen Recherchen, aus Leserbriefen und aus offiziellen Angaben. Verlassen Sie sich bitte nur insoweit darauf, als Sie damit planen. Die aktuelle Abfahrt sollte man immer vor Ort nachprüfen bzw. durch Befragen anderer Traveller, die gerade die Strecke fuhren, herausbekommen. Denn Fahrpläne können sich überraschend sowohl vorübergehend als auch ständig ändern; offenbar geht auch Sommer- oder Winterzeit mit ein.

Übernachten

Für nahezu alle Orte von touristischer Bedeutung listen wir Übernachtungsmöglichkeiten auf - sofern überhaupt vorhanden. Dabei verwenden wir Abkürzungen, die auf Seite 7 angegeben sind.
Verschiedene Internetportale lassen von ihren Lesern Hotels bewerten. Die Zeitschrift test untersuchte in 02/07 die Bewertung und kam zu dem Ergebnis, dass nur bei holiday-check.de weitgehend verlässliche Aussagen zu finden sind.
Da Ägypten jährlich Millionen von Besuchern unterzubringen hat, sind viele Hotels in der Hauptsaison aus- oder überbucht und der Einzeltourist hat oft seine liebe Not, eine Unterkunft zu finden. Häufig zaubert ein etwas ansehnlicheres Bakschisch dennoch ein Bett im ausgebuchten Hotel herbei.
Schwierigkeiten kann es während der Wintersaison in Oberägypten und während des ganzen Jahres in Kairo bei der Zimmersuche geben; allerdings hat sich die Situation in jüngster Zeit gebessert. Kümmern Sie sich dennoch rechtzeitig darum, wo Sie nachts Ihr Haupt hinlegen wollen oder (nur) können. Die ägyptischen Hotels sind in Kategorien eingeteilt, die mit fünf Sternen am oberen Ende beginnen und bei keinem Stern enden. Die 5*-Herbergen gehören meist internationalen Ketten und kosten deutlich ab ¤ 100 aufwärts. 4*-Hotels sind häufig in ägyptischer Hand, durchwegs recht gepflegt und eine echte Alternative zur teuren Kategorie; hier kommt man zu etwa Zweidritteln des 5*-Preises unter.
Auch 3*-Unterkünfte bieten gute Konditionen fürs Geld: in der Regel Aircondition (zumindest vorteilhaft gegen Moskitos und Straßenlärm), eigenes Bad mit warmer Dusche und übliche, akzeptable Sauberkeit. Meist stehen ein Kühlschrank sowie ein TV im Zimmer und morgens ein (etwas bescheidenes) Frühstück auf dem Tisch. Für den anspruchsvolleren, aber kostenbewussten Traveller sind sie bei Preisen von 30-80 $ eine gute Wahl.
Generelle Tipps und Infos

 

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Die Menschen

Die Fellachen

Etwas anders sieht die Situation nur wenig entfernt von Kairo aus: Das Leben in den Dörfern änderte sich seit Jahrtausenden nur wenig; zumindest äußerlich. Die Fellachen (arabisch Bauern) haben sich kaum mit Fremden vermischt; viele sind direkte Nachkommen der pharaonischen Ägypter, kräftig-drahtige Menschen, genügsam und sehr konservativ. Für sie gibt es keine andere Vorstellung, als die Traditionen der Väter fortzuführen, mit Hingabe und fast ausschließlich für die Familie zu leben. Hier bestimmt die Zahl der Kinder sehr wesentlich das Ansehen des Mannes, die Frau hat sie zu gebären und aufzuziehen.
Die Fellachen sind von Natur aus fröhliche, herzliche Menschen, die gern lachen und das Leben auf ihre Art, manchmal durch „positives Nichtstun“ genießen. Ihrer Umwelt gegenüber sind sie freundlich und hilfsbereit. Wer diese Menschen bei ihrer Feldarbeit beobachtet und die Gelassenheit wahrnimmt, mit der sie ihrem nicht leichten Los nachgehen, der findet bald viel Bewunderung, wenn er näher mit ihnen bekannt wird.
Bis zur Revolution 1952 gehörte der allergrößte Teil des fruchtbaren Landes nur wenigen großen Familien. Die Fellachen waren zumindest im übertragenen Sinn mehr Sklaven als Pächter der Landeigner. Unter der von Nasser eingeleiteten Agrarreform wurde das Land gleichmäßiger verteilt; die Fellachen avancierten von Pächtern zu Eigentümern. Allerdings hat die Tradition der Erbteilung bereits jetzt die Erbmasse stark zerstückelt, weil der Vater seinen Besitz unter den Söhnen aufteilt. So bleibt häufig für den einzelnen Erben so wenig übrig, dass er kaum davon leben kann - häufig genug müssen die unwirtschaftlichen Kleinflächen an vermögende Nachbarn verkauft werden, und diese wachsen schließlich zu Großfarmen.

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Täglich Freud und Leid

Das tägliche Leben zeigt in jedem Land viele Gesichter. Daher hier nur ein paar Blicke hinter die hohen Mauern, die ägyptisches Familienleben abschirmen. Die aus Nilschlamm errichteten Häuser der Fellachen (im Delta-Gebiet wegen des häufigeren Regens meist aus gebrannten Ziegeln) könnten wegen ihrer isolierenden Eigenschaften den klimatischen Verhältnissen kaum besser angepasst sein; leider werden sie zusehends von Betonbauten abgelöst. Meistens bestehen sie aus einem Hauptraum, der direkt hinter der Eingangstür liegt, in dem sich der größte Teil des Lebens abspielt. Die Einrichtung besteht aus Sitzbänken und Matten, in besser gestellten Haushalten mit Radio und Fernseher.
Einen Küchenraum in unserem Sinn gibt es selten; Backofen und offene Feuerstelle - getrockneter Kuhmist dient häufig als Brennmaterial - liegen meist im Innenhof, daneben mag ein Gas- oder Petroleumkocher stehen. Nachts legt sich jedes Familienmitglied eine Schlafmatte aus; fest vorgesehene Schlafzimmer gibt es zwar, sie dienen aber häufig als Lagerraum. In weiteren Räumen des Hauses leben die Tiere, vom Wasserbüffel bis zu den Hühnern.
Toiletten gehören nicht überall zum Einrichtungsstandard einfacher Häuser im Dorf; wenn kein Plumpsklo mit Versitzgrube vorhanden ist, benutzt man die Umgebung. Als Bad dient eine größere Schüssel, die in einer uneinsehbaren Ecke des Hauses aufgestellt wird und in die sich der Badende kauert und mit Wasser übergießt. Sofern kein Wasseranschluss besteht, muss Wasser vom öffentlichen Brunnen oder vom Nil geholt und in Tonkrügen aufbewahrt werden.
Der traditionelle Hausbau aus Nilschlamm stößt seit dem Assuan-Hochdamm mehr und mehr an Grenzen, weil kein Schlamm mehr nachgeliefert und stattdessen auf wertvollen Ackerboden zurückgegriffen wird; anderes Baumaterial kann sich der Fellache aber kaum leisten.
Bevor das Land mit den Segnungen der Zivilisation überschwemmt wurde, war die Hauptbeschäftigung nach getaner Arbeit der gemeinsame Schwatz im Teehaus oder einfach das nachbarliche Palaver. Heute zählen Fernsehen und Kino zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen; wie überall, findet auch hier ein Großteil des Familienlebens vor oder während des Fernsehens statt.
Beim Sport zählt Fußball über alles. Wo immer ein Stück Land frei ist, findet sich ein Bolzplatz. Den jeweils eigenen Spielern gehört das Herz der Zuschauer - ein bisschen emotionaler als bei uns, aber ohne die hierzulande schon zur Tagesordnung zählenden Gewalttätigkeiten...

 

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Alexandria kennenlernen

Wenn Sie den Midan Tahrir geradeaus überqueren und bis zur nächsten Parallelstraße gehen, kommen Sie in ein ausgedehntes, besuchenswertes Marktviertel: Hier kauft die alexandrinische Hausfrau ihren täglichen Bedarf an Lebensmitteln, hier pulsiert das Alltagsleben der Stadt. Östlich des Midan Tahrir gibt es ein paar Souvenir-Shops, die billiger als die Hotelboutiquen sind.

Das modernere Stadtzentrum hat sich vom Midan Tahrir zum Midan Saad Zaghlul verlagert. Hier steht eine von dem Bildhauer Mokhtar geschaffene Statue von Saad Zaghlul, dem unerschrockenen Kämpfer für die Unabhängigkeit Ägyptens von den Engländern (eine „Schwesterstatue“ in Kairo). Vom östlich um einen Block versetzten Midan Ramla startet die Ramla-Straßenbahn in die östlichen Vororte. Wahrscheinlich erhob sich einst hier das Caesarium, jener Tempel, den Kleopatra ihrem Liebhaber Antonius bauen wollte; es wurde dann aber von Octavian fertig gestellt.

Bis zum Ende des 19. Jh kündeten noch zwei Obelisken, die Octavian aus Heliopolis hatte herbeischaffen lassen, von dem einstigen Prachtbau (etwa auf dem Gebäudekomplex des heutigen Hotels Metropol). Aber „Kleopatras Nadeln“, wie sie gemeinhin genannt wurden, hatten erneut den Standplatz zu wechseln, die eine nach London, die andere in den Central Park von New York.

Ganz in der Nähe, an der Sharia Nabi Daniel, finden Sie als „Landmarke“ das Hotel Sofitel Cecil in pseudomaurischem Stil. Obwohl es erst in den 20er Jahren gebaut wurde, zählt es schon fast zu den historischen Relikten. Denn hier wurde viel Zeitgeschichte geschrieben, sowohl von hochrangigen Gästen wie Winston Churchill als auch vom britischen Geheimdienst, der lange im Cecil residierte. Der Dachgarten des Hotels ist bekannt für seinen weiten Ausblick und sein hervorragendes China House Restaurant.

Schräg gegenüber werden Sie das Tourist Office (Schild „EGYPTIAN TOURIST AUTHORITY“) erkennen, dessen freundliche Damen viel Hilfsbereitschaft zeigen, Einzelheiten siehe Seite 157.
1987 rief die UNESCO zur Errichtung einer Weltbibliothek in Alexandria auf. Nach langer Planungs- und Bauphase konnte 2002 die ****Bibliotheca Alexandrina (www.bibalex.org) eröffnet werden. Das auffällige, architektonisch beeindruckende Gebäude der „Nachfolgerin“ der berühmten antiken Bibliothek liegt an der Corniche, östlich vom Midan Saad Zaghlul (etwa gegenüber der Landzunge Silsila, Eingang an der Parallelstraße). Aus einem internationalen Wettbewerb, an dem sich weltweit 504 Architekten beteiligt hatten, war der ungewöhnliche Entwurf des norwegischen Büros Snøhetta gewählt worden: ein teilzylindrisches Gebäude, dessen rundes Dach sich zu einem künstlichen See in Richtung Mittelmeer neigt. Es soll die Sonnenscheibe darstellen und die darunter liegenden Lesesäle belichten. In die mächtige Umfassungsmauer des Zylinders, die aus Assuan-Granitplatten errichtet wurde, sind Schriftzeichen und Symbole aus 120 Kulturen eingemeißelt.

Gesetztes Ziel sind 5 (ursprünglich 8) Mio hier archivierte Bücher, hauptsächlich in den Sprachen Arabisch, Englisch und Französisch, von denen bisher (Mitte 2008) nur etwa 550 000 das Haus erreichten. Die wichtigsten Schwerpunkte sind Ägyptologie, Wissenschaftsgeschichte, Ethik der Wissenschaft und Technik, Umwelt, Frauen, Wasser, Wissensmanagement und Geografie. Inzwischen sind etwa 1500 Mitarbeiter beschäftigt, die sich u.a. auch um die vielen in- und ausländischen Besucher kümmern.

Die Bibliothek bietet maximal 2000 Lesern Platz, 300 Leseplätze verfügen über Computerterminals für Internetzugang und für audiovisuelle Medien. In den Gesamtkomplex sind zusätzlich ein Konferenz- und ein Wissenschaftszentrum, ein Planetarium sowie eine Kinder-, Jugend- und Blindenbibliothek integriert. Die Bibliotheca arbeitet mit Hochdruck an der Digitalisierung ihres Bestandes. Demnächst sollen alle Bücher digital zugänglich sein, d.h. man kann zu Hause auf die Bestände zugreifen.

Für den Besucher gibt es also viel zu sehen: Im Ticket zu £E 10 (So-Do 11-19, Fr/ Sa 15-19, Di geschl.) sind die Bibliothek selbst sowie die Shady Abdel-Salam-Ausstellung (Künstler und Filmer) und die Mohammed-Awad-Collection (alte interessante Alexandria-Fotos und Landkarten) enthalten. Ferner warten ein Manuskript-Museum (£E 20) mit alten Schriftrollen und Schreibgeräten sowie ein Antikenmuseum (£E 20, siehe auch http://touregypt.net/featurestories/alexmuseum.htm) mit u.a. Unterwasserfunden, Funde, die beim Bau der Bibliothek zutage gefördert wurden - z.B. große Mosaike -, aber auch Artefakte aus anderen Regionen, auf Besucher. Wer Geld sparen will, kauft ein so genanntes Kollektiv-Ticket zu £E 45, das für alle drei Stätten gilt, nicht jedoch fürs Planetarium (siehe weiter unten). Tickets werden vor der Bibliothek links (in der Parallelstraße zur Corniche) an den Schaltern für das Konferenzzentrum verkauft. Dort können bzw. müssen auch Rucksäcke oder Taschen in Verwahrung gegeben werden, denn in der Bibliothek sind nur Fototaschen erlaubt. Kostenlose Führungen (empfehlenswert) in Deutsch werden um 12/ 13.30/ 15/ 16 angeboten.

 

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Siwa kennenlernen

In der Nähe der Moschee steht das relativ kleine Siwa House (Sa-Do 10-12, £E 3), ein empfehlenswertes Heimatkunde-Museum mit Ausstellung von Gebrauchsgegenständen der Oase, Silberschmuck und der dem Fremden meist verborgenen charakteristischen Kleidung der Bewohner. Falls geschlossen, nach Abu Bakr suchen oder über ein Hotel suchen lassen (auch Führungen außerhalb der angegebenen Zeit möglich). Ein Besuch dieses für die Oase typischen alten Hauses lohnt in jedem Fall, weil man hier einen Blick hinter die sonst verschlossenen Türen der Siwaner werfen kann.

Eine Kletterpartie in den Ruinen der Altstadt Shali – wurde z. Zt. unserer Recherche renoviert bzw. befestigt - lohnt ebenfalls. Sehr pittoresk ist die Gegend um die alte Moschee, die übrigens noch genutzt wird. Stöbern Sie ein bisschen umher, Fotografen und Filmer werden ungeahnte Perspektiven entdecken. Doch Vorsicht, dass Ihnen die immer labiler werdenden Wände nicht aufs Haupt stürzen oder Sie plötzlich in einem Hohlraum unter Ihren Füßen verschwinden. Der Zugang ist am Marktplatz ausgeschildert....

Der beste Aussichtsturm in Siwa ist der östlich gelegene Gebel Dakrour. Vom Marktplatz im Ort Siwa - südöstliche, am Palm Tree Hotel vorbeiführende Straße - erreicht man den Berg nach etwa 3 km. Auf die Spitze führen einige deutlich sichtbare Pfade (denen man wegen der Überhänge folgen sollte). Von oben schweift der Blick über Palmenhaine, stille Seen, die Zeugenberge und auf die Dünengebirge des Großen Sandmeeres im Süden (siehe Seite 569), das vor den Toren Siwas beginnt. Der Blick von oben - besonders stimmungsvoll bei Sonnenuntergang - ist einer der Höhepunkte des Besuchs. Seit langer Zeit gibt es übrigens „Rheuma-Kliniken“ hier: Im Sommer lassen sich gichtkranke Siwi und Patienten, die auch aus Europa kommen, im heißen Sand am Fuß des Dakrour unter der Aufsicht eines Spezialisten bis zum Hals eingraben. Die Stadtverwaltung kam kürzlich auf die Idee, den Berg während der gesamten Nacht in kitschig-buntes Flutlicht zu tauchen. Dieses „Schmutzlicht“ ist so hell, dass es in der näheren Umgebung Sternenbeobachtung erheblich stört.

In der Vollmondzeit im Oktober findet am Gebel Dakrour ein dreitägiges Fest statt, das Versöhnungsfest (Siyaha), bei dem Streit des vergangenen Jahres beigelegt werden soll. Von den Familien wird Brot gesammelt, mit heißer Fleischbrühe übergossen und dann gemeinsam mit den Freunden verzehrt. Ansonsten lagert man in den normalerweise leer stehenden Hütten und Häusern am Dakrour und unterhält sich. Das Fest ist zu einer kleinen Touristenattraktion geworden.

Auf der „Rückseite“ des Dakrour wurde eine knapp 1000 m tiefe Bohrung gelegt (neben Ain el Milouk), aus der Mineralwasser der Marke Siwa gewonnen wird (angeblich die beste Qualität Ägyptens). Eine weitere Abfüllfabrik für Mineralwasser, die Marke Safi, begrüßte Sie bereits am Eingang zur Oase.

Wenn Sie von hier aus Richtung Shali zurückgehen, sich aber rechts halten, stoßen Sie auf Kleopatras Brunnen, der bereits von antiken Schriftstellern als Sonnenbrunnen gerühmt wurde. In einem großen kreisrunden Becken steigt Wasser durch einen antiken Schacht blasenbildend auf. Stufen führen hinunter in Kleopatras Riesenbadewanne. In der Nähe gibt es einen Coffee-Shop und eine Toilette.

Der Weg führt weiter zu den sehr bescheidenen Überresten des Amun-Tempels von Nektabenes (Umm el Ubayda, auch als Ammun-Tempel ausgeschildert) aus der 30. Dynastie, dessen bis zur Jahrhundertwende noch gut erhaltenes Mauerwerk damals zum Bau der Polizeistation und der Moschee verwendet wurde.
Nur ein kurzes Stück weiter folgt das Dorf Aghurmi mit seinem malerischen Ruinenberg, auf dem neben jüngeren Häuserruinen die Reste des Amun-Tempels (auch „Orakeltempel“, £E 20) stehen sowie eine Moschee aus der Zeit, als der Hügel noch bewohnt war. Der Tempel, der das berühmte Orakel beherbergte, bestand aus einem Hof, zwei Hallen, dem Sanktuar und, links daneben, der Verkündungshalle des Orakels. Dieses funktionierte wahrscheinlich so...

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Kairo: Stadtzentrum

Midan Tahrir und Umgebung

Das moderne Leben pulsiert im Stadtzentrum mit seinen Geschäftsstraßen, Bürohäusern, Banken. Die City (häufig auch Downtown genannt) breitet sich vom Midan Tahrir - Platz der Befreiung -, dem zentralen Platz schlechthin, mit der Sharia Talaat Harb nach Norden aus, südlich liegt die Garden City mit (ehemals) vornehmen Wohnpalästen, Botschaften und Hotels. Ein wichtiger Knoten ist der Midan Talaat Harb im Schnittpunkt der gleichnamigen Straße, der Geschäfts- und Bankenstraße Qasr El Nil und der Sharia Mohamed Bassiouni.

Das Shoppen im modernen Kairo spielt sich im Wesentlichen im Gebiet zwischen Midan Talaat Harb, Sharia Qasr El Nil, Sharia Gumhurriya, Sharia 26.July und Sharia Talaat Harb ab.

Besonders in der Sharia Talaat Harb und Qasr el Nil (bis zum Midan Mustafa Kamil) drängen sich am Abend die Fußgänger. Es macht Spaß und ist interessant, zu dieser Zeit hier zu bummeln, entweder selbst einzukaufen oder nur den Ägyptern beim Shopping zuzuschauen. Werfen Sie doch einen Blick in die zweite Querstraße rechts der Qasr el Nil. Dort steht das aus besseren Zeiten stammende Hotel Cosmopolitan am Beginn einiger restaurierter kleiner Straßen, die als ansprechende Fußgängerzone mit viel Grün gestaltet sind; fast ein Blick zurück um 100 Jahre.
Wer es bis 22 oder 23 Uhr aushält, kann in der Gegend des Midan Orabi in einen der Nachtclubs gehen und den Ausflug z.B. mit einer landestypischen Bauchtanzaufführung oder einem Besuch des stadtbekannten Cinema Metro in der Sharia Talaat Harb beschließen.

Aber auch am Tag lohnt ein kurzer Abstecher zum Midan Orabi mit dem kleinen Taufikiya-Frischmarkt und der kurzen Fußgängerzone, die nicht nur autofrei gehalten wird, sondern auch mit Grünanlagen und Sitzbänken aufgewertet wurde. Hier und in der Parallelstraße bieten viele kleine und größere Restaurants alle Genüsse der ägyptischen Küche. Besonders abends nimmt die Betriebsamkeit noch zu und kommt erst lange nach Mitternacht zur Ruhe.

Der Midan Tahrir (der offiziell Midan Anwar el Sadat wie die Metro-Station heißt) ist eine Art Institution in Kairo. Sechs Straßen spucken allen Verkehr auf dieses Areal, Fußgänger - manchmal um ihr Leben rennend - überqueren die Straßenzüge, obwohl der Metro-Bahnhof ein sicheres Unterqueren ermöglicht. Besonders Neuankömmlinge sollten die Unterführungen vorziehen, weil der Verkehr lawinenartig über den Platz und die einmündenden Straßen rollt...

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Kairo: Khan el Khalili Bazar und umliegende Souks

Aus dem Gewürzmarkt sollten Sie in die Sharia El Muski zur Fortsetzung des Spaziergangs gehen und dort bergauf bis zur nächsten Kreuzung mit Autoverkehr. Das ist nur ein kurzes Stück, die Straße heißt Sharia Muizz li Din Allah und ist die alte, unter den Fatimiden angelegte Nord-Süd-Achse der heutigen Altstadt. In der jüngsten Vergangenheit wurde sie gründlich renoviert und neu mit einem ziemlich holprigen Pflaster ausgelegt – das soll wohl die wilden Motorrad- und Autofahrer zur Raison bringen, vor denen man sich früher mit schnellen Sprüngen in Sicherheit bringen musste.

Rechts an der Sharia Muski steht die 1425 von Sultan Ashraf Barsbay erbaute Madrasa [19] (£E 8). Sultan Barsbay hatte den Gewürzhandel verstaatlicht und nutzte das hohe Steueraufkommen aus diesem Zweig unter anderem zum Bau religiöser Monumente (sein Mausoleum in der nördlichen Totenstadt ist unbedingt einen Besuch wert, siehe Seite 256). Barsbay baute hier Madrasa, Mausoleum und ein Sebil-Kuttab, das gleich links vom Eingang zu sehen ist: unten der Brunnen, oben die Koranschule. Im Korridor zur Madrasa verbirgt ein Holzgitter (Mashrabiya) den Wasserbehälter für den Brunnen. Im Nordwest-Liwan der Madrasa sind die Decken und marmorverkleideten Böden sehenswert. Werfen Sie auch einen Blick auf den Mihrab mit seinen schönen Intarsienarbeiten. Vom Minarett schweift der Blick direkt über den Khan el Kalili Bazar (und das Gerümpel auf den Dächern).

Links gegenüber erhebt sich die etwas angestaubte Mutahar-Moschee [18] mit Sebil-Kuttab (1744). Ihr Minarett und der Eingangsbereich stammen aus einer Moschee, die Katkhuda im 12. Jh hier erbauen ließ. Sie sollten nun links (nördlich) der Sharia Muizz li Din Allah folgen, an der sich in diesem Abschnitt Goldschmuckhändler niedergelassen haben und die bald den Souk der Kupferschmiede (Souk el Nahasin) durchquert. Wenn Sie der nächsten, rechts abzweigenden Gasse - der Eingang ist schmal und leicht zu übersehen - unverzagt folgen, werden Sie im Herzen des ****Khan el Khalili-Bazars landen.

Dieser Bazar (sonntags weitgehend geschlossen) mit seinen zahllosen, häufig winzigen Lädchen ist die Shopping-Adresse schlechthin für Touristen, die orientalische Souvenirs nach Hause schleppen wollen; er ist einer der bekanntesten Bazare Nordafrikas. Noch dazu hat er Tradition: 1382 wurde an dieser Stelle von Jarkas el Khalili, Stallmeister des Sultan Barquq, eine Karawanserei (Khan) gegründet, in der vor allem fremde Kaufleute ihre Waren anbieten durften. Bis ins 19. Jh wurde im Khan el Khalili-Bazar noch einer der bekanntesten Sklavenmärkte Nordafrikas abgehalten. Das Schachern um Menschen fand im noch vorhandenen, touristisch kaum interessanten Teil namens Wakalat el Gallaba statt, in dem jetzt hauptsächlich Waren für den ägyptischen Haushalt angeboten werden.

Heute erscheint der Bazar dem flüchtigen Besucher als eine große Nepp-Falle. Wenn Sie allerdings an mehr als dem üblichen Touristenkitsch interessiert sind, dann müssen Sie sich Zeit nehmen, viel Tee trinken und sich dem orientalischen Handel und Wandel anpassen. Dann öffnet der eine oder andere Bazari auch mal die Schublade, in der er die besseren Stücke für interessierte Kunden aufbewahrt. Mit etwas Gespür können Sie unter all dem Ramsch auch heute noch Kostbarkeiten finden. Freilich dürfen Sie sich nicht im illusionären Glauben wiegen, dass auch nur einer der Händler Ihre Finanzkraft unterschätzt.

Die enge Gasse steigt allmählich an. Etwa im mittleren Teil wurde 2007 das New Khan el Khalili Shopping Center – links kurz vor dem Restaurant Khan el Khalili – eröffnet, ein komplett klimatisiertes, sehr großes Areal mit offenbar etwas besseren, zumindest aber teureren Geschäften, sogar eine Zweigstelle der Buchhandlung Lehnert und Landrock ist zu finden, neben weiteren 269 Shops in drei Stockwerken sowie einem Café. Als ob dem geplagten Besucher nicht schon mit den Hunderten der vorhandenen Läden nahezu übermenschliche Entscheidungskraft abgefordert würde.

Wenn Sie sich zum Schluss Ihrer Entdeckungsreise in die höher gelegenen Regionen begeben, stoßen Sie auf das Ende des Bazars und an die Mauern der **Hussein Moschee [17]. Sie ist eine der sehr beliebten Moscheen Kairos. In der großen Bethalle vertiefen sich fromme Männer ins Gebet, im Seitentrakt steht - unter einer mit Goldintarsien geschmückten silbernen Mausoleumskuppel - der verzierte Sarkophag mit dem Kopf Husseins. Ehrfürchtig umschreiten die Gläubigen das Heiligtum und murmeln Gebete, in denen sie Hussein ihre Wünsche mitteilen.

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Pyramiden von Giseh

....Sollten Sie den Wunsch nach einem Führer - Dragoman - nicht unterdrücken können, nehmen Sie am besten einen lizenzierten Mann, er muss sich mit einer Messingplakette ausweisen. Die Kenntnisse dieser Leute werden geprüft, dadurch haben Sie Gewähr, mehr Fakten als Märchen zu hören. Übrigens kommen die meisten Dragomanen aus Beduinenkreisen.
Unentwegte, die auf einen Ritt um die Pyramiden nicht verzichten wollen, erkundigen sich am besten vor dem Pyramidenbesuch im Tourist Office gegenüber dem Mena House-Hotel; dort erfahren Sie die aktuellen Preise als Basis für Ihre Verhandlungen. Spätnachmittags sinken die Angebotspreise. Ein Kamelritt mag den Vorteil haben, dass man die Pyramiden aus einiger Distanz sieht und die Treiber die besten Fotoplätze kennen. In der Nähe der Pyramiden gibt es einige Reitställe; wer Interesse an größeren Reitausflügen hat, lese Seite 290 nach.

****Cheops-Pyramide
(altägyptischer Name Chufu)
Doch zu den Pyramiden selbst: Im Norden - exakt auf dem 30. Grad nördlicher Breite - erhebt sich die unter Cheops gebaute Pyramide, mit ursprünglich einschließlich Verkleidung 147 m, heute noch 137 m Höhe, d.h. höher als ein 40-stöckiger Wolkenkratzer. Sie ist die höchste und älteste der drei weltberühmten Bauwerke (siehe auch www.cheops.org). Mit dem hier verwendeten Steinmaterial könnte man eine Stadt für 120 000 Einwohner bauen, hat ein fleißiger Rechner herausgefunden.

Die Besichtigung der Grabkammer dieser Pyramide lohnt sich gegenüber den anderen am meisten; denn trotz aller Mühsal, schlechter Luft und Gedränge zeigen sich im Innern die Baumassen in ihren gewaltigen Ausmaßen sehr eindrucksvoll. Vom heutigen Eingang, einem ehemaligen Grabräuberzugang, führt der Weg zunächst leicht ab-, dann aufwärts. Würde man sich am Wendepunkt über einen 106 m langen Gang (teils kriechend) weiter in die Tiefe begeben, sähe man nur eine leere Kammer. Sie ist für die Öffentlichkeit gesperrt.

Nun steigt man weiter durch den ebenfalls engen Gang nach oben. Er öffnet sich schließlich in die (weiterhin ansteigende) Große Halle mit polierten und fast fugenlos aneinander gefügten Steinplatten, 8,5 m hoch, bis zu 2,15 m breit und 47 m lang (am Beginn der Halle zweigt ein horizontaler Gang zur Königinkammer ab). Man geht bis zum oberen Ende der Großen Halle und weiter durch eine niedrige Passage in die Grabkammer, die immerhin 42,3 m (gute 15 Stockwerke!) über der Pyramidenbasis liegt. Die Wände und auch die Decke bestehen aus rotem Granit, wobei die Decke selbst von gewaltigen, 5,65 m langen und 40 t (!) schweren Granit-Monolithen getragen wird, um überhaupt die Last der vielen Steinquader oberhalb auffangen zu können (daher wurden zur Lastenminderung fünf Hohlräume über der Decke ausgespart).

Etwas außerhalb der Mitte steht der leere Sarkophag, ohne jede Beschriftung oder eine Andeutung seines Besitzers. Lediglich weit oben in den Hohlräumen über der Kammer wurde mehrmals der Name Chufu gefunden. Zwei schräg nach oben führende Schächte sollten vermutlich den Flug der Seele zum Himmel ermöglichen. Die Grabkammer war ursprünglich mit Granit-Fallplatten verschlossen, von denen sich eine noch in der „Ausgangsposition“ befindet.

Im westlichen Gräberfeld - rechts der Straße, an der Nordwestecke der Cheops-Pyramide - wurden einige Gräber restauriert und zugänglich gemacht: Das Grab des Senedjemib Mehi (5. Dynastie), Oberster Richter und Wesir, ist das uninteressanteste mit nur zwei kleinen Räumen, links daneben das Grab des Achetmehu Chenemente (6. Dynastie), Oberschatzmeister und Aufseher des Einbalsamierungshauses, größtes der drei Gräber mit vielen Reliefs und zwei voneinander getrennten Räumen. Das dritte Grab gehörte Senedjemeb Inti, 5. Dynastie, Oberster Richter und Wesir.

An der Ostseite der Pyramide erhob sich einst auf einer Fläche von 52 x 40 m der Totentempel des Cheops. Leider blieb nur noch die schwarze Basaltpflasterung erhalten. Der zugehörige Taltempel ist komplett verschwunden, ebenfalls fehlen vom Aufweg alle Spuren. Die drei kleinen Pyramiden, die sich südlich an den Totentempel anschließen, dienten Königinnen als letzte Ruhestätte, d.h. (von Nord nach Süd) der Königsmutter Hetepheres, die mittlere der Nebenfrau Merititis (Mutter seines Nachfolgers Chephren) und die dritte der weiteren Nebenfrau Henutsen. Die Grabkammern wurden restauriert und können besichtigt werden. Allerdings geht es durch einen engen Gang in gekrümmter Haltung 10 m tief in den gewachsenen Fels - unten angekommen, sieht man nur enge leere Räume, bei Henutsen immerhin eine Art Sarkophag-Wanne im Boden. Die Mühe lohnt sich für den Normalbesucher in keinem der drei Fälle.
Neben der Hetepheres-Pyramide weisen die Wärter auf die Mastabas von Kar und Idu hin. Der Blick in die fast ebenerdigen Grabkammern kostet keine Mühe. Kar entschädigt mit seiner Statue in Begleitung von Verwandten, im rechten und linken Seitenraum sieht man die im Alten Reich üblichen Scheintüren, an verschiedenen Wänden Reliefs. Idus Grabkammer fiel etwas bescheidener aus; rechts in einer Wandnische mit Scheintür scheint er aus dem Jenseits aufzutauchen und seine Opfer einzufordern, denn er schaut nur ab Brusthöhe aus dem Boden.

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Kairo für Fußgänger

Fußgänger in Kairo zu sein, hat etwas mit Überlebenskunst zu tun: Da jeder motorisierte Verkehrsteilnehmer den jeweils Schwächeren aussticht, ist der am Ende der Kette laufende Fußgänger der Dumme - in Kairo lernt auch der Faulste, um sein Leben zu rennen (aber nur sehr selten). Trotzdem sollten Sie auf Spaziergänge, vor allem in den Souks, nicht verzichten; nur als Fußgänger mit Muße werden Sie Blicke hinter die Kulissen werfen können.

Wenn Sie als Neuling stark frequentierte Straßen überqueren wollen, halten Sie sich an ägyptische Fußgänger, am besten an solche mit Kindern, da reagieren die Autofahrer noch vorsichtiger und der „Windschatten“ ist breiter. Als Fortgeschrittener nehmen Sie Blickkontakt mit den Autofahrern auf, geben Sie ihnen eine Chance, auszuweichen oder zu stoppen. Wenn Sie sich plötzlich unsicher fühlen, bleiben Sie nach Möglichkeit stehen und winken abwehrend mit den Händen und der Einkaufstüte. Vermeiden Sie, in Panik zurückzulaufen.

Kairos Busse
Frauen sollten Busse meiden, weil Touristinnen-Grapschen beliebt ist und es im Gedränge kein Entkommen gibt.

Man steigt hinten in den Bus ein und vorne aus; der Kampf nach vorne ist notwendig, außerdem ist dort meist ein Hauch mehr Platz. Bleiben Sie in Türnähe und verteidigen Sie diesen Platz mit aller Standhaftigkeit, denn rauszukommen ist manchmal schwieriger als rein. Versuchen Sie, Ihre Mitfahrer von Ihrem Ziel in Kenntnis zu setzen, damit Sie rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht werden.

Die Liniennummern der weißroten oder weißblauen öffentlichen Busse stehen oberhalb der Windschutzscheibe und neben der vorderen Tür; allerdings in arabischen Ziffern. Die Haltestellen sind durch eine im Original rote Stange und, falls noch lesbar, ein Schild der haltenden Busnummer und meist eine Traube Wartender gekennzeichnet. Die meisten Busse verkehren von 6-24 Uhr, während des Ramadan bis 2 Uhr nachts. Der Fahrpreis in der gesamten Stadt beträgt 25 Pt.

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Luxor: Hintergrund

Hintergrund: Theben ist die griechische Bezeichnung für die altägyptische Hauptstadt Waset. Zu ihr gehörten die heutigen Ruinen
des Amun-Tempels von Karnak
des Luxor-Tempels in Luxor und
die Nekropolen und Totentempel in Theben-West.
Im Alten Reich war Theben Kultort des Falkengottes Month. Mit Vertreibung der Hyksos und Wiedervereinigung des Landes unter der aus Theben stammenden 11. Dynastie (2050 vC) gewann der Ort an Bedeutung. Durch die Gründung des Karnak-Tempels für Amun, den König der Götter, stieg Theben zum geistigen und religiösen Zentrum Ägyptens auf. Mehrmals war es im 2. und 1. Jahrtausend vC Hauptstadt Ägyptens, immer aber blieb Theben der Mittelpunkt pharaonischer Kultur. Alle Könige des Neuen Reiches sind hier im Tal der Könige bestattet und noch die römischen Kaiser kamen hierher, um die Wunder des Hunderttorigen Theben zu bestaunen.
Im Mittelpunkt Thebens stand der Tempel von Karnak, dessen Bedeutung u.a. aus den nüchternen Zahlen eines Papyrus aus der Zeit von Ramses III hervorgeht: Insgesamt standen 81 322 Männer im Dienst des Tempels; sie hatten sich um 421 662 Stück Vieh, 433 Gärten, etwa 2 395 qkm landwirtschaftliche Fläche, 83 Schiffe, 46 Baustellen und 65 Dörfer zu kümmern - übertragen auf die heutige Zeit handelte es sich um ein Großunternehmen; eine solche wirtschaftliche Konzentration zöge auch heute noch politische Aufmerksamkeit auf sich. Besonders dann, wenn man die Bedeutung des Großunternehmens Karnak mit der damaligen Bevölkerungszahl Ägyptens (geschätzt auf 4-5 Millionen) in Relation setzt, zeigt sich, dass sich hier ein wirtschaftlich erstrangiger Betrieb etabliert hatte.
Erst als die Ptolemäer Alexandria zu ihrer Metropole erkoren, verlor Theben endgültig an Rang, obwohl auch schon zuvor die politische Hauptstadtrolle von anderen Städten wahrgenommen worden war. Die Römer legten eine Garnison nach Theben; die Christen stürmten die noch sichtbaren „Götzenbilder“ und funktionierten die Tempel zu Kirchen um; spätere Generationen nutzten die Trümmer als bequemes Baumateriallager.
Systematische Ausgrabungen seit Beginn des 20. Jhs förderten großartige Relikte zu Tage. Sie lassen erahnen, welch prächtige Bauwerke hier standen und welche künstlerischen und architektonischen Leistungen an diesem Ort vor Jahrtausenden erbracht worden waren.
..

Heute sieht es hier ein wenig anders aus. Der Ort Luxor mit knapp 500 000 Einwohnern gibt der Stätte seinen Namen, er bedeckt einen Teil des ehemaligen Theben. Er zieht sich vom Nil bis zur Eisenbahnlinie, ja quillt inzwischen darüber hinaus und dehnt sich weiter und weiter am Nilufer entlang nach Süden aus, immer mehr vom wertvollen Boden verschlingend. Im Osten am Rand des Fruchtlandes zur Wüste liegt der Flughafen.

Die parallel zum Nil verlaufende Straße heißt Corniche, ihre Uferpromenade ist besonders zur Sonnenuntergangszeit einen Bummel wert. Landmarke und eine Art Mittelpunkt der Stadt stellt der Luxor-Tempel dar, der gleich am Nilufer liegt. Ca. 3 km nördlich finden Sie, etwas abseits östlich des Nils, den Tempelkomplex von Karnak. Unterwegs kommen Sie am Luxor-Museum vorbei. Lässt man den Tempel rechts liegen, erreicht man das etwas ruhiger wirkende „Vordorf“ Karnak mit ein paar Hotels der besseren Kategorie, u.a. Hilton.

Südlich des Luxor-Tempels gilt das Winter Palace Hotel als erste und älteste Adresse einer sich Nil aufwärts ausbreitenden Hotellandschaft. Die Verlängerung der Corniche von hier nach Süden heißt ab dem Iberotel Sharia Khaled Ibn Walid. Hier folgt ein großes Hotel der Luxus- bzw. gehobenen Kategorie dem anderen, vom Club Med über Sonesta und andere bis zum etwas versteckt liegenden Sheraton. Noch ein paar Kilometer weiter südlich ließ sich die Maritim-Kette auf einer idyllischen Nilinsel nieder.

Die Luxor gegenüberliegende Seite des Nils - Theben-West im Altertum und heute wieder so genannt - bietet dem historisch Interessierten viele Tage Beschäftigung: Am Rand des Fruchtlands blieben einige Totentempel sehr gut erhalten; in der Wüste wurden bisher so viele Gräber entdeckt, dass die Besichtigung der relativ wenigen freigegebenen bereits einen sehr guten Einblick in das pharaonische Leben und Sterben vermittelt.

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Luxor: Im Karnak-Tempel

Der Amun-Tempel (6-18.30, Winter 17.30; £E 40) entwickelt sich hauptsächlich an einer West-Ost-Achse, die beim modernen Zugang an einer Kultplattform beginnt; gleich südlich davon lag die antike Bootsanlegestelle. Von hier führt eine Widder-Sphingen-Allee zum Ersten Pylon [1]. Er ist unfertig, wie die ungeglätteten Wände und die Reste des seit Jahrtausenden verlassenen “Baugerüsts” aus Lehmziegeln auf der Süd-Innenseite zeigen, über dessen schiefe Ebene das Baumaterial hinaufgeschafft wurde (direkt davor ein informativer Übersichtsplan).

Durch das Pylontor betritt man den großen Ersten Hof. Hier stehen zwei kleinere Tempel, die ursprünglich außerhalb des Amun-Tempelareals erbaut worden waren, aber bei der weit späteren Anlage dieses Hofes integriert wurden: links ein kleines dreiteiliges Heiligtum von Sethos II für Amun, Muth und Chons, auf der rechten Hofseite ein Tempel von Ramses III [2] mit zwei Kolossalstatuen seines Erbauers...

Am Ende des Ersten Hofes weist links ein Schild zum Open-Air-Museum [4] (£E 25, Ticket vor der Anlage erhältlich), dessen Besuch sehr empfohlen wird. Dort sind verschiedene Bauwerke aus Baufragmenten rekonstruiert worden, die nach dem Abriss in der Antike als Füll- und Baumaterial z.B. in Pylonen eingesetzt wurden. So entsteht zur Zeit ein kompletter Tempel aus derartigem Material; französische Archäologen machten sich verdient, indem sie die vor 3000 Jahren zerstörten Tempelteile in einem großen Puzzle wieder zusammenfügten bzw. dies noch tun.

Blickfang des Freilichtmuseums ist die aus rötlichen Quarzit-Relief-Blöcken bestehende Rote Kapelle der Hatschepsut, die ursprünglich an der Stelle des heutigen Barkenraums stand. Zwar fehlten eine ganze Reihe Blöcke, aber aus den vorhandenen ließ sich das anmutige Gebäude wieder rekonstruieren. Auf dem Boden im Innern sind eine Opferwanne und zwei Opferplatten (die hintere mit Ablauf) eingelassen...

... An der linken und rechten Seite des Ersten Hofes werden Ihnen Widderfiguren auffallen; sie stehen hier seit 2200 Jahren “auf Halde”, weil die ursprünglich bis zum heutigen Zweiten Pylon reichende Widder-Sphingen-Allee der späteren Erweiterung weichen musste. In der Hofmitte stand eine von dem Kushiten-König Taharqa (25. Dynastie um 700 vC) vor den damaligen Eingangspylon gebaute Kolonnade. Heute zieht die einzig erhaltene Taharqa-Säule [3] (von Rilke im Gedicht erwähnt) die Blicke auf sich. Vor dem Zweiten Pylon ist rechts noch eine von ehemals zwei Kolossalstatuen von Ramses II erhalten, vor der, in kleinerem Maßstab, seine Tochter Intanat steht. Die linke Pharaonenstatue enthält so viele Königskartuschen, dass ihr Ursprung nicht mehr zuzuordnen ist. Der heute stark zerstörte Pylon wurde von Haremhab um 1300 vC am Ende der 18. Dynastie errichtet; er bildete für ungefähr ein Jahrtausend, bis zum Bau des heutigen Ersten Pylons, die Fassade der Tempelstadt.

Wir gehen vom Ersten Hof weiter durch den Zweiten Pylon in den Säulensaal [5] mit 134 Papyrus-Säulen; ein in seinen Dimensionen überwältigender Raum, der – letztlich nicht erfassbar – nur beim Herumgehen sich als ein Stein gewordener Heiliger Hain etwas erschließt. Die mittleren Säulenreihen sind höher, ihr Kapitell zeigt jeweils naturgetreu eine geöffnete Papyrusdolde, denn sie erhielten von den (teils noch vorhandenen) Seitenfenstern Licht. Die anderen Säulenkapitelle, die im Halbdunkel der Decke stehen, sind – wie Pflanzen im Dunkel – mit geschlossenen Blüten dargestellt. Auf den Wänden und Säulen haben sich Sethos I und Ramses II mit Reliefs religiösen Inhalts verewigt.

Interessant ist die nördliche (linke) Außenwand [6] des Säulensaales....

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Theben-West: Königsgräber

Der aufmerksame Besucher Ägyptens wird sich in Theben-West die Frage stellen, warum verschwinden hier die Gräber möglichst unsichtbar im Berg und weit entfernt von den zugehörigen Totentempeln, wo doch im Alten Reich eine Pyramide - genau gegensätzlich - den Begräbnisplatz weithin sichtbar machte und der Totentempel zu ihren Füßen lag? Damals ermöglichte die Pyramide den Aufstieg des Pharao zu den himmlischen Göttern. Im Neuen Reich hatte sich diese Philosophie weiterentwickelt: Der zu Osiris gewordene König steigt hinab in die Unterwelt und dort in die Nachtbarke des Sonnengottes Re, mit dem er eins wird und für die zwölf Stunden der Nachtfahrt verschmilzt, um am Morgenhimmel in „Personalunion“ mit Sonnengott Re wieder aus dieser anderen Welt für die Tagesfahrt auf­zutauchen.

Seit Sethos I wird am Grabeingang links dargestellt, wie der verstorbene König dem Sonnengott Re-Harachte (mit Sonnenscheibe auf dem Kopf) huldigt. Es folgt die so genannte SonnenlitaneiSonnenlitanei (auch „Buch der Anbetung des Re im Westen“). Im ersten Teil wird der Gott mit 75 Anrufungen gepriesen und angebetet. Im zweiten Teil setzt sich der Verstorbene mit dem Gott gleich: „Ich bin du, und du bist ich...“, um mit ihm dem Lauf der Sonne zu folgen, das heißt, in den kosmischen Kreislauf einzutreten und den Tod zu überwinden.

Das unterirdische Grab stellt ein Abbild der Unterwelt dar, die der Sonnengott und der mit ihm vereinte Verstorbene auf seiner Nachtfahrt zu durchmessen hat. Z.B. gilt der senkrechte Schacht nach dem schräg abfallenden Eingangstor als „Höhle des Sokaris“, ein gefährlicher unterweltlicher Raum, den der Tote durchqueren muss. Die Reliefs und Bilder stellen diese Unterwelt als eine eigene Welt mit Wegen, Kanälen oder Inseln dar, von feuerspeienden Schlangen, Dämonen und Ungeheuern, aber auch von hilfreichen Geistern bevölkert. In den zwölf Nachtstunden hat Re (mit dem Verstorbenen) Gefahren zu bestehen und Hindernisse zu überwinden, um am Ende als siegreicher verjüngter Gott zusammen mit dem verstorbenen König die Reise als Sonnenscheibe am Morgenhimmel zu beginnen.

Im Zeitraum von 1550 bis etwa 1050 vC wurden in Theben-West Gräber als Stollen in zum Teil beachtlicher Länge in die Felsabhänge des Wüstenbeginns getrieben. Zu Beginn der 18. Dynastie weisen sie eine 90-Grad-Abwinkelung in ihrem Kammer- und Gangsystem auf; die Korridore sind anfänglich nur grob aus dem Berg gehauen und nicht dekoriert. Sie münden zunächst direkt in die Grabkammer; erst ab Tuthmosis III kommt eine Pfeilerhalle kurz davor hinzu. In der Ramessidenzeit verläuft der Weg vom Eingang bis zur Sargkammer geradlinig, auch die Korridore sind nun bemalt, die Decken meist blau und mit Sternen übersät; damit war der Himmel im Grab wieder sichtbar. Bis Amenophis IV (Echnaton) wurde das Amduat offensichtlich von Papyrusvorlagen auf die Grabkammerwände übertragen. Sowohl der Schrifttyp – die so genannten „Totenbuchhieroglyphen“ – als auch die Strichzeichnungen sind typisch für die Schreib- und Maltechnik der Papyri. Haremhab lässt seine Grabkammer nicht mehr mit dem Amduat, sondern mit verschiedenen Abschnitten aus dem Pfortenbuch ausmalen. Er führt auch das bemalte Flachrelief im Königsgrab ein. In späteren Gräbern werden auch andere Jenseitsbücher herangezogen.

In den nachfolgenden Beschreibungen ist von “Korridoren” die Rede, ein Begriff, der weitgehend in der Literatur zu den Gräbern verwendet wird. In der Regel ist ein Korridor durch zwei Mauervorsprünge abgegrenzt und daher beim Besuch leicht vom nächsten zu unterscheiden.

Von den insgesamt 64 Gräbern sind nur relativ wenige so gut erhalten bzw. interessant, dass ein Besuch lohnt. Davon ist auch nur ein Teil, häufig abwechselnd, zur Besichtigung freigegeben, um die Belastungen durch die Ausdünstungen der Besucher zu vermindern.

Das Grab von Sethos I, das schönste des Königstals, bleibt wegen Restaurierung den Besuchern auch weiterhin verschlossen, ähnlich das Grab von Ramses I.

Ein wichtiger Hinweis: Gehen Sie nicht aus lauter Neugierde in eines der vielen offenen, offiziell jedoch nicht zugänglichen Gräber. Dort unten ist die Luft heiß und stickig, Fledermäuse flattern um den Kopf, die akustische Verbindung zur ­Außenwelt reißt sehr bald ab – ein Leser berichtet von panischer Reaktion. Eine Kanadierin, die sich verlief und in einen Schacht fiel, schrieb ihr Schicksal auf eine Postkarte, bevor sie verdurstete. Zwei Jahre später wurde ihr bekleidetes Skelett gefunden.

Wir folgen mit der Beschreibung der Gräber dem talaufwärts führenden Weg. Das ist die pragmatische Lösung für einen Besuch. Doch eine Besichtigung in chronologischer Reihenfolge ist interessanter, weil sich dann die Entwicklungsstufen als zusätzliches Element deutlich offenbaren.

Viele Besucher werden nur ein Ticket kaufen, das für maximal drei Gräber gilt – aber welche auswählen? Wir schlagen Ihnen zwei Kombinationen daraus vor:

Wenn Sie der historischen Entwicklung folgen wollen, sollten Sie sich enstprechende Gräber in der Tabelle im nebenstehenden Kasten aussuchen.

Nach der Endstation des Shuttle und dem Ticketschalter steht gleich links unter einem Schattendach ein Aluminium-Ständer mit einer sehr guten Übersichtskarte, in der die Gräber dreidimensional so eingezeichnet sind, wie sie im Berg verlaufen...

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Kreuzfahrt auf dem Nassersee nach Abu Simbel  

Das Gebiet zwischen dem Ersten Katarakt bei Assuan und dem Zweiten Katarakt bei Wadi Halfa – Unternubien genannt – unterlag über lange Zeiten pharaonischem Einfluss, wurde aber auch immer wieder von nubischen Herrschern regiert. Mindestens seit der Unabhängigkeit gehört es endgültig zu Ägypten, allerdings wurde die bewohnte Fläche inzwischen von den Wassermassen des Nasser-Stausees ver­schluckt.

Derzeit ermöglichen eigentlich nur Kreuzfahrtschiffe Ausländern den Zugang zu den meisten der geretteten, d.h. auf höheres Niveau versetzten Tempel. Die Zugangsstraßen ab der Abu Simbel Straße sind fertiggestellt, dürfen aber von Touristen nur nach erheblichem bürokratischem Aufwand benutzt werden. Insgesamt sind sechs Kreuzfahrtschiffe auf dem See unterwegs.

Völlig unverständlich starten die vier Schiffe Nubian Sea, Prince Abbas, Queen Nabila (auch Queen Abu Simbel) und Tania zur gleichen Zeit, legen gleichzeitig bei den Sehenswürdigkeiten an, alle Passagiere stürzen sich in zwei, um eine Stunde versetzten Pulks auf die Tempel. Dort reden die Guides nahezu gleichzeitig auf die Besucher ein, die sich umeinander drängeln, fotografieren und über die Köpfe der bereits Anwesenden schauen müssen. Freitags findet dasselbe Spiel ab Abu Simbel Richtung Assuan statt (Auschecken montags). Es macht daher sehr viel mehr Sinn, auf der Eugénie oder Qasr Ibrim (Fr ab Assuan, Di ab Abu Simbel) zu buchen, auch wenn diese Schiffe teurer sind.

Nach der Einschiffung am Nachmittag legen die südlich fahrenden Schiffe am nächsten Morgen am Hochdamm ab, fahren nur quer über den See zum Kalabsha-Tempel (Beschreibung siehe Seite 488) und nehmen nach dessen Besichtigung die eigentliche Reise gen Süden auf.

Abends erreicht man New Sebua, wo das Schiff in Sichtweite der illuminierten Tempel an einem Felsen vertäut wird. Besichtigung der Ruinen am nächsten Morgen, anschließend Weiterreise nach New Amada und Besuch der Stätten am Nachmittag. Am folgenden Morgen werden die um Felsen geschlungenen Seile wiederum eingeholt; nach kurzer Fahrt hält man vor Qasr Ibrim, das bei Hochwasser bequem vom Deck aus betrachtet werden kann. Gegen Mittag hält der Kapitän direkt auf die Tempel von Abu Simbel zu. Die reine Fahrzeit beträgt 17-18 Stunden.

***Tempelgruppe New Sebua (auch Al Subu)
Hintergrund: Auch das Wadi Sebua versank in den Fluten des Stausees, sein Tempel wurde aber von den Ägyptern um 4 km nach Wes­ten auf sicheres Land versetzt (N22°47,55’ E32°32,75’), ebenso wie die weiter nördlich gelegenen Tempel von Dakka und Maharraka ganz in der Nähe wieder aufgebaut wurden. Zwischen dem südlicher gelegenen Sebua-Tempel und den beiden letzteren sind etwa 600 m zu marschieren (Eintritt £E 45 für alle Tempel).
Wadi Sebua bedeutet Tal der Löwen nach der Löwen-Sphingen-Allee, die zum Tempel führt. Setau, unter Ramses II Gouverneur von Kush, ließ den Tempel für seinen König bauen. Ihm unterstand ebenfalls der versunkene Tempel von Gerf Hussein, dessen Plan hier als Vorbild diente. Der Sebua-Tempel war Re-Harachte und Amun-Re geweiht, später wurde er in eine koptische Kirche umgewidmet. Die figürlichen wie bildlichen Darstellungen sehen häufig etwas grob aus; sie stehen für einen nubisch beeinflussten Stil mit schwereren, massiven Proportionen. Interessant ist, dass sich Ramses II hier, fernab der Heimat, selbst als Gott in einer Reihe mit den Hauptgöttern darstellen lässt und diesen, also auch sich selbst, Opfer darbringt. Außerdem überragt er mehrfach als Opfernder die Götter ganz deutlich. All dies wäre im Umkreis von Theben undenkbar gewesen.

Sebua
Ursprünglich war der Tempel von Sebua von einer Lehmziegelmauer umgeben, deren Lage hier am neuen Platz nur durch eine Steinmauer angedeutet ist. Schon von weitem wird der Besucher von zwei großen Ramses II-Statuen begrüßt, die - ungewöhnlich - vor Sphingen auf hohen Steinpodesten stehen und den Eingang markieren. Diese Sockel sind mit gefangenen Afrikanern (links) und Asiaten sowie Libyern (rechts) dekoriert. Eine Stele von Setau in Abu Simbel berichtet übrigens, dass dort wie auch hier libysche Gefangene beim Tempelbau beschäftigt wurden.

Man betritt den Ersten Hof, in dem rechts und links je drei Löwensphingen mit Ramses II-Kopf mit Doppelkrone stehen. Auf den Podesten sind, wie am Eingang, Gefangene dargestellt. Durch die spärlichen Reste eines Pylons gelangt man in den Zweiten Hof. Dort setzt sich die Sphingenallee fort, allerdings mit (einst) vier verschiedenen falkenköpfigen Formen des Horus-Kopfes; zwischen den Vordertatzen steht jeweils eine Königsfigur.

Der Weiterweg führt dann auf eine Terrasse, auf der sich ein 20 m hoher Steinpylon als Eingang zum Tempelhaus mit ehemals vier kolossalen Figuren von Ramses II erhebt. Nur noch eine der Statuen ist erhalten, einen Stab mit Widderkopf als Symbol von Re-Harachte haltend. Reste der zweiten Figur liegen etwa 200 m entfernt am Weg zum Dakka-Tempel im Sand herum....

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Weiße Wüste

In der Weißen Wüste (arabisch Sahara el Bejda) hat die Erosion phantastische Kunstwerke geschaffen, indem sie den weicheren Stein um einen härteren Kern durch jahrmillionenlanges Sandstrahlen entfernte. Das riesige Areal ist mit Kalksteingebilden übersät, in denen auch phantasielose Leute die tollsten Märchengestalten entdecken können.

Es lohnt sich sehr, durch diese Kunstausstellung der Natur zu wandern und dabei auch die kleinen Begebenheiten zu beachten, wie z.B. den im Windschatten eines herumliegenden Steines stehen gebliebenen Kalksteinfleck oder die vielfältigen Versteinerungen von Schnecken, Muscheln oder sogar Zweigen. Denken Sie jedoch daran, dass die Monumente durchaus gebrechliche Gebilde sein können.

Östlich der Straße sind die Kalksteinmonumente kleiner und etwas zarter, während westlich mehr die Inselberg-Giganten vorherrschen – gestrandete, in der Sonne leuchtende Eisberge, deren Flanken steil abfallen. Auch enden auf der östlichen Straßenseite die Kalkmonumente sehr bald, während sie im Westen noch über eine weite Strecke zu sehen sind.

Für uns gehört die Weiße Wüste zu den großartigsten, aber auch unwirklichsten Landschaften weltweit. Wir verbrachten im Lauf der Jahre viele Tage und Nächte in dieser skurrilen Welt und staunen bei jedem neuen Besuch über die Launen der Erosion, die „einfach so“ ihre Säulen, Pilze und Skulpturen in eine weite Ebene stellt oder den kaltweißen Kalkboden wie Schneewehen oder als „stürmische See“ gleichsam erstarren ließ.

Unvergessliche Erlebnisse waren Vollmondnächte (wir planten mehrere Reisen entsprechend) in der Weißen Wüste: Die fahl vom Mondschein beleuchteten Kalksteinmonumente, die ihre Schatten auf gletschergleichen Untergrund warfen, schienen zu einem überdimensionalen Theaterspiel anzutreten, dessen Akteure zwar langsam, aber stetig Position und Aussehen änderten.

Für den Wanderer bietet die östliche Allee die besten Eindrücke, die Giganten im Westen sind nur über größere Entfernungen erreichbar und entfalten erst dann ihre volle Wirkung, wenn man ein Ensemble mehrerer Monumente von möglichst weit oben betrachtet, also auf den einen oder anderen Hügel hinaufklettert. Es sei denn, man dringt etwa 14 km nach Westen vor (wozu offiziell eine Genehmigung aus Kairo benötigt wird). Dort liegt bei N27°21.99’ E28°2.95’ ein großes Areal von zahllosen Pilzen und Säulen, das man bei geschickter Anfahrt über Dünen von der Höhe des Steilabfalls wie von einem hohen Aussichtsturm bewundern kann – Blick auf eine andere, fast unwirkliche Welt.

Beim weiter oben angegebenen Abzweig kreuzt die Asphaltstraße eine Art Allee von Kalksteingebilden, die sich nach Osten hinzieht und nach etwa 10 km an einem dürftigen, mit ein paar Palmen umstandenen Brunnen endet (Ain Chadda, häufig fälschlich Magic Spring genannt, dieser liegt jedoch weiter östlich). Er ist ein beliebtes Ziel der üblichen Touren – und sieht häufig danach aus. In der Nähe soll es eine Höhle mit drei Mumien geben...

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Hurghada

Korrekt heißt die Stadt „El Ghardaqa. So sollten Sie fragen, wenn Ägypter bei Hurghada den Kopf schütteln. Es geht um den größten Ort an der Rotmeerküste mit internationalem Flughafen, regelmäßigen Autobus- und Sammeltaxi-Verbindungen ins Niltal und allen Versorgungsmöglichkeiten für Touristen. Auch das Auge wird verwöhnt: Im Westen wächst eine hier besonders ausgezackte, pittoreske Bergkulisse der Arabischen Wüste in den Himmel, im Osten leuchtet das azurblaue Rote Meer mit den Korallenriffs und den vorgelagerten Inseln; sowohl Sonnenauf- wie -untergänge sind ein Erlebnis.

Hintergrund: In den 1920er Jahren siedelten sich britische Ölsucher in der Nähe einer kleinen Fischersiedlung an - damit tritt Hurghada gewissermaßen in die Geschichte ein. In den 1980er Jahren verschwanden die letzten Ölpumpen aus dem Stadtbild, heute sieht man sie wieder, wenn man die äußere Ringroad fährt.

Ende der 1970er Jahre baute Sheraton das erste Luxushotel und Club Med das Magawish Resort (heute zum Meridien Konzern gehörend). Bis dahin gab es nur ein paar bescheidene Unterkünfte in Dahar, von dort zum Hafen, mit dem heutigen Ortsteil Sekkala, fuhr man durch Wüste. Auch die beiden Luxusressorts im jetzigen Ortsteil Touristic-Center lagen praktisch in der Wüste und am endlos langen, einsamen Strand. In den 1980er Jahren setzte dann eine atemberaubende Entwicklung vom namenlosen Fischernest zum wohl größten und mondänsten Badeort in Nahost ein. Seit jenen Jahren lärmen hier Baumaschinen, um immer neue Hotelkomplexe aus dem Boden zu stampfen.

Heute genügt kaum mehr ein Fahrrad, um von einem zum anderen Ende der ausufernden Stadt zu gelangen. Wer vom derzeit südlichsten Hotelkomplex namens Coral Beach bzw. Oberoi Sheikh Hasheesh bis zum Hotel-Resort Calimera am nördlichen Stadtrand radeln will, ist bei dem ständigen Gegenwind ewig unterwegs: Hurghada zieht sich - schier endlos erscheinend - rund 50 km an der Küste entlang.

Die Stadt ist für den Neuankömmling einigermaßen unübersichtlich, weil sie entwicklungsgeschichtlich sozusagen aus drei Klecksen auf der Landkarte besteht: Von Norden her erreichen Sie den Stadtteil El Dahar (vielfach auch Downtown genannt), das eigentliche Zentrum mit wichtigen öffentlichen Einrichtungen, in dem aber auch der Souk, viele Restaurants, eine Reihe Hotels bis hin zur besseren Kategorie zu finden sind. Die Haupt- und Durchgangsstraße ist die Sharia El Nasr, die allerdings nicht zur Küste führt. Im Zentrum wurde eine Fußgängerzone eingerichtet, die zu einer Art Khan el Kalili Bazar mit unzähligen Shops mutierte. Südlich von Dahar folgt an der Küste ein Hügel namens Afiwsh, an den sich schließlich eine kleine Hafenbucht anschließt, etwa 7 km vom Zentrum Dahar entfernt; die Gegend dort heißt El Sigala (auch Sekalla, Saqala oder weitere Namensvariationen).

Um den Hafen herum liegt die ursprüngliche Fischersiedlung. Im alten, nördlich gelegenen Kern von Sigala in der Hafengegend geht es noch recht ägyptisch zu; nach Süden entstand jedoch an der mehrspurigen Sheraton Road eine komplette Shopping- und Touristenmeile mit jeder Menge Souvenirgeschäften, Boutiquen, Supermärkten, Restaurants und Hotels. Wer hier unterkommt, kann sich direkt in der Nachbarschaft ins touristische Getümmel stürzen, wobei mit diversen Bars und Discos auch bestens für die Nacht gesorgt ist.

Folgt man der Küstenstraße weiter nach Süden, dann stößt man am Beginn der nächsten Bucht auf den Rundbau des ehemaligen Sheraton Hotels, der heute zum Meridien gehört. Hier beginnt „Hotel-Hurghada“, offiziell Touristic Center genannt, das sich am Strand der weit ausladenden Bucht bis zur fernen Hügelkette hinzieht und mit dem Coral Beach Komplex bzw. dem Oberoi Hotel nahezu am Horizont endet. In jüngster Vergangenheit wurde hier am Beginn eine autofreie Shopping Mile angelegt, die sich vom Marriott Hotel bis zum Grand Plaza nach Süden zieht und jede Menge Gelegenheiten zum Geldausgeben bietet.

Durch den anhaltenden Bauboom gleicht Hurghada vielerorts eher einer großen Baustelle; vielleicht verliert sich dieses Image mit dem ministeriellen Baustopp. Es ist schwierig für uns, auf dem Laufenden zu bleiben und all die neuen Unterkünfte, Restaurants oder sonstigen Neuigkeiten aufzulisten. Ebenso verhält es sich mit den Stadtplänen zu Hurghada, die nur eine grobe Orientierung ermöglichen. Versuchen Sie in Ihrem Hotel, das kostenlose Red Sea Bulletin zu bekommen, in dem immer wieder aktualisierte Stadtpläne veröffentlicht werden.

Etwa 250 Hotels und Ressorts sind inzwischen entstanden. Derzeit wohnen mindestens 60 000 Menschen in der Stadt, einschließlich der Fremdarbeiter leben etwa 130 000 nahezu ausschließlich vom Tourismus.

Das Hauptproblem Hurghadas war die Trinkwasserversorgung, die durch Pipelines vom Niltal her und durch Meerwasserentsalzung wesentlich verbessert wurde. Das heißt, jeder Liter Süßwasser muss entweder teuer erzeugt oder von weit her über die Berge gepumpt werden. Die Abwässer fließen übrigens nicht mehr ins Meer, sondern werden durch Kläranlagen so gereinigt, dass sie als Nutzwasser, z.B. für Bewässerung, weiterverwendet werden können.

Als noch brisanteres Problem bereiten die Zerstörung bzw. die Belastung der Korallenriffe erhebliche Kopfschmerzen. Ab Ende der 1990er Jahre wurden Ankerbojen installiert, die von den Tauchbooten benutzt werden müssen, um das Riff nicht durch Anker zu beschädigen. Einige strandnahe Riffe wurden eingezäunt, damit Schwimmer und Schnorchler sich nicht mehr auf die „Steine“ stellen und „Souvenirs“ abbrechen können. Die Zerstörung wird inzwischen auch strafrechtlich mit ¤ 4500 pro Quadratmeter geahndet. Über die Themen Biologie unter Wasser und Vogelzug berichtet Nik Polak unter www.nikswieweg.com sehr aufschlussreich.

Erwarten Sie nicht zu viel von Hurghada; besonders dann, wenn starker Wind das Schnorcheln/Tauchen kaum zulässt, dann kann es langweilig werden. Die verhältnismäßig weiten innerstädtischen Entfernungen sind ebenfalls nicht dazu angetan, zusätzliche Begeisterung für den Ort aufkommen zu lassen (mehrfach klagen Leser: „Hurghada - totaler Flop“)...

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Sinai: Überblick

Hintergrund: Die Sinai-Halbinsel hat sich wie ein Keil zwischen Afrika und Asien geschoben. Im Süden, im Bereich der Keilspitze, ragen schroffe, bis zu 2500 m hohe Berge von fantastisch-faszinierender Schönheit in den Himmel. Je weiter nördlich, umso breiter und flacher wird der Keil, schließlich läuft er am Mittelmeer in einer von Dünen gekräuselten Sandebene aus. Der fast ständig blasende Nordwind verfrachtet Sand aus dem Mündungsbereich des Nils ins Landesinnere, einzelne Dünenzüge ziehen sich über 50 km weit nach Süden ins Land hinein.

Das verästelte Trockental Wadi el Arish, das bis weit in den mittleren Bereich des Sinai reicht, mündet bei der Stadt ins Mittelmeer, der es den Namen gab und der es Wasser spendet. Von der Mittelmeerküste nach Süden hin dehnen sich wüstenhafte Kalkstein-Geröllebenen aus, die allmählich ansteigen und mit dem Hochplateau Badiet el Tih (Wüste des Irrens) über 1000 m Höhe erreichen. Hier ist der Sinai besonders unwirtlich und lebensfeindlich.

An ihrem Südrand bricht die Wüste Tih schließlich steil um ein paar hundert Meter ab und geht in einen schmalen Sandstein- und Geröllgürtel über. Gleich anschließend wachsen Gebirgszüge empor, die durch das Auseinanderdriften der Afrikanischen und Arabischen Platte vor 20 bis 30 Millionen Jahren und damit zusammenhängenden tektonischen Verschiebungen sowie Brüchen entstanden sind. Viele fast geradlinig verlaufende Täler zeigen die Bruchrichtung an; schmale, wie mit dem Lineal gezogene Lavagänge legen manchmal kilometerlange Linien über Berg und Tal. Auch heute noch driften die Platten jährlich um 1 bis 2 cm auseinander; das Rote Meer wird also stetig breiter. Es ist ein Teil des ostafrikanischen Grabenbruchs, der vom ostafrikanischen Rift Valley über das Rote Meer bis hin zum Jordangraben reicht.

Die Gebirgszüge sind geologisch sehr alt, die Erosion konnte die ursprünglichen Deckschichten der Gesteine nahezu vollständig abtragen. Kristallines Urgestein wie Granit, Gneis, Porphyr und Schiefer prägen das Bild, das ständig in Farbvariationen von rot, rosarot, purpur und schwarz wechselt; durchkreuzt von schwarzen bis dunkelgrünen Lava-Adern.

In dieser Hochgebirgszone sammelt sich hier und dort in den Tälern ein bisschen Grundwasser und ernährt meistens spärliche, nur in einigen wenigen Oasen, wie dem Wadi Feiran, üppige Vegetation. Doch die Flora des Sinai ist erstaunlich vielfältig. Die Botaniker identifizierten etwa 1000 verschiedene Pflanzenarten, von denen 270 nur auf dem Sinai und nicht im sonstigen Ägypten und 39 nirgends sonst auf der Welt vorkommen.

Aber auch die Buchten zu beiden Seiten des Sinai sind des Betrachtens wert: Das Rote Meer ist im Golf von Suez verhältnismäßig flach mit Meerestiefen bis zu 85 m; ein langsam ansteigender Landstreifen ist meist dem Gebirge vorgelagert. Dagegen reicht das Rote Meer im Golf von Aqaba, als Fortsetzung des ostafrikanischen Grabenbruchs, bis in Tiefen von 1700 m.

Auf der Ostseite der Halbinsel fallen die Berge, die ebenfalls aufgrund tektonischer Verschiebungen aus der Tiefe angehoben wurden, manchmal fast senkrecht ins Wasser ab. Die Küste ist gesäumt von Korallenriffen (siehe auch Seite 98). Vereinzelte Oasen inmitten landschaftlich großartiger Kulisse bilden die Basis für ideale Schnorchel- und Tauchgründe.

Eine nicht zu unterschätzende Gefahr, zumindest für die Unterwasserfauna und -flora, ist der Massentourismus. Sinnloses Zerstören der Korallen durch bewusstes Abbrechen oder Ankern der Taucherboote sind nur eine Seite der Medaille. Inzwischen geht man mit der fragilen Unterwasserwelt behutsamer um und hat z.B. Ankerbojen für Taucherboote installiert oder die Tauchlehrer so sensibilisiert, dass sie gegen Umweltsünden angehen...

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Sinai: Ras Muhhamed

Hintergrund: Auf unserer Route beginnen hier die Korallenbänke und Tauchgebiete des östlichen Sinai. Südlich treffen wir auf die Halbinsel Ras Muhammed (an der Halbinsel Sinai) mit ihren sehr fischreichen Korallengebieten. Sie hängt gewissermaßen an einer nur 700 m breiten und 3,5 km langen “Nabelschnur” am Sinai und spielt die Speerspitze bei der Teilung des Roten Meeres in den Golf von Aqaba und Golf von Suez.

Bereits unter den Römern erhielt sie den Namen Poseidon, die Araber nannten sie nach dem Propheten (wörtlich „Kopf Mohammeds”). Im Osten steigt sie aus Meerestiefen bis zu 100 Meter empor und ragt auch an Land noch steil auf, während sie im Westen in eine flache Sandbank ausläuft. Die Halbinsel besteht aus fossilen Korallen im Alter zwischen 750 000 und 20 Mio Jahren, die bei Erdbewegungen angehoben wurden und ein bizarres, eigentlich ziemlich ödes Landschaftsbild erzeugten – wären nicht neue Korallen in ca. 250 Arten als neue Attraktion unter Wasser entstanden. Ganz abgesehen von der ungeheuer vielfältigen Unterwasserwelt ist die sichtbare Oberfläche auch nicht ganz so tot und öde; hier leben Füchse und Nagetiere, viele Vogelarten sind entweder ständige Bewohner oder legen erholsame Rast während des Trips nach Afrika ein. Im Frühling (April) und Herbst (Oktober) ist Ras Muhammed bevorzugter Rastplatz von Störchen und Greifvögeln während des Vogelzugs.

Gilt schon die Küste am östlichen Sinai als zumindest eines der schönsten und interessantesten Tauchgebiete der Erde, so werden Taucher in Ras Muhammed das Paradies schlechthin entdecken. Gründe dürften wohl sein, dass günstige und besonders nahrhafte Strömungen die Unterwasserwelt bestens versorgen und dass das Riff am offenen Roten Meer liegt.

Ras Muhammed wurde 1983 zum Naturschutzgebiet und 1988 zum Nationalpark – dem ersten Ägyptens – erklärt. Mit Hilfe der Europäischen Union schuf man ein wesentlich größeres Reservat als das ursprüngliche Naturschutzgebiet, aus dem zunächst einmal das Militär, unter Mitnahme aller Minen und sonstiger Explosivkörper, abziehen musste. Dann wurden die meist schon vorhandenen Pisten markiert, der überall herumliegende Müll beseitigt und Mülltonnen aufgestellt (die auch regelmäßig entleert werden). Professionelle Ranger kümmern sich um den Park und passen auf, dass sich die Besucher an die hier geltenden Regeln halten.

Etwas abseits der östlichen Zufahrtsstraße entstand ein architektonisch der Landschaft angepasstes Visitor Center, dessen Besuch eigentlich obligatorisch sein sollte – wenn es nicht inzwischen ziemlich „ausgedörrt“ wäre. Hier wurden Hintergrundinformationen vermittelt, einschließlich eines Lehrpfades über die Entstehung des Riffs. Geblieben ist ein recht guter, 10-minütiger Film über den Park....

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Dahab, Beduinendorf

Hintergrund: Die alte Beduinensiedlung, in der die Muzeina-Beduinen leben, liegt etwa 45 Minuten Fußweg (ungefähr parallel zum Strand) nördlich des Touristenzentrums oder 3 km Asphaltstraße von der entsprechenden Kreuzung aus. Bei Bus-Ankunft warten meist Taxis an der Haltestelle, die ca. £E 5 pP für den Kurztrip verlangen. Assalah war der Ausgangspunkt einer erstaunlichen Entwicklung.

Südlich vor ihrem Dorf vermieteten die Beduinen in der Gründungszeit gegen Ende der 1980er Jahre Hütten aus allerlei Baustoffen, wie Palmblattgeflecht, Pappe oder Sperrholz, an junge Budget-Traveller. Doch diese simpelste Art von Baumaßnahmen gehört längst der Vergangenheit an. Daraufhin ging der Trend zu Camps aus Beton- bzw. Steinhütten, die zwar mehr Schutz gegen Diebstahl boten, freilich mit dem Nachteil, dass sich die Buden während des Tages stark aufheizten und nachts nur langsam abkühlten. Einige davon unterschieden sich in Aussehen und Einfallslosigkeit kaum von Gefängnisanlagen, andere wiederum waren originell und keineswegs uniform gestaltet.

Doch auch dieser Baustil gehört fast schon der Vergangenheit an. Inzwischen rüsten die meisten Camps auf Zimmer mit Bad und Aircondition um. Diese sind zwar immer noch recht einfach, kommen aber den kommerziellen Hotelzimmern schon sehr nahe. Aber immer mehr ehemalige Camps bauen ihre Anlagen zu besseren Hotels um oder es entstehen Neubauten teils unter neuem Namen.

Trotz aller Probleme hatte das Beduinendorf eine eigene, sehr charmante Identität entwickelt. Eine so lockere Institution wie diese etwas chaotisch-sympathische Ansammlung von Sammellagern, mit ihrer Unkompliziertheit und dem etwas naiven Kommerz, dürfte in ganz Nahost nicht wiederzufinden gewesen sein.

Das Dorf wuchs ständig in südlicher und nördlicher Richtung, angeblich hat jetzt die Verwaltung einen Baustopp verfügt. 2002 ließ sie die Strandpromenade pflastern, die bisher eine Schotterstraße war. Dabei räumte man leider auch mit den Beduinenrestaurants auf: Anstelle der Lotter-Liegen mussten „anständige“ Stühle und Tische am Strand aufgestellt werden. Pflasterstraße und ordentliche Restaurants westlichen Zuschnitts raubten dem Relaxing-Ziel so vieler, vor allem jugendlicher Traveller eine Menge unbeschwerter Atmosphäre - sich hinlümmeln, Shisha (oder anderes) rauchen und in den Tag träumen, macht auf einem starren Stuhl viel weniger Spaß. Da kann man nur empfehlen: auf nach Nuveiba, am Tarabin Strand findet jetzt (noch) Dahab statt.

Inzwischen gibt es sogar eine Art professioneller Müllabfuhr. Das Dorf und die früher von Plastikabfall übersäte Ebene zum Touristenzentrum sind deutlich sauberer geworden. Auch ist die Wasserversorgung nicht mehr das zentrale Problem, seit eine Entsalzungsanlage Frischwasser liefert. Das Waschwasser vieler Camps oder auch Hotels wird allerdings meist noch aus einem eigenen Brunnen auf dem jeweiligen Grundstück gewonnen.

1989 hatte eine ziemlich starke Ruhr-Epidemie die Leute zum Nachdenken über die Entsorgung menschlich erzeugter Abfälle veranlasst; denn seit der Überflutung der Oase mit Touristen ließ sich dieses Problem nicht mehr einfach auf traditionelle Weise mit Sand verdecken. Die jetzt überall vorhandenen Sickergruben werden angeblich regelmäßig per Tankwagen entleert und deren Inhalt nicht ins Meer gekippt.

Kehrseite der Medaille ist das allgegenwärtige Drogenproblem, das von Anbeginn das Dorf begleitete. Wenn die Polizei ihre Drohungen ernst werden lässt, dann steht nicht Wenigen der Umzug in kahle Gefängniszellen bevor. Dealer können in Ägypten per Strick zu Tode befördert, in leichteren Fällen mit Gefängnis bis zu 25 Jahren bestraft werden (ein Dahab-Dealer beendete sein Leben auf diese Weise). Will man die Zeit in den hiesigen Gefängnissen auch ohne den Galgen überleben, braucht man zumindest eine äußerst stabile Gesundheit.

Ehemaliges Zentrum der Aktivitäten war die Gegend um den (alten) Leuchtturm, an dessen Stelle jetzt das Sirtaki Hotel steht. Am Strand wurde eine durchgehende Promenade angelegt, die im nördlichen Dorf – also dem Zentrum der beduinischen „Ureinwohner“ - beginnt, sich über Lighthouse und an der gesamten Bucht entlang bis zum Lagoona Hotel zieht. Der Promenadenabschnitt, der sich vom Sirtaki Hotel am Strand entlang nach Süden bis etwa zum Mohammed Alis Camp windet, bediente ursprünglich den attraktivsten Teil von Dahab-Bedu, den Ortsteil Masbat. Hier, auf der „Flaniermeile“ am Strand, drängeln sich die Gäste, wetteifern die Restaurants und zahllose Souvenirshops um deren Gunst. Es war auch hier, an der südlichen Brückenseite, wo im April 2006 Attentäter ihre Bomben zündeten, mitten auf der Promenade - ausgerechnet in Dahab, einem Ort der jungen Leute, an dem sich vermutlich kein einziger Politiker oder größerer Entscheider je aufhält...

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St. Katharin

***Ausflug auf den Mosesberg (Gebel Musa)

Eine detaillierte Beschreibung können Sie im Internet nachlesen: www.touregypt.net/walkingtours/mountsinai.htm.

Der etwa zwei- bis dreistündige, unproblematische, aber anstrengende Aufstieg auf den 2285 m hohen Berg (man startet auf 1535 m), auf dem Moses die Gesetzestafeln empfangen haben soll, wird mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Gebirgswelt des Sinai belohnt. Man versteht, dass dies ein würdiger Platz für die Überreichung von Gesetzen ist. Auch den Moslems ist der Mosesberg heilig, weil Mohammeds Pferd Buraq bei der Himmelsreise diesen als letzte Stufe zum Himmel berührte.

Ein unvergessliches Erlebnis bietet das Schattenspiel beim Sonnenuntergang, noch berauschender ist es, den Sonnenaufgang von der Bergspitze aus zu beobachten. Allerdings hat sich dieses Ereignis unter Touristen so herumgesprochen, dass es für viele eher zum Alptraum gereicht. Wenn kurz vor Sonnenaufgang Hunderte von Landsleuten auf die Gipfelplattform keuchen und um die besten Fotostandpunkte ringen, ja auf dem begrenzten Platz förmlich kämpfen, dann verliert das Schauspiel seinen Reiz (ca. 100 000 marschieren jährlich hinauf). Schläfer werden häufig bereits um 3 Uhr morgens von laut betenden, Choräle schmetternden Pilgern aus dem Schlaf gerissen. Vielleicht sollte man eher an eine andere Tour in die echte Einsamkeit des Sinai denken (siehe Seite 699). Der Berg darf nurmehr in Begleitung eines Führers bestiegen werden, den man am Eingang zu £E 85 anheuert.

Wenn Sie am frühen Nachmittag gemütlich aufsteigen und nicht nachts auf den Berg stolpern wollen, dann werden Sie eventuell Chancen haben, relativ ungestört auf dem Gipfel zu sein und in Stille die Sonne in all ihrer Pracht zwischen den Bergen versinken zu sehen. Ein noch eindrucksvolleres Erlebnis ist übrigens eine Vollmondnacht auf dem Mosesberg. Nehmen Sie für den Rückweg eine gute Taschen-/Kopflampe mit (im Notfall kann man oben eine kaufen).

Wenn Sie oben übernachten, müssen Sie im Freien schlafen. Sie sollten daher einen warmen Schlafsack und warmen Pullover, oder besser, zusätzlich einen winddichten Anorak im Gepäck haben; die Nächte können schon im Frühherbst sehr kalt (unter 0°) sein, ohne Schlafsack kaum auszuhalten, im Winter kann es schneien. Stecken Sie pro Person unbedingt eine starke Taschen-/Kopflampe ein; Trinkwasser und Essen nicht vergessen. Unterwegs und auf dem Gipfel verkaufen Beduinen Getränke, Snacks und Kerzen. Unterwegs und auf dem Gipfel gibt es Toiletten. Dass alles, was hier verkauft wird, teurer ist, sollte eigentlich verständlich sein - wer schleppt schon kostenlos Wasser und Esswaren auf einen Gipfel!

Zum Übernachten vermieten die Beduinen Schlafplätze und Decken zu £E 10 pro Stück. Auf dem Gipfel schläft man im Freien, weiter unten auch in Steinhütten. Allerdings herrscht zeitweise auch nachts heftiges Gedränge; es gibt Nächte mit über 100 Schläfern auf dem Gipfel. Dann - oder bereits vorsorglich - sollte man ein Stück hinunter bis zur Einsiedelei gehen und dort schlafen, es ist auch nicht ganz so kalt an dieser Stelle.

Wählen Sie nach Möglichkeit eine Nacht, nach der das Kloster geschlossen ist; denn die per Bus herangekarrten Massen sollen auch das Kloster besichtigen. Dann erwarten morgens wesentlich weniger Menschen die aufgehende Sonne, mit großer Wahrscheinlichkeit herrschen mehr Stille und kein Gedränge.

Konnte man früher noch vom „heiligen Müllberg“ sprechen und begleiteten die Gipfelbesucher im letzten Abschnitt Fäkaliengestank und Ratten, so hat sich inzwischen die Situation grundlegend geändert. Jeder Besucher sollte daher dafür sorgen, dass es so bleibt oder noch besser wird. Dazu gehört, alle Abfälle wieder mit nach unten zu nehmen. Falls Sie während der Nacht, die Sie auf dem Berg verbringen, Ihr Hauptgepäck unterstellen wollen, geht dies in der Auberge im Kloster. Das Catherine Tourist Camp nimmt auch Gepäck in Verwahrung.
Vorsicht: am Mosesberg stürzte 1990 ein junger Franzose tödlich ab, weil er in der Dunkelheit vom Pfad abgekommen war. Immer wieder werden Todesfälle vor allem älterer Menschen infolge von Herz- oder Kreislaufbeschwerden durch Überanstrengung beim Marsch in der dünneren Höhenluft gemeldet.

Gipfelsturm
Hinauf auf den Gipfel führen zwei Wege, für beide startet man in 1530 m Höhe auf dem Klosterparkplatz. Eine Diretissima (Stufen der Reue), ein von einem Mönch angelegter Treppenpfad mit 2 591 Stufen (ein Leser zählte mit!), der rauf wie runter kräftige Beinmuskulatur erfordert, jedoch mit herrlicher Aussicht entschädigt. Der Pfad zweigt etwa 300 m nach dem Kloster vom unten beschriebenen bequemeren Weg ab. Man benötigt ca. 1 1/2 bis 2 Stunden.

Ein bequemerer, dennoch anstrengender Fußweg (4 km lang, 2,5-3 Stunden) steigt in Verlängerung des Klosters an (links an dessen Außenmauern vorbeigehen). Er wurde vom Khediven Abbas (siehe Seite §j) im 19. Jh so angelegt, dass er auch zu Dreiviertel per Kamel bewältigt werden kann. Nach ca. einer halben Stunde zweigt links ein Pfad zur weißen Kapelle auf dem 1854 m hohen Gebel Monega ab. Nach gut einer Stunde durchquert man eine enge Felsschlucht. Man kann auch per Kamel bis zur Felsschlucht reiten (£E 85), was die Anstrengung erheblich mindert, muss dennoch zu Fuß wieder hinunter, weil der Kamelritt wegen der Steilheit zu riskant ist.

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Ein Kastentext im Hotelverzeichnis von Kairo:

 

Inhaltsverzeichnis von ÄGYPTEN INDIVIDUELL

(Zahlenangaben sind Seitenzahlen)

Einlesen, eindenken, vorbereiten
Kommen Sie mit in den Orient 19
Ägypten verstehen 20
Was man falsch machen kann 22
Bakschisch 26
Erste Eindrücke in und von Ägypten 27
Zum Thema Müll 28
Als alleinreisende Frau in Ägypten 29
Geschäft mit den Gefühlen argloser Urlauberinnen 31
Mit Kindern in Ägypten 32
Als Behinderte in Ägypten 33
Reisen mit Hund 33
Arbeiten in Ägypten 34
Reisevorbereitung
Wichtige Adressen 34
Ägyptische diplomatische Vertretungen 34
Papierkram (Visum, Impfungen etc.) 35
Übliche Einreise 35
Einreise von Israel/Libyen aus 36
Geldtausch 36
Impfungen 36
Bestimmungen für Autofahrer 37
Einfuhr von Zweirädern 38
Literatur, Karten, Museen, Internet 39
Zum Einlesen 39
Über pharaonische Zeiten 40
Museumsführer 41
Bildbände 41
Englischsprachige Literatur, Sonstiges 42
Ägyptische Museen im deutschsprachigen Raum 43
Internetlinks 44
Kleidung, Ausrüstung 46
Allgemeine Tipps 46
Tipps für Pechvögel 48
Ausrüstung für Camper 48
Ausrüstung für Wohnmobil-Fahrer 49
Ausrüstung für Motorradfahrer 49
Ausrüstung für Fahrradfahrer 49
Geld, Preise und Kosten 50
Reisezeit 52
Anreise 53
Auf dem Landweg nach Ägypten 54
Per Auto nach Ägypten 54
Rabatte nutzen: teilorganisierte Reisen 55
Spezialisten für Wüsten-Trips 56
Reiseziele und -routen in Ägypten 56
Kuren in Ägypten 58
Routenvorschläge 58
Zeitbedarf in Tagen 59
Ankunft und Abreise
Ankunft Kairo-Flughafen (Heliopolis) 59
Abflug vom Flughafen Kairo 61
Ankunft/Abreise in Luxor und
anderen Flughäfen 62
Einreise per Auto/Motorrad 63
Ankunft/Abreise per Flugzeug oder
Schiff in Alexandria 63
Ankunft bzw. Abfahrt in Nuveiba 63
Grenzübergang Israel 64
Einreise/Ausreise Libyen 65
Weiterreise in den Sudan 66
In Ägypten zurechtkommen
Fortbewegen 67
Mit der Eisenbahn reisen 67
Bus, Minibus oder Sammeltaxi 68
Neue Verkehrsstrafen 70
Auf dem Nil unterwegs 70
Per Auto oder Mietwagen unterwegs 70
Ägypten per Mietwagen 72
Motorrad fahren 74
Fahrrad fahren 74
Übernachten 75
Generelle Tipps und Infos 75
Tipps für Billighotels 76
Essen und Trinken 77
Vorspeisen und Hauptgerichte 77
Nachspeisen 78
Getränke 79
Gesundheit 80
Sicherheit, Polizei 83
Die Medien 84
Rundfunk und Fernsehen 84
Zeitungen/Zeitschriften 85
Telefon und Post 85
Souvenir- und Einkaufstipps 86
Tipps für Wüstentrips 88
Wandern in der Wüste 88
Kameltrips 90
Mit dem Auto in die Wüste 91
Tipps für Schnorchler und Taucher 92
Land, Leute und Vergangenheit
Die Landschaft 95
Fauna und Flora 98
Der Staat und seine Probleme 99
Schule, Bevölkerungsexplosion 101
Wirtschaft, Öl und Energie 103
Die Menschen und ihr Alltag 105
Städtische Bevölkerung 105
Fellachen 106
Koptische Bevölkerungsgruppe 106
Beduinen 107
Nubier 108
Täglich Freud und Leid 108
Die Stellung der Frauen 111
Als alleinlebende Europäerin in Kairo 112
Der Islam - Religion der Mehrheit 115
Mohammed und seine Zeit 115
Grundsätze des Islam 116
Koptische Christen 120
Die längste Vergangenheit der Welt –
im Eilgang durch die Geschichte 122
Weltmacht am Nil 122
Pharaonische Zeit 123
Fremdherrschaft 124
Islamisch-arabische Epoche 125
Europäischer Einfluss 126
Geschichtstabelle 129
Frühgeschichte 129
Altes Reich (AR) 130
Mittleres Reich (MR) 130
Neues Reich (NR) 130
Spätzeit 131
Ptolemäische Zeit 132
Römische Zeit 132
Islamisch-arabische Epoche 132
Engländer 132
Republik 133
Zur Religion der alten Ägypter 134
Pharaonische Götter 134
Zur Architektur altägyptischer Tempel 137
Islamische Architektur 138
Koptische Kirchen 140
Alexandria, Mittelmeerküste, Nildelta
Alexandria und östliche Umgebung 141
Alexander der Große 142
Alexandria kennenlernen 145
Sehenswertes 145
Baden in Alexandria und Umgebung 156
Praktische Informationen 157
Öffentliche Verkehrsmittel 157
Fernverkehr 157
Flugverbindungen 158
Nützliche Adressen 158
Shopping, Sonstiges 159
Restaurants 160
Unterhaltung, Nightlife 160
Übernachten 162
Von Alexandria nach Osten 164
Aus Alexandria herauskommen 164
Alexandria - Rosetta - Damietta 165
Rosetta 165
Alexandria - Marsa Matruh - Oase Siwa - Oase Bahariya 167
Sehenswertes  169
El Alamein 170
Marsa Matruh 171
Marsa Matruh kennenlernen 172
Praktische Informationen 174
Verkehrsverbindungen 174
Restaurants 175
Übernachten 175
Besuch der Oase Gara 176
Weiterreise nach Siwa, Bahariya, Sollum 176
Zur libyschen Grenze 176
Weiter nach Siwa 177
Oase Siwa 177
Siwa kennenlernen 180
Tagesausflüge 184
Praktische Informationen 185
Verkehrsverbindugen 185
Restaurants 186
Übernachten 186
Von Siwa nach Bahariya 188
Alexandria - Kairo, Deltagebiet 190
Wüstenautobahn Alexandria - Kairo 190
Mena-Kloster 191
Wadi Natrun 193
Besuch der Klöster 193
Deltastraße Alexandria - Kairo 195
Tanta 195
Östliches Deltagebiet 195
Tanis 197
Von Tanta nach Damietta 197
Damietta 198
Badeorte 198
Kairo und Umgebung kennenlernen
Stadtgeschichte 199
Sehenswertes 200
Orientierung in Kairo 202
Modernes Kairo 204
Midan Tahrir und Umgebung 204
Ägyptisches Museum 206
Downtown 213
Ramsis Bahnhof, Midan Ramsis 216
Insel Gezira - Botanischer Garten - Zoo 217
Gepflegt relaxen 221
Kairos Altstadt: Islamisches Viertel 222
Museum für Islamische Kunst 223
Khan el Khalili-Bazar und
umliegende Souks 225
Wichtige islamische Monumente 226
Nördliches Islamisches Viertel 230
Mittelalterlicher Luxus 235
Südliches Islamisches Viertel 238
Al Azhar Park 243
Zitadelle 245
Sultan Hassan-, Rifai-Moschee 249
Ibn Tulun-Moschee,
Gayer-Anderson-Haus 250
Die Totenstädte 254
Nördliche Totenstadt 255
Südliche Totenstadt 257
Alt-Kairo und Umgebung 258
Alt-Kairo 258
Koptisches Museum 260
Fustat 262
Andere Attraktionen Kairos 263
Pharaonic Village und Papyrus Institut 263
Mokattam-Berge 263
Müllprojekt und koptische Kirchen
St. Samaan (Höhlenkirchen) 264
Engere Umgebung von Kairo 266
Wissa-Wassef-Werkstatt 266
Weberdorf Kerdassa 267
Kamelmarkt 267
October War Panorama 268
Heliopolis und der
Obelisk von Sesostris 268
Petrified Forest – Versteinerter Wald 270
Heluan 270
Delta-Staudamm (Barrages du Nil) 271
Die Pyramiden
Zwei neue Theorien zum Pyramidenbau 272
Pyramiden von Giseh 274
Praktische Informationen 282
Pyramide von Abu Roash 283
Pyramiden von Abusir 283
Pyramiden von Sakkara 285
Bezirk der Djoser-Pyramide 286
Bezirk der Teti-Pyramide 288
Nordwestlicher Bezirk 289
Praktische Informationen 290
Memphis 291
Pyramiden von Dashur 292
Praktische Informationen 292
Pyramiden von Lisht 293
Pyramide von Medum 293
Halboase Fayum
Sehenswertes 295
Abstecher nach Qasr el Sagha und Dime 297
Von Nord nach Süd durch die Oase 298
Karanis 298
Medinet Fayum 299
Praktische Informationen 300
Restaurants 301
Übernachten 301
Tempel von Medinet Madi 301
Nazla 302
Zu den Fayum-Pyramiden 302
Zum Wadi Rayan und Wadi Hitan 304
Wadi Rayan Wasserfälle 304
In Kairo zurechtkommen – Praktische Informationen -
Kairo für Fußgänger 307
Kairos Busse 307
Einige Buslinien in Kairo 308
Die Metro - Kairos U-Bahn 309
Motorboot-Liniendienst 310
Taxi 310
Organisierte Bus-Trips 311
Fernverkehr 311
Züge 311
Fernbusse 313
Abfahrten vom Midan Turguman 313
Autofahren in Kairo 315
Mitschwimmen im Verkehr 315
Das Straßennetz 316
Auf der Ringroad - um Kairo herum 317
Nützliche Adressen 318
Wichtige Organisationen,
staatliche Stellen 318
Botschaften 318
Kultur, Archäologie 319
Fluggesellschaften; Ferry nach Aqaba 319
Medizinische Versorgung 319
Reiseagenturen 320
Reiseführer 321
Reiseagenturen für Individualtouristen 321
Mietwagen 321
Kirchen in Kairo 322
Sonstige Adressen 322
Shopping 322
Was man alles unternehmen kann 326
Kunstgalerien, Kino, Theater 327
Nightlife 328
Sport 331
Restaurants 332
Khan el Khalili 334
Gezira und Zamalek 335
Agouza und Mohandissin 335
Dokki und Giseh 336
Übernachten 337
Zentrum 337
Zamalek 342
Westlich des Nils (Agouza, Mohandissin, Dokki, Giseh, Sakkara) 343
Heliopolis und Maadi 344
6th October City 344
Camping 344
Im Niltal von Kairo nach Abu Simbel
Kairo - Luxor 345
Sehenswertes 345
Beni Suef 347
Minia 347
Praktische Informationen 349
Kuppelgräber von Sawjet el Maitin 350
Techna el Gebel, Fraser Tombs,
koptisches Kloster Deir el Adra 351
Felsengräber von Beni Hassan 352
Hermopolis 354
Tuna el Gebel 356
Mallawi 357
Tell el Amarna 358
Assiut 362
Sohag 364
Abstecher nach Achmin 365
Abstecher zum
Weißen und Roten Kloster 365
Praktische Informationen 366
Abydos 367
Nag Hammadi 371
Tempel von Dendera 371
Qena 376
Kuft 376
Nagada 376
Kunsthandwerkszentrum Garagos 377
Luxor, Karnak und Theben-West
Sehenswertes 379
Luxor kennenlernen 380
Tempel von Karnak 380
Tempel von Ramses III 382
Luxor-Tempel 390
Museen in Luxor 393
Theben-West kennenlernen 396
Sonnenlitanei, Toten-, Pforten-
und Höhlenbuch 398
Tal der Könige 399
Privatgräber 412
Gräber von Asasif 417
Gräber in Dra Abu Nega 417
Arbeitersiedlung Deir el Medina 418
Königinnengräber 419
Grab- bzw. Totentempel 421
Totentempel von Sethos I 421
Deir el Bahri, Hatschepsut-Tempel 421
Ramesseum 424
Totentempel des Merenptah 425
Medinet Habu - Ramses III Tempel 427
Memnon-Kolosse 429
Praktische Informationen 431
Wichtige Adressen 431
Fernverkehr 432
Ohne Konvoi ans Rote Meer 435
Fortbewegen 436
Besichtigungsprogramm 438
Wo gibt es Eintrittskarten? 438
Eintrittspreise (£E) für Theben-West 439
Shopping 439
Relaxen in Luxor 440
Bazar/Souk, Tiermarkt 441
“Bergsteigen“ 442
Restaurants in Luxor und Theben-West 443
Übernachten 445
Ferienwohnungen 450
Camping 450
Von Luxor nach Assuan
Kreuzfahrten auf dem Nil 451
Sehenswertes 452
El Tod 453
Moalla 454
Esna 454
El Kab 455
Edfu 456
Gebel el Silsila 460
Kom Ombo 463
Darau 465
Assuan – Nasser-Stausee – Abu Simbel
Sehenswertes 466
Die Stadt kennenlernen 467
Nubisches Museum 470
Insel Elephantine 474
Pflanzen-Insel (Gezira el Nabatat) 478
Das Westufer 479
Die Staudämme 481
Insel Philae 484
Tempel von Kalabsha und Beyt el Wali 488
Katarakt-Ausflug mit einer Feluke 490
Per Feluke Nil abwärts 492
Ein paar Tipps zum Segelvergnügen 493
Praktische Informationen 494
Verkehrsverbindungen 495
Restaurants 497
Übernachten 498
Unternubien, Nasser-Stausee, Abu Simbel 501
Anreise nach Abu Simbel 501
Abenteuer im Lake Nasser 502
Kreuzfahrt auf dem Nasser-See 502
Tempelgruppe New Sebua 503
Tempelgruppe New Amada 506
Qasr Ibrim 508
Einlaufen in Abu Simbel 509
Die Tempel von Abu Simbel 509
Sonnenspektakel 510
Weltweite Rettungshilfe 512
Praktische Informationen 515
Toshka - das Jahrhundertprojekt 517
Durch die Wüste - Oasen Bahariya, Farafra, Dakhla, Kharga
Die Libysche Wüste und ihre Oasen 519
Sehenswertes 520
Verantwortung 522
Streckenbeschreibung 523
Erzmine Managem 524
Oase Bahariya 524
Bawiti 525
Bahariya kennenlernen 528
Wüstentrips 531
Praktische Informationen 533
Busverbindungen 533
Preise für Ausflüge, Trips 533
Restaurants 534
Übernachten 534
Shopping 534
„Nightlife“ 534
Gara Tropfsteinhöhle 536
Weiße Wüste 537
Oase Farafra 540
Praktische Informationen 543
Übernachten 543
Nach Dakhla auf dem alten Kamelpfad 544
Oase Dakhla 544
El Qasr 546
Mut 549
Praktische Informationen 550
Trips in die Umgebung═ 550
Verkehrsverbindungen 551
Restaurants 552
Übernachten 552
Balat 553
Von Mut durch die Westliche Wüste
nach Abu Simbel 554
Bashandi 555
Tineida 556
Abu Tartur 556
Oase Kharga und Medinet Kharga 557
Kharga kennenlernen 558
Praktische Informationen 562
Verkehrsverbindungen 562
Restaurants 563
Übernachten 563
Ausflüge in die Umgebung 563
Abstecher nach Süden 564
Bulaq 564
Baris 565
Direkte Straße
Kharga - Edfu/Luxor - Assuan 565
Darb el Arbain 566
Dush Ruinen 566
Weiter von Kharga nach Assiut 567
Faszination der Libyschen Wüste 567
Unterwegs in der Libyschen Wüste 571
Suez-Kanal-Gebiet, Küste am Roten Meer
Sehenswertes 574
Port Said 575
Praktische Informationen 577
Verkehrsverbindungen 578
El Qantara 579
Ismailiya 579
Praktische Informationen 580
Verkehrsverbindungen 581
Suez 583
Praktische Informationen 584
Verbindungsstraßen
Kairo - Suez-Kanal-Gebiet 585
Landstraße Kairo - Ismailiya 585
Schnellstraße Kairo - Ismailiya 586
Schnellstraße Kairo - Suez 586
Küstenstraße am Roten Meer:
Suez - Hurghada - Bir Shalatin 586
Sehenswertes 587
Pauluskloster 588
Ras Gharib 589
Zum Mons Claudianus von Osten her 589
El Gouna 590
Hurghada 592
Praktische Informationen 594
Was man unternehmen kann 594
Praktische Informationen 598
Fernverkehr 598
Lokaler Transport 599
Schiffsverbindung
Hurghada - Sharm el Sheikh 599
Shopping 601
Safaga 608
Praktische Informationen 608
Kosir 609
Praktische Informationen 611
Marsa Alam 613
Wadi Gimal National-Park 615
Verbindungsstraßen Niltal - Rotes Meer 617
Kairo - Ain Sukhna/Suez 618
Kairo - El Burumbul - Ras Zafarana 618
Antoniuskloster 618
El Sheikh Fadl - Ras Gharib 620
Qena - Safaga 620
Mons Claudianus 620
Kuft - Kosir 622
Edfu - Marsa Alam 623
Sinai
Faszination einer urtümlichen Landschaft 625
Sehenswertes auf dem Sinai 628
Ein paar wichtige Tipps 628
Suez-Kanal - Sharm el Sheikh - Tabah 629
Fortbewegen 629
Ras el Sudr 630
Etwas Abwechslung 631
Abu Zenima 632
Abu Rudeis 632
El Tur 633
Nationalpark Ras Muhammed 633
Sharm el Sheikh 636
Praktische Informationen 638
Verkehrsverbindungen 638
Medizinische Hilfe 639
Tauchen, Schnorcheln 639
Nightlife 639
Naama Bay 642
Nationalpark Nabq 645
Dahab 646
Touristenzentrum 647
Beduinendorf El Assalah 648
Was man in Dahab unternehmen kann 650
Praktische Informationen 652
Busverbindungen 652
Ein paar Tipps und Infos 653
Durch die Wadis Nasib und Zaghara
zum Katharinenkloster 656
Nuveiba 657
Abstecher zum
Nationalpark Ras Abu Gallum 657
Nuveiba City 658
Praktische Informationen 660
Ras Burka 664
Tabah 666
Abu Rudeis - Katharinenkloster - Nuveiba 667
Wadi Feiran 667
Blaue Berge 668
Katharinenkloster 669
Praktische Informationen 671
Ausflug auf den Mosesberg 673
Naturschutzgebiet St. Catharine 673
Ausflug auf den Katharinenberg 676
Wadi Arada 676
Nawamis 678
Ain Hudra 678
Suez - Mitla-Pass - Nakhl - Nuveiba/Tabah 680
Suez - Nakhl - Nuveiba 680
Qalat el Jundi 681
Rainbow Canyon 682
Coloured Canyon 682
Nakhl - Tabah 684
Suez - El Arish (- Raffah) 685
Pelusium 686
El Arish 687
Praktische Informationen 689
Suez-Kanal - Mitla-Pass - El Arish 689
Quseima 690
Abstecher von den Hauptstraßen des Sinai 690
Serabit el Khadim und Forest of Pillars 691
Serabit el Khadim 692
Forest of Pillars 694
Gebel Maghara und Wadi Mukattab 695
Wadi Mukattab 696
Kamel- und Trekkingtouren auf dem Sinai 697
Kameltrips an der Ostküste 697
Hochsinai 699
Anhang
Glossar 701
Mini-Sprachführer 702
Schreiben Sie uns bitte 706
Index 707
Atlas 724

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Aktuelles

Letzte Meldung

 

ISRAEL UND PALÄSTINA

ist Ende August 2010 komplett aktualisiert in der 3. Auflage erschienen. Dieser Führer berichtet fundiert über alles Sehenswerte zwischen Mittelmeer und Jordan, insbesondere auch über Ziele auf der sog. Westbank, dem eingemauerten Lebensraum der Palästinenser. Viele Hintergrundinformationen tragen zum Verständnis sowohl der Sehens- würdigkeiten als auch der politischen Situation bei.
Mehr Informationen finden Sie hier.


JORDANIEN -

5. Auflage erschienen

Seit 22.03.10 wird die fünfte, überarbeitete und aktualisierte Auflage dieses bei Jordanien-Reisenden beliebten Führers ausgeliefert. GPS-Angaben für viele Orte erleichtern das Navigieren für Selbstfahrer. Informationen zum Aktivurlaub wie z.B. zum etwas abenteuerlichen Canyoning oder - als Kontrastprogramm - zum Besuch christlicher, in der Bibel benannter Orte und viele Tipps mehr bietet dieser bewährte Führer - klicken Sie doch hier für mehr Informationen.


ÄGYPTEN - Das Niltal von Kairo bis Abu Simbel

liegt seit Ende 2009 in der 3. durchgehend aktualisierten und überarbeiteten Auflage vor.

Hier findet der Leser die neuesten Informationen zu Sehenswürdigkeiten im Niltal, die im vergangenen Jahrzehnt nur sehr schwierig wegen (angeblicher) Terrorismusgefahr zugänglich waren. Seit der Aufhebung der Beschränkungen Ende 2008 können Besucher weitgehend ungehindert auch entlegene Orte besuchen - dieser Führer zeigt die Wege.

Siehe auch nähere Infos und Leseproben.


17. Auflage von ÄGYPTEN INDIVIDUELL

Gegen Ende 2009 erschien die komplett überarbeitete und aktualisierte neue 17. Auflage der "Bibel der Ägyptenreisenden".
2 1/2 Monate gründlicher Recherchearbeit in Ägypten stecken ähnlich wie in den voran- gegangenen Auflagen auch in den 732 Seiten dieses Reiseführers.

ÄGYPTEN INDIVIDUELL ist jetzt durchgehend farbig gestaltet. Das erhöht deutlich die Über- sichtlichkeit und den Gebrauchsnutzen.

(Siehe auch Leseproben)


Aus einem Leserbrief: "oh you travel with tondok? than I don't have to explain you more about our culture - it's the best book", sagte der direktor vom elephantine-museum - das war wirklich eine gänsehaut wert (siehe Leserbriefe).